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  #1  
Alt 16.04.2003, 02:51
Benutzerbild von Binchen
Binchen Binchen ist offline
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Registriert seit: Feb 2003
Ort: in nem haus
Beiträge: 10.070
Lügen nichts als Lügen

es ist nicht zu fassen, aber nach studien soll der mensch am tag bis zu 200 mal lügen??
warum?
was veranlasst einen menschen zum lügen?

ja klar, fremdgeher, politiker, betrüger usw. sie lügen um zu vertuschen oder profit zu schlagen!

aber warum lügen wir??
du und ich?
tagtäglich???

allein wie geschichten verfalscht werden!
x erzählt y ne geschichte und z erzählt was total anderes wie x einst y erzählt hat. das kennt ja wohl jeder oder?

was liegt dem lügen zugrunde?

ist es einfacher?
oder spielt uns unser hirn einen streich und wir sind zu blöd um die wahrheit zu sagen?


was meint ihr dazu?
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die welt ist das, was du von ihr denkst!
lebe glücklich, lebe froh, wie der mops im haferstroh.
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  #2  
Alt 16.04.2003, 03:02
Alzii Alzii ist offline
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Registriert seit: Dec 2002
Ort: Oberfranken
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hi Binchen

diese Studien - lügen
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[b]Alles wird gut![/b] Vertrau mir, ich bin Arzt!
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  #3  
Alt 16.04.2003, 03:06
Benutzerbild von Binchen
Binchen Binchen ist offline
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Registriert seit: Feb 2003
Ort: in nem haus
Beiträge: 10.070
Zitat:
diese Studien - lügen
bist du dir sicher alzii!
denn wenn nicht, wäre das heut schon deine erste lüge gewesen

tja so schnell gehts!

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  #4  
Alt 16.04.2003, 03:26
Alzii Alzii ist offline
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Registriert seit: Dec 2002
Ort: Oberfranken
Beiträge: 2.133
wir werden sehen ...

Wann lügt man eigentlich?

Welche Voraussetzungen müssen für eine "Lüge" erfüllt sein?
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  #5  
Alt 16.04.2003, 03:33
Benutzerbild von Binchen
Binchen Binchen ist offline
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Registriert seit: Feb 2003
Ort: in nem haus
Beiträge: 10.070
ha sehr gute frage!

also nochmal an alle ergänzenderweise:
Zitat:
[SIZE=4]Wann lügt man eigentlich?
Welche Voraussetzungen müssen für eine "Lüge" erfüllt sein?
[/SIZE]

gruss binchen
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  #6  
Alt 16.04.2003, 05:15
Jan Amos Jan Amos ist offline
Schreibwütiger
 
Registriert seit: Apr 2003
Ort: Münsterland/Westfalen
Beiträge: 405
Wann lügt man eigentlich?

Vorgabe:
„allein wie geschichten verfalscht werden!
x erzählt y ne geschichte und z erzählt was total anderes wie x einst y erzählt hat. das kennt ja wohl jeder oder?“


Liebes Binchen,
Für mich persönlich gilt, wenn ich etwas wiederhole was mir erzählt wurde: Ich kann es nur so sagen wie ich es verstanden habe, denn möglicherweise war ein völlig anderer Gedankengang der Hintergrund. Deshalb, alles was wir wiederholen ist Interpretation und so wird (bereits nach 2-3 Stationen) aus einem X ein U.

-------------------
In einem anderen Forum, in dem ich unter meinem Taufnamen schreibe und in dem es um die Vertreibung nach dem II.WK ging, wurde mir der Vorwurf gemacht, mit meiner versöhnlichen Sichtweise wolle ich den anderen Schreibern ei X für ein U vormachen.

Hier nun meine damalige Antwort:
Sehr geehrter Herr (Pseudonym)
vielen Dank für Ihr Stichwort: „Ein X für ein U machen“.

Jawohl, das ist es, was viele Zeitgenossen ihren Mitmenschen antun.
Zunächst ist: „Ein X für ein U machen“ die Sache der Propagandisten, Politiker, Werbestrategen und Scharlatane, und da ich mich zu keiner dieser Gruppen zähle, fühle ich mich nicht direkt angesprochen, möchte es aber nicht versäumen, Stellung zu nehmen.
Wenn ein Politiker oder Funktionär im Sinne seiner Klientel nicht funktioniert, wird er ausgetauscht oder abgewählt. Wenn ein Landsmann geschichtliche Sachverhalte differenziert betrachtet, wird er beschimpft.
Im Herder-Lexikon für „sprichwörtliche Redensarten“ heißt es unter: „Ein X für ein U vormachen“, ihn täuschen, ihn belügen, irreleiten, ihm etwas vorspiegeln, ihn betrügen, übervorteilen.
Es kommt also darauf an, andere zu täuschen, um seine wahre Meinung zu verbergen.

Also „Ein X für ein U machen“ habe ich nicht nötig und ist auch nicht mein Anliegen. Das erkennen Sie schon daran, dass ich nicht unter einem Decknamen – also mit geschlossenem Visier – auftrete. Im Gegensatz zu Vielschreibern, die es nicht wagen, aus ihrer Anonymität herauszukommen, um als ehrlicher und freier Mann von gutem Ruf aufzutreten.
MfG
--------------------

Nicht umsonst wird gerade im Sprichwort, in dem bekanntlich die Volksweisheit zum Ausdruck kommt, gerade die Lüge angeprangert.
So sagt man z.B. in Kenia: „Ein Lügner ist in Eile, nimm einen Stuhl – und setz dich.“
Aber auch viele Zitate behandeln die Lüge. So sagte Marie von Ebner-Eschenbach: „Das Tüttelchen Wahrheit, das in mancher Lüge enthalten ist, das macht sie furchtbar.“

Und mein Wahlspruch, der meinen Söhnen, als sie noch Kinder waren, schon zum Halse raushing lautet: „Eine halbe Wahrheit ist eine komplette Lüge!“


Auch Eugen Roth hat eins seiner Gedichte „Lebenslügen“ genannt:

Ein Mensch wird schon als Kind erzogen
Und, dementsprechend, angelogen.
Er hört die wunderlichsten Dinge,
Wie, daß der Storch die Kinder bringe,
Das Christkind Gaben schenkt zur Feier,
Der Hase lege Ostereier.
Nun, er durchschaut nach ein paar Jährchen,
Daß all das nur ein Ammenmärchen.
Doch andre, weniger fromme Lügen
Glaubt bis zum Tod er mit Vergnügen.


Ja , so geht es ihm, dem Menschen, mit vielen Aussagen, die sie entweder nicht verstehen können oder wollen!
Dazu kommt noch, dass Lügen meist hübscher sind als die Wahrheit, deshalb werden auch so viele Komplimente gemacht. Z.B.: „Was siehst Du heute wieder reizend aus“ und denkt: du alte Vogelscheuche.


Dazu noch ein Gedicht:

Wahrheit
von Eugen Roth

Ein Mensch spricht fern, geraume Zeit,
mit ausgesuchter Höflichkeit,
legt endlich dann, mit vielen süßen
Empfehlungen und besten Grüßen
den Hörer wieder auf die Gabel -
doch tut er nochmals auf den Schnabel
(nach all dem freundlichen Gestammel),
um dumpf zu murmeln: Blöder Hammel!
Der drüben öffnet auch den Mund
zu der Bemerkung: Falscher Hund!
So einfach wird auf dieser Welt
die Wahrheit wieder hergestellt.

Bis andermal.
Mit freundlichen Grüßen
Jan Amos
__________________
"Wer stets mit der Menge rennt, sieht nichts im Gedränge. Wer sich aber von ihr trennt, sieht ne ganze Menge."
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  #7  
Alt 16.04.2003, 06:20
Guardian Guardian ist offline
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Registriert seit: Apr 2003
Ort: Saarland
Beiträge: 61
Talking Ganz einfach...

Hi Binchen,

Lügen ist ein Überlebensmechanismus der Evolution, so wie verstecken und fliehen. Es gibt da eine relativ neue Forschungsrichtung, die heißt Evolutionspsychologie. Ganz interressant zum drüberfliegen. Ist auch der Unterschied im Denken von Mann und Frau anschaulich erklärt, so Sachen eben. Aber keine Sorge: Lügen ist normal. Man muß eben entscheiden wo und bei wem. Leute, die einem etwas wert sind, sollte man schon etwas mehr Respekt zeigen. Wir können uns ja mittlerweile meistens entscheiden ob wir lügen wollen oder nicht. Und das ist ein Unterschied zu früheren Entwicklungsstufen. Klar das die Art wie man lügt mittlerweile zur Kunstfertigkeit geworden ist. (Buchtip: "Mammutjäger in der Metro", frag mich nicht von wem das Buch war)

Gruß
Guardian
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therot
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  #8  
Alt 16.04.2003, 08:02
flora flora ist offline
Schreibwütiger
 
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Ort: wien
Beiträge: 272
lügen ist normal ?

Zitat:
Original geschrieben von Guardian
Lügen ist normal. Man muß eben entscheiden wo und bei wem. Leute, die einem etwas wert sind, sollte man schon etwas mehr Respekt zeigen...
und die anderen verdienen nicht ehrlichkeit und respekt?
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  #9  
Alt 16.04.2003, 08:05
Benutzerbild von Margit
Margit Margit ist offline
Super Moderator
 
Registriert seit: Mar 2003
Ort: Salzburg
Beiträge: 1.722
ein paar gedanken

Zitat:
Original geschrieben von Guardian
Aber keine Sorge: Lügen ist normal. Man muß eben entscheiden wo und bei wem. Leute, die einem etwas wert sind, sollte man schon etwas mehr Respekt zeigen.
Ich denke mal man sollte auch den menschen respekt zeigen die einem nicht so viel wert sind!
Lügen normal? Naja natürlich, alle haben wir schon mal gelogen und wir werden auch wieder lügen, so ists anscheinend die natur, wenn wir einen fehler begehen, versucht der mensch meistens den fehler zu verschönern, das man nicht mehr so dumm da steht vor andere, man gibt zwar den fehler zu, aber man versucht durch ausreden, (hab ich ja nicht gewusst oder kann doch jedem mal passieren) sich in ein besseres licht zu rücken. oder seh ich das falsch? heisst das dann das wir nur lügen um uns zu schützen? notlügen? ist es uns wichtig was andere von uns denken? und könnten uns dann die anderen vielleicht nicht leiden wenn wir ihnen die ganze wahrheit über uns sagen würden?

Zitat:
Original geschrieben von Jan Amos

„Eine halbe Wahrheit ist eine komplette Lüge!“
heisst das wir sollten um nicht zu lügen alles von unserem leben erzählen wenn man wem neuen kennenlernt? oder heisst das wenn man zb von einem freund y erfährt das der freund x nicht so sympathisch ist, und der freund x fragt dich was freund y gesagt hat, sollte man dann die wahrheit sagen, oder sollte man sich da raushalten, oder ist das dann auch wieder lügen????????

so ein totales wirrwarr wie üblich bei mir


LG Mag
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  #10  
Alt 16.04.2003, 09:01
heavy heavy ist offline
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Registriert seit: Apr 2003
Ort: Südtirol
Beiträge: 54
wer lügt hat was zu verbergen, aber was kann so schlimm sein dass man es verbergen muss? und warum verbergen? aus angst gerügt zu werden? und wenn er was zu verbergen hat das schlimm war, warum wirkt man nicht von fornherrein entgegen oder zeit verständniss für menschliches verfehlen?

ich glaub, lügen ist ein unterkapitel der angst.
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Keiner denkt mehr frei, der ein System hat. Der Mensch ist dazu verurteilt frei zu sein.
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  #11  
Alt 16.04.2003, 10:29
Benutzerbild von walter
walter walter ist offline
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Blog-Einträge: 7
Nochmal: Was ist denn eigentlich eine Lüge?

Wenn ich wissentlich lüge?
Wenn ich eine Erzählung an einen Dritten weitergebe und dabei die Dinge so erzähle wie ich sie verstanden, also interpretiert habe?

Gibt es Notlügen?
Gibt es kleine, verzeihliche Lügen?
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  #12  
Alt 16.04.2003, 10:53
heavy heavy ist offline
Wenigschreiber
 
Registriert seit: Apr 2003
Ort: Südtirol
Beiträge: 54
würd mal sagen wenn ich unwissendlich lüge dann lüge ich wissendlich nicht.

dass das was man interpretiert warscheinlich nicht mit den gedanken des anderen übereinstimmen ist wohl klar, so wie jeder von uns einzigartig ist, aber wenn wir anfangen zu interpretieren dann verändern wie eben womöglich die aussage des anderen unwissendlich in seinem innhalt, weil wir ja nicht wissen was der andere sich dabei gedacht hat, so gesehen lügen wir nicht.
die frage darauf ist, sollen wir interpretieren oder wortgetreu nacherzählen was man gehört hat? oder besser, dürfen wir dürfen über das gesagte nachdenken, aber es nicht verbreiten weil das was man verstanden hat nicht das selbe ist was der andere meinte!

gibt es notlügen? kommt meiner ansicht nach auf die situation an!
die lüge hat gute verbindungen zur illusion.

ob verzeilich muss jeder selbst herausfinden! es gibt keine richtlinie.
also kleine lüge könnte ich verzeihen, wenn ihr das selbe darunter versteht wie ich (was kaum möglich ist), aber es würde eben das vertrauen zur person schwächen.

gruß heavy
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  #13  
Alt 16.04.2003, 20:46
Jan Amos Jan Amos ist offline
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Registriert seit: Apr 2003
Ort: Münsterland/Westfalen
Beiträge: 405
Halbe Wahrheit

Hallo Mag,

quote: Original geschrieben von Jan Amos
„Eine halbe Wahrheit ist eine komplette Lüge!“

Original geschrieben von Mag:
„heisst das wir sollten um nicht zu lügen alles von unserem leben erzählen wenn man wem neuen kennenlernt? oder heisst das wenn man zb von einem freund y erfährt das der freund x nicht so sympathisch ist, und der freund x fragt dich was freund y gesagt hat, sollte man dann die wahrheit sagen, oder sollte man sich da raushalten, oder ist das dann auch wieder lügen????????“


Wenn ich einen bestimmten Sachverhalt so darstelle wie er mir am genehmsten ist, obwohl ich genau weiß, dass ich wesentliche oder auch unwesentliche Details auslasse, habe ich bewusst die halbe Wahrheit gesagt und damit komplett gelogen. Das war es was ich damit aussagen wollte.
Aus Unwissenheit, weil ich schon falsch informiert wurde kann ich nicht lügen, denn ich bin bereits das Opfer einer Lüge.

Bei einer neuen Bekanntschaft muß man ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und sich restlos offenbaren, denn das kann fatale Folgen haben.
Zu Fragen über Freunde sollte man grundsätzlich vorsichtig argumentieren, und wenn man sich konkret äußert, stets dazu sagen, so habe ich es verstanden, den genauen Wortlaut kann ich nicht wiedergeben. Wörtlich zitieren lassen sich nur schriftliche und belegbare Texte.

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Original geschrieben von Walter:
„Gibt es Notlügen?
Gibt es kleine, verzeihliche Lügen?“

Ich würde in beiden Fällen ja sagen, z.B. wenn die Wahrheit im Moment zu brutal wäre, oder um sich vor großen Schaden zu schützen. Das bezieht sich natürlich nicht auf Sachverhalte, wo es um die Wahrheitsfindung geht.

MfG J.A.
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  #14  
Alt 17.04.2003, 14:49
majanna
Guest
 
Beiträge: n/a
"Na, Lügen braucht der Mensch, um zu überleben

Ich verfremde mal die Bettina Wegener-zeilen, die ja in einem beeindruckenden Song meint: Na, Gebote braucht der Mensch, um zu überleben. Wie es schon bei fast allen Postings klar wird, ist lügen bewusst die Unwahrheit sagen.Und ich will jetzt auch nicht über das Konstrukt Wahrheit diskutieren. Es ist vieles dazu schon gesagt worden.
Meine Meinung dazu ist, dass diese Art der Lüge zu vermeiden ist.Und trotzdem glaube ich, dass die besagte Studie , auch wenn mir nicht klar wird, was die Studienersteller als Lüge bezeichnen und es somit schwer wird, sich korrekt zu der angeführten Aussage zu äußern; also, dass besagte Studie auf etwas Wichtiges hinweist.

Selbst wenn i ch die Lüge als bewusstes Einsetzen der Unwahrheit benütze, gibt es im Leben viele Situationen, wo diese Strategie lebensnotwendig ist. Da denke ich jetzt nicht an so dramatische Situationen wie an das Verhalten aufgespürter Widerstandskämpfer im Verhör oder ob der Arzt einen Todkranken über seinen Zustand aufklären soll.

Nein auch im Alltag benütze ich oft ganz bewusst eine Lüge, um mich zu schützen.Erich Fried sagt zwar, die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, und im Grundsätzlichen stimme ich mit ihm überein--- aber, aber......
Dazu ein Beispiel: Mir geht eine nahe Verwandte irrsinnig auf den Wecker.Wenn ich das thematisierte, gäbe es Familienkrieg.So habe ich eben immer - fast immer - etwas Wichtiges zu erledigen, wenn sie mich einlädt. Die Wahrheit ist, dass ich genug Zeit hätte für einen Besuch.

Ich bin der Meinung, dass man auch im Alltag strategisch lügt.
Aber es sind eben keine kleinen netten Notlügen, sondern
Lebensnotwendigkeiten.
Allerdings glaube ich, dass der Lügner/ die Lügnerin immer wissen sollte, wann und warum er/ sie lügt.
Und irgendwie muss man seine Lügen auch noch überblicken, sonst wirds tierisch!

Schon aus diesem Grunde vermeide ich es, allzu strategisch zu sein.
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  #15  
Alt 17.04.2003, 15:15
Benutzerbild von walter
walter walter ist offline
Administrator
 
Registriert seit: Oct 2002
Beiträge: 2.654
Blog-Einträge: 7
Ich selber komme immer mehr für mich zu der Ansicht dass jede Lüge vermieden werden sollte wo es nur geht. Nicht aus praktischen Erwägungen (Lügen merken müssen etc), mehr aus schlechten Erfahrungen. Bis jetzt ist noch fast jede Lüge irgendwie wieder zu mir zurückgekehrt mit negativen Auswirkungen. Aber natürlich schaffe ich das nicht vollständig. Noch nicht? Ich weiss es nicht.

Zu Deinen Beispielen: ich als Kranker würde bevorzugen die Wahrheit zu hören. Und kann man der Verwandten nicht klar machen dass man einfach nichts mit ihr anfangen kann? Auf humane Weise? Sie denkt ja sowieso schon darüber nach warum Du nie für sie Zeit hast...

Die Wahrheit tut kurz weh, die Lügen länger.
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lüge, wahrheit


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