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  #1  
Alt 17.01.2003, 15:03
Benutzerbild von walter
walter walter ist offline
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Registriert seit: Oct 2002
Beiträge: 2.654
Blog-Einträge: 7
Was rechtfertigt den Einsatz von Gewalt?

Auf Basis der diversen aktuellen Diskussionen
http://www.denkforum.at/forum/showth...=&threadid=135
http://www.denkforum.at/forum/showth...?s=&threadid=5

möchte ich einmal nachfragen:
Was rechtfertigt eurer Meinung nach den Einsatz von Gewalt? Ich frage hier ganz bewusst sowohl dem alltäglichen Leben (im Kleinen) wie nach dem Zusammenleben der Völker (im Großen).
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  #2  
Alt 17.01.2003, 16:15
Seraphim Seraphim ist offline
Zuhörer
 
Registriert seit: Jan 2003
Beiträge: 9
Hallo Walter
na da hast aber keine leichte Frage gestellt. Damit beschäftigen sich ja ganze Forschungsinstitutionen
Als kleinen Beitrag will ich mal EINE Definition von Gewalt zur Diskussion stellen.
Gewalt ist die Anwendung von physischen und psychschen Zwang gegenüber Menschen.
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  #3  
Alt 17.01.2003, 20:46
Rudi Rudi ist offline
Forumsbesessen
 
Registriert seit: Dec 2002
Beiträge: 595
Lightbulb Was rechtfertigt Gewalt?

Als (nachträglicher) Kriegsdienstverweigerer habe ich mir diese Frage natürlich auch gestellt. Ich bin grundsätzlich so erzogen, nachzugeben, um Gewalt aus dem Weg zu gehen. So habe ich eigentlich noch nie körperliche Gewalt erfahren müssen. War aber in der Schulgemeinschaft ein Außenseiter, weil ich mich nie prügelte und selten offensiv Position bezog.

Dann lernte ich Karate, also die Möglichkeit, endlich einmal wirkliche (auch emotionale) Stärke zu zeigen oder erstmal zu entwickeln. Ohne es zu müssen. Und vor allem: sich mit Worten zu verteidigen. Das hat mir in der Schule gefehlt. Die Benutzung von Kriegswaffen finde ich unmoralisch, weil die Folgen nicht abzusehen sind. Und andere bedingungsloses Gehorsam vom Soldaten erwarten. Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren!

Sollte die Gesellschaft (oder Völkergemeinschaft) Gewalt ausüben dürfen? - Keine klare Antwort. Im Krieg trifft es vor allem Unschuldige. Den Saddam oder Osama haben sich die Weltmöchte selbst hochgezüchtet. Und nach gewaltsamer Niederwerfung folgt der nächste! Das gleiche gilt für die Todesstrafe, gegen die ich mich seit langem ausspreche: Gewalttäter denken fast immer, nicht erwischt zu werden. Oder handeln im Affekt. Oder sind psychisch labil, manipulierbar. Wie willst Du mit Gewalt dagegen ankämpfen?

Wir sollten von Jesus, Buddha, Ghandi, u.a. ein bißchen Gelassenheit lernen. Und unser "großes Kind", die USA an der Hand nehmen. Die müssen noch 2000 Jahre Geschichte, ja: Gewaltgeschichte! Nachholen. Wir müssen den Dialog aufrechterhalten. Auch zum, für viele verhassten, Islam... oder haben wir die alleinige Wahrheit? Der "liberale Gedanke" (auch wirtschaftlich gesehen!) hat eine größere Sprengkraft als alle Bomben der Welt zusammen. DAS IST GEWALT, DIE ICH WILL!

Und Ihr? Euer Rudhi
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  #4  
Alt 18.01.2003, 07:19
Minnie
Guest
 
Beiträge: n/a
Was rechtfertigt eurer Meinung nach den Einsatz von Gewalt? Ich frage hier ganz bewusst sowohl dem alltäglichen Leben (im Kleinen) wie nach dem Zusammenleben der Völker (im Großen).
(Walter's Text)

Wenn Politiker und Staatsmänner sich für einen Krieg ihres Landes entschliessen, sind sie bereit Gewalt auszuüben, bzw. Gewalt ausüben zu lassen. Sie zwingen ihre Soldaten dazu.

Zu den Gewalttätigkeiten im alltäglichen Leben. In den Schulen verprügeln sich die Kinder, wahrscheinlich legen sie so eine Art Rangfolge fest um sich zu behaupten. Bei Prügeleien unter Jugendlichen werden es wohl die gleichen Motive sein.
Verabscheuenswürdig finde ich auch die Gewalt, die manche "Stärkeren" Schwächeren antun, wie z.B. Gewalt an Frauen, Kindern und Tieren. Diese Art der Gewalt ist krankhaft und muss bestraft werden, da sie kriminell ist. Woher diese Menschen das Recht nehmen, Schwächeren Leid zuzufügen weiss ich nicht, mir wird jedenfalls ganz schlecht wenn ich nur daran denke, dass es solche Menschen gibt, die soetwas tun.

Geändert von Minnie (18.01.2003 um 07:24 Uhr)
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  #5  
Alt 18.01.2003, 13:46
Nguyen Nguyen ist offline
Schreibwütiger
 
Registriert seit: Dec 2002
Ort: Neufahrn
Beiträge: 300
gewalt

gewalt ist schwer zu definieren, denn gewalt beinhaltet viel mehr , als wir denken, doch will ich auf den staatlichen zwang zuerst eingehen. "Der "liberale Gedanke" (auch wirtschaftlich gesehen!) hat eine größere Sprengkraft als alle Bomben der Welt zusammen. DAS IST GEWALT, DIE ICH WILL!", wie du bereits sagst, ist auch dies gewalt, und eine gewalt fördert die nächste. der "liberale gedanke", wie du ihn nennst hat schon mehr als nur einen krieg vom sockel gelassen. wenn ich ehrlich bin, hat der liberale gedanke sehr große ähnlichkeit mit demjenigen, der meiner meinung nach gewalt auslöst. macht und selbsinteresse.
wir leben nicht für alle, sondern nur für uns, auf nationaler und ökonomischer ebene (früher war das noch eine, seit der globalisierung nicht mehr), für mich, nicht für uns auf persönlicher alltagsebene. wir wollen macht, anerkennung und wohlstand, die wiederum alle mögliches gewaltpotential (!) besitzen. nichts rechtfertigt gewalt. aber wenn nichts gewalt rechtfertigt, was ist dann in unserer welt noch gerechtfertigt? das müssen wir uns überlegen, und genau diese werte unterstützen und fördern.
ich bin nur ein kleiner geist, aber ich bewundere den großen geist von gandhi. ich habe nichts von gandhi parat, ich kenne mich nicht mal gut über ihn aus, aber bewunderung hege ich trotzdem für ihn.
gruss beni
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  #6  
Alt 18.01.2003, 15:55
Benutzerbild von Gysi
Gysi Gysi ist offline
Buchstabenmagier
 
Registriert seit: Oct 2002
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Beiträge: 8.405
Gewalt

Jeder hat das Recht auf Leben und gutes Leben und das Recht, dafür zu kämpfen und es zu schützen.

Und da jeder das Recht dazu hat, gibt es Gesetze und internationale Abkommen, die es einzuhalten gilt, damit jeder zum Zug der Rechtsnutzung kommt, ohne es dauernd durchsetzen zu müssen.

Aggressive "Schurken"staaten müssen entwaffnet werden.

Terroristen, die allen "Ungläubigen" auf den Welt den Vernichtungskrieg erklären, dürfen und müssen unschädlich gemacht werden, lebend oder tot!

Immer gilt die Pflicht zur Verhältnismäßigkeit: Die Kriege müssen so geführt werden, dass möglichst wenige Unschuldige darunter zu leiden haben. Die Bedrohung abzuschaffen, ist jedoch das OBERSTE Ziel.

Hegemonialansprüche und niedrige Ölpreise dürfen natürlich NICHT mit Kriegen durchgesetzt werden!

Hegemonialansprüche und niedrige Ölpreise um den Preis eines Krieges UND der ERHÖHUNG der terroristischen Weltbedrohung einzukaufen - das wäre ein Kriegsverbrechen, dass die zivilisierte Welt angemessen zu ahnden haben würde... Und ich bin davon überzeugt: Mitten unter den Anklägern stünde die Mehrheit der Bevölkerung der USA!

So, das war meine Meinung zur Gewalt (auch wieder so ein definitionsunfestes Schwabbelwort...)
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  #7  
Alt 18.01.2003, 17:44
Nguyen Nguyen ist offline
Schreibwütiger
 
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Ort: Neufahrn
Beiträge: 300
@ gisbert
und was ist mit denen, von denen keine bedrohung ausgeht, die aber unter ihrem eigenen system leiden? unter einem militärisch gestütztenm system? wie soll man mit diesen verfahren? wer setzt fest, wer terroristen sind? sind es die die skrupelllosen ökonomen, oder die skrupelllosen extrimisten? wer sagt, dass schutz und prävention, dass gewalt und schutz, dass unrecht und recht, gewalt und interessen nicht zusammenfallen? wer setzt fest was recht und was unrecht ist? und was ist mit denen die nicht mitbestimmen können/dürfen, zählt das dann für die nicht?

gruss beni
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  #8  
Alt 18.01.2003, 20:55
ezzosDIARY ezzosDIARY ist offline
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Beiträge: 453
Lightbulb Re: Was rechtfertigt den Einsatz von Gewalt?

Zitat:
Original geschrieben von walter
Auf Basis der diversen aktuellen Diskussionen
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http://www.denkforum.at/forum/showth...?s=&threadid=5

möchte ich einmal nachfragen:
Was rechtfertigt eurer Meinung nach den Einsatz von Gewalt? Ich frage hier ganz bewusst sowohl dem alltäglichen Leben (im Kleinen) wie nach dem Zusammenleben der Völker (im Großen).
hi,miteinand.
ich glaube,
gewalt darf nur ausgeübt werden
in angemessener notwehr
und sonst nicht und nie und nirgendwo.
werner
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  #9  
Alt 18.01.2003, 21:36
Nguyen Nguyen ist offline
Schreibwütiger
 
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Ort: Neufahrn
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"gewalt darf nur ausgeübt werden
in angemessener notwehr"
selbes problem,
anderer thread,
wer misst?
wer darf messen?
wer masst sich an zu messen?
gruss beni
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  #10  
Alt 19.01.2003, 16:00
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Gysi Gysi ist offline
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Beiträge: 8.405
UNO

Zitat:
Original geschrieben von Nguyen

und was ist mit denen, von denen keine bedrohung ausgeht, die aber unter ihrem eigenen system leiden? unter einem militärisch gestütztenm system? wie soll man mit diesen verfahren?
Wäre eine Aufgabe der UNO. Wie verfahren? Wirtschaftliche Sanktionen, Diplomatie: Halt den Ball flach, sonst werden wir böse..., und dann - tja - Krieg erfordert Menschenopfer, das ist immer zu bedenken.
Zitat:
wer setzt fest, wer terroristen sind?
Wer Türme rasiert und allen "Ungläubigen" der Welt den Krieg erklärt, IST ein Terrorist!
Zitat:
sind es die die skrupelllosen ökonomen,
Skrupellose Ökonomen duldet nur ein dummer Staat.
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  #11  
Alt 19.01.2003, 18:27
Joachim Joachim ist offline
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Dilemma

Meiner Meinung nach ist Gewalt nicht zu rechtfertigen, da in der Regel menschliches Leben wenn nicht ausgelöscht, so doch zumindest beeinträchtigt wird.

Allerdings gibt es oft Situationen, in denen Gewalt nicht vermeidbar ist, z.b. um eine Geisel zu retten.

Die Probleme, die sich mir stellen sind zum einen: Wer darf Gewalt ausüben? Und zum anderen: Mit welcher Legitimation?

Joachim
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"Jede Philosophie definiert sich selbst durch ihre Verwirklichung." Karl Jaspers
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  #12  
Alt 19.01.2003, 19:02
Nguyen Nguyen ist offline
Schreibwütiger
 
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Ort: Neufahrn
Beiträge: 300
"Skrupellose Ökonomen duldet nur ein dummer Staat"
naja ökonomie ist allgemein skrupelllos, ist dann der staat allgemein dumm?
"Wer Türme rasiert und allen "Ungläubigen" der Welt den Krieg erklärt, IST ein Terrorist!"
wer sagt, dass sie nicht aus notwehr gehandelt haben, nur unter einem falschen banner?
"Die Probleme, die sich mir stellen sind zum einen: Wer darf Gewalt ausüben? Und zum anderen: Mit welcher Legitimation?"
lieber joachim,
darüber habe ich mir auch schon lange gedanken gemacht und ich bin nur zu zwei möglichen lösungen gekommen: entweder keiner, oder alle! (gruss @anarchismus-thread )
gruss beni
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  #13  
Alt 19.01.2003, 19:18
Rudi Rudi ist offline
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Registriert seit: Dec 2002
Beiträge: 595
@Nguyen

Zitat:
Original geschrieben von Nguyen
"Der "liberale Gedanke" (auch wirtschaftlich gesehen!) hat eine größere Sprengkraft als alle Bomben der Welt zusammen. DAS IST GEWALT, DIE ICH WILL!" (Zitat: Rudhi), wie du bereits sagst, ist auch dies gewalt, und eine gewalt fördert die nächste. der "liberale gedanke", wie du ihn nennst hat schon mehr als nur einen krieg vom sockel gelassen. wenn ich ehrlich bin, hat der liberale gedanke sehr große ähnlichkeit mit demjenigen, der meiner meinung nach gewalt auslöst. macht und selbsinteresse.
Ja und? Jeder denkt zuerst mal an sich selbst. Ein Unternehmer auch, wenn er sein Geld riskiert. Kriminell wird es, wenn er das Risiko durch Manipulation, Bestechung oder einfach Erpressung ausschalten will. Da werden Schwache gegeneinander ausgespielt. Einige in den armen Ländern werden als Instrument der Machtsicherung "gekauft". Hier muß die Politik dazwischenschlagen! (Nicht: dazwischenstreicheln...)

Und ist das ein Argument gegen den liberalen Gedanken? Nein! Denn gerade dort, wo er umgangen oder ignoriert wird, entsteht Elend. Und Gewaltpotenzial. Sollen Politiker nur beschwichtigen und hoffen? Ich finde, jede Art von Dumpfheit und mangelnder gesellschaftlicher Ethik kann nicht allein mit Dauerlächeln reformiert werden. Rudhi
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  #14  
Alt 19.01.2003, 19:53
Alzii Alzii ist offline
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Registriert seit: Dec 2002
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Gisbert:
>>Aggressive "Schurken"staaten müssen entwaffnet werden.<<

Jou, vor allem die Amis ...
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  #15  
Alt 19.01.2003, 21:13
Nguyen Nguyen ist offline
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Zitat:
Ja und? Jeder denkt zuerst mal an sich selbst. Ein Unternehmer auch, wenn er sein Geld riskiert. Kriminell wird es, wenn er das Risiko durch Manipulation, Bestechung oder einfach Erpressung ausschalten will. Da werden Schwache gegeneinander ausgespielt. Einige in den armen Ländern werden als Instrument der Machtsicherung "gekauft". Hier muß die Politik dazwischenschlagen! (Nicht: dazwischenstreicheln...)

Und ist das ein Argument gegen den liberalen Gedanken? Nein! Denn gerade dort, wo er umgangen oder ignoriert wird, entsteht Elend. Und Gewaltpotenzial. Sollen Politiker nur beschwichtigen und hoffen? Ich finde, jede Art von Dumpfheit und mangelnder gesellschaftlicher Ethik kann nicht allein mit Dauerlächeln reformiert werden. Rudhi
wenn die politik "dazwischenschlagen muss, um die marktwirtschaftlichen machenschaften zu zerschlagen, dann ist es kein liberaler gedanke mehr. was ist denn liberalismus? ABSOLUT freie marktwirtschaft. und was wir elend der dunklen machenschaften, die das system hintergehen, das ist nur ein systemimmanenter gedanke. die "unsichtbare Hand", die alles gerecht nach überschuss verteilt, ist ein produkt, das adam smith sich zwar schön ausgedacht hat, wo er aber den "fetischcharakter" des kapitals, wie ihn marx entdeckt hat, ausgelassen hat. unsere liberale politik ist nur vorhanden, um liberale-ökonomische löcher zu stopfen, und diese löcher werden einfach zu gross. was die menschen im zuge der globalisierung sowohl ökonomisch wie auch politisch machen, sind nur konsequenzen der grundmoral. diese muss sich ändern, um eine gewaltfreie ethik zu gebären, der mensch muss sich ändern, bevor er sich selbst in asche versenkt. unser system, das system des liberalismus basiert konkurrenz, auf gewalt. kein system, das den grundsatz des darwinismus, der "stärkere überlebt" vertritt, kann ein gewaltfreies sein. und wenn maneine politik dazwischen schaltet, um den grundsatz zu cachieren, dann ändert das ein bischen was an den spielregeln, aber noch lange nichts am gewaltsamen prinzip. dieses prinzip wird immer wieder neue lücken in den spielregeln finden, und die politik wird immer hinterherhächeln. es ist ein zyklus, ein zyklus der gewalt.
wir nutzen unsere kapazitäten nicht um frieden und wohlstand zu erzeugen, sondern um elend und krieg zu erzeugen.
gruss beni
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