Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Von der Zerstörungskraft des 4. Gebotes
Meine Bekannten kann ich mir aussuchen - meine Eltern (und ursprüngliche Verwandten) nicht. Warum soll ich sie also ehren, wenn sie mich gequält haben? Übertragen auf die Kirche selbst: Warum soll ich dem Papst gehorchen? Warum soll ich jemandem Macht über mich gottergeben überlassen, wenn ich merke, dass ich daran zugrunde gehe? Meiner Ansicht nach kommen dafür nur materielle Abhängigkeiten in Frage, die auch in Erbschleicherei ausarten können.
johko:confused:
Original geschrieben von johko
Meine Bekannten kann ich mir aussuchen - meine Eltern (und ursprüngliche Verwandten) nicht. Warum soll ich sie also ehren, wenn sie mich gequält haben? Übertragen auf die Kirche selbst: Warum soll ich dem Papst gehorchen? Warum soll ich jemandem Macht über mich gottergeben überlassen, wenn ich merke, dass ich daran zugrunde gehe? Meiner Ansicht nach kommen dafür nur materielle Abhängigkeiten in Frage, die auch in Erbschleicherei ausarten können. Ein weiteres schlimmes Erbe des Christentums: So werden die Kinder rechtlos gemacht, und den Eltern wird eine gottgegebene Allgewalt über ihre Kinder zugesprochen. Dieses Bewusstsein ist trotz der weltlichen Gesetze noch sehr in unserer Moral verankert: Das Kind gehört zur Mutter, und ihre instinktgegebene Liebe wird schon alles richten... "Kind, deine Mutter LIEBT dich doch!" Die Gefühle des Kindes haben keine religiöse Fürsprache.
"Alle Kinder sind Kinder Gottes, und wir haben die Aufgabe, in seinem Namen sie zu glücklichen Menschen zu machen. Ihr Glück soll unser Glück, und ihr Unglück soll unsere Strafe sein!" SO müsste das Gebot lauten, wenn es denn die Handschrift der Nächstenliebe trüge...
Gysi
Ergänzung:
Die Hoffnung auf das glückliche Leben nach dem Tode und andere Bauernfängereien hab ich vergessen. Das gilt auch für Islamisten mit ihren 100 Jungfrauen.
Dabei kann es soo befreiend sein, seine Eltern aus seinem Leben zu löschen, wenn man darunter leidet. Danach hat man dann allerdings womöglich vor KEINEM mehr Angst. Mir ging es jedenfalls so.
:)
Johko
Original geschrieben von johko
Dabei kann es soo befreiend sein, seine Eltern aus seinem Leben zu löschen, wenn man darunter leidet. Danach hat man dann allerdings womöglich vor KEINEM mehr Angst. Mir ging es jedenfalls so.
Hmmm. Die Eltern aus dem Leben löschen... Ich kann das nicht. Kann das überhaupt wer, sofern man viele Jahre mit denen verbracht (und erlitten) hat? Man kann einen Cut machen, seine Gefühle frei machen, d.h. artikulieren - und nach ihnen LEBEN. Aber in meiner Erinnerung sind sie immer, täglich, da.
Wichtig ist, festzustellen, dass das 4. Gebot antitherapeutisch ist: Wer unter seinen Eltern gelitten hat, muss das wenigstens als Erwachsener tun, wozu er als Kind nicht fähig war - nämlich sich gegen sie ERHEBEN! Das Ergebnis kann der Bruch oder eine neue Eltern-Kind-Beziehung sein.
Gysi
@johko
Eigentlich enthält jede Form von Angst auch die Todesangst in sich. Diese zu überwinden befreit Dich erst wirklich von allen Ängsten. Ich sehe darin, den väterlichen Christen-Gott und christliche Vorstellung vom Himmelreich aufgegeben zu haben, eine Befreiung und Erleichterung für mich. Aber nur, weil ich mich sicher UND inzwischen versöhnt mir der Vergangenheit fühle. Dazu gehört auch, die Eltern zu akzeptieren, wie sie sind oder waren. Sie konnten es damals nicht besser, aber ich kann es besser! (Bei Deiner Mutter ist das schwer, ich weiß, aber nur so kannst Du sie "abtreiben") Darum:
@gisbert
... sich ÜBER sie erheben, nicht GEGEN sie!
Was mir hier bei der Diskussion fehlt ist der Versuch zu verstehen und zu verzeihen ... aussöhnen - nicht mit den Eltern, sondern mit dem Gewesenen ... und dem Erlittenen ...
Meistens findet man die Ursachen in der eigenen Kindheit der Eltern wieder und dann ist es die Unfähigkeit aus diesen Erfahrungen was zu lernen. Sie werden einfach so an die nächste Generation weitergegeben ...
Doch hat man eine Wahl! Man kann sich die Sache ansehen und es anders machen ... nicht perfekt, aber anders ...
manchmal ... :(
Ansonsten denke ich da wie Gysi ... wer glaubt, die Vergangenheit verschwinden lassen zu können, verdrängt nur ... der Schmerz begleitet einen immer ... aber er muss nicht mehr lähmend sein und nicht mehr mit Angst besetzt ... Es fühlt sich eher an wie Wehmut, etwas unwiderbringliches (nie gehabtes) verloren zu haben ...
Aber wenn ich heute meinen Sohn in den Armen halte, dann hole ich mir ein Stück Kindheit zurück ...
Original geschrieben von Daggi
Meistens findet man die Ursachen in der eigenen Kindheit der Eltern wieder und dann ist es die Unfähigkeit aus diesen Erfahrungen was zu lernen. Sie werden einfach so an die nächste Generation weitergegeben ...
Nee nee, es gibt keinen Automatismus, der mißhandelte Eltern zwingt, selbst wieder zu mißhandeln, ganz im Gegenteil!
Wer selbst als Kind mißhandelt wurde, weiß, wie übel das ist und welche Schäden man davonträgt.
Es ist schlicht und ergreifend Mißachtung und der mangelnde Respekt vor Kindern. (siehe "Blödmann", das soll er einmal einem Erwachsenen ins Gesicht sagen ... aber bei Kindern ist es vollkommen ohne Risiko).
Wenn das nicht freiwillig funktioniert, dann muß man eben die Verjährungsfrist erst mit 21 Jahren beginnen lassen und die Kinderquäler saftig abstrafen.
Die Arbeitgeber haben es ja dank der entsprechenden Gesetze auch geschnallt, daß man seine Untergebenen nicht schlägt!
Das Schlagen von Kindern ist Körperverletzung!!!
Das Schlagen von Kindern ist Folter!!!
Wer mit seinen Kindern überfordert ist, soll sie abgeben - es gibt genug (kinderlose) Menschen, die diesen Kindern sehr gerne ein liebevolles und gewaltloses Zuhause bieten würden.
Für Kindesmißhandlung kann es keine Entschuldigung und kein Alibi geben.
Der Kinderschläger verhält sich im Betrieb ja auch ganz brav und fängt nicht bei jeder Kleinigkeit das Prügeln an - es geht also, wenn man will!
Warum soll das bei Kindern nicht genau so funktionieren?
Die Schäden für die Volkswirtschaft, die durch die psychischen Krankheiten mißhandelter Kinder entstehen, gehen in die Millionen.
Aber bei Kindern will man nicht, wen könnte man denn sonst noch ungestraft treten?
Beim Hund ist ruckzuck der Tierschutzverein da und die nehmen den Hund mit, wenn Mißhandlungen nachgewiesen werden können. Also bleiben doch nur noch die Kinder und manchmal die Ehefrau.
Warum schafft es eine Gesellschaft, die angeblich zum Mond fliegt, immer noch nicht, ihre Kinder vor den brutalen Übergriffen mancher Eltern wirksam zu beschützen?
@Rudhi & Gisbert:
weder Über noch gegen - meine Devise lautete OHNE sie.
Über ihren Tod vor 7 Jahren hinaus.
Ich habe meine Mutter 13 Jahre vorher nicht gesehen - von dem Zeitpunkt an, als sie meine Frau aus dem Haus warf, und ich mich damals spontan für meine Frau und Tochter entschieden habe. Weil sie dann doch irgendwie meine Klinikeinweisung mitbekamen, hat mein Vater 9 Jahre vorher noch mal kurz reingeschaut, ohnedass es was gebracht hätte. Ein Nachbar hat sie einäschern und in die Familiengruft nach Österreich bringen lassen. Ich werde den ort bestimmt nicht aufsuchen.
Zitat ALZII:
"Es ist schlicht und ergreifend Mißachtung und der mangelnde Respekt vor Kindern. (siehe "Blödmann", das soll er einmal einem Erwachsenen ins Gesicht sagen ... aber bei Kindern ist es vollkommen ohne Risiko)."
Ich habe das schon oft genug in meinem zweiten angstfreien Leben zu Erwachsenen gesagt - stets mit überraschend positivem Erfolg.
Bei Kindern werde ich mich - Zeit zum Nachdenken vorausgesetzt - wohlweislich schwer hüten, weil ich da wg. Mundfertigkeit schnell sehr alt aussehen kann.
"Vollkommen" gewaltfreie Automatismen im Umgang mit Kindern, die nun mal in Mode sind, haben sich in meinen Augen immer noch als Bumerang erwiesen. Dagegen kenne ich hier im Umfeld mindestens 5 rotzfreche Schulkinder, denen total egal ist, was ihre Eltern sagen. Nachdem ich ihnen allerdings einmal bei unausweichlicher Gelegenheit den Pony hochgeblasen habe, suchen sie sogar meine Nähe. Das war früher im Internat nicht anders und hat auch schon mal einem Problemfall in Mathe von einer "ungenügend" innerhalb von eineinhalb Jahren zu einem Dauer- "Sehr gut" und zu allgemeiner Anerkennung verholfen. Das war zwar mein HIGHLIGHT, aber es gab auch genügend andere nicht sospektakuläre Wandlungen, durch die ich meine Handlungsweise bestätigt fühle. Ich reiß mich nicht drum, aber ich muß doch insgeheim grinsen. Das gibt zwar immer latenten Ärger mit den sichbloßgestellt fühlenden Eltern, aber das ist deren Problem.
Schlagen lehne ich auch ab, weil ich selbst oft genug "windelweich" geprügelt wurde und mitbekommen habe, wie meine Mutter von meiner Oma selbst Ohrfeigen kassiert hat.
Aber selbst ein BLÖDMANN "zwischendurch" mit voller Absicht schadet weniger als gar keine oder eine Wischiwaschi- Rückmeldung.
Eine positive Folgerung habe ich gezogen - unsereTochter haben wir (meine Frau hat ähnliche Frühschädigungen) ohne Schläge, aber nicht ohne Verbote und deutliche Unmutsäußerungen "erzogen" und somit ein Verhältnis, mit dem ich damals zufrieden gewesen wäre.
Johko
Original geschrieben von Alzii
Nee nee, es gibt keinen Automatismus, der mißhandelte Eltern zwingt, selbst wieder zu mißhandeln, ganz im Gegenteil!
Wer selbst als Kind mißhandelt wurde, weiß, wie übel das ist und welche Schäden man davonträgt.
Für mich sind Mißhandlungen nie gleich Schläge ... Ich hätte mir oft gewünscht in meiner Kindheit, ich hätte mal einen auf den Hintern bekommen (böse Zungen behaupten heute noch, dass mir das gefehlt hat :D ) ... Diese Gleichgültigkeit war für mich immer die größte Qual ... keine Liebe geben können ... Ablehnung ... sich über mich und meine Bedürfnisse lustig machen ... Nur Hass um mich rum ...
Ich weiß ganz sicher, dass es aus der Kindheit meiner Eltern gekommen ist ... und ich weiß sogar, dass meine Oma ihre Schwierigkeiten im Umgang mit meinem Vater wiederum aus ihrer Kindheit mitgebracht hat. Nicht jeder hat den Grips, die Abläufe zu durchschauen ... so ist das nunmal ...
Mein Vater hat es bis heute nicht geschafft und hält sich immer noch für das alleinige Opfer, dass das Recht hat, seine Qualen auf mich abzuwälzen.
Ich habe es gehalten wie Johko ... wir haben seit ewigen Zeiten schon keinen Kontakt mehr ! Ich habe es satt der Prellbock meiner Eltern zu sein.
Aber sehr wahrscheinlich sollte ich mich aus der Diskussion raushalten. Ich habe nie Schläge bekommen ... bin nie sichtbar mißhandelt worden ... Es ist mir schon oft so gegangen, dass gesagt worden ist, sei doch still ... Dir ist es doch gut gegangen.
Ich habe mir insgeheim immer gesagt, dass meine Gefühle schon so okay sind ...
Es gibt viele Arten von Folter und Psychoterror ... man kann Menschen auf vielerlei Weise verletzen ...
Diese subtile Art ist auch nicht zu verachten ... Ich fühle mich heute noch manchmal wie eingesponnen. Ich hänge im Spinnennetz und weiß nie, von wo die Spinne kommt, um mich auszusaugen ...
Es gab Zeiten, da war ich so voller Hass, dass ich nachts geträumt habe, wie ich meine Mutter mit bloßen Händen in Stücke reiße ... ich habe mich förmlich in ihrem Blut gesuhlt und es hat mir sehr viel Erleichterung gebracht ...
Ich habe sie denunziert, klein gemacht ... mich vom Opfer zum Täter gemausert und so immer mehr ein Stück meine Freiheit gewonnen ....
Jetzt ist sie mir nur noch gleichgültig und kann mich nur noch berühren, wenn ich ganz unten bin, aber ich habe gelernt, mich dann so weit es geht von ihr fernzuhalten ...
Keine Macht mehr über mich ...
lg daggi
Original geschrieben von johko
Schlagen lehne ich auch ab, weil ich selbst oft genug "windelweich" geprügelt wurde und mitbekommen habe, wie meine Mutter von meiner Oma selbst Ohrfeigen kassiert hat.
Ich lehne Schlagen ab, weil es den Kindern weh tut und weil es Körperverletzung und Folter ist.
Erwachsene schlägt man ja auch nicht - was hätte das für einen Sinn? Wenn man etwas erreichen will, dann geht das mit geduldigem Erklären wesentlich besser.
Aber selbst ein BLÖDMANN "zwischendurch" mit voller Absicht schadet weniger als gar keine oder eine Wischiwaschi- Rückmeldung.
Wie gesagt ist "Blödmann" vom pädagogischen Standpunkt wertlos, wie man leicht sehen konnte: der Junge hat sein Spiel sofort wieder aufgenommen. Er hat ja auch nichts erklärt bekommen, das ihn zum Ändern seines Verhaltens hätte anregen können. Wer wirksam sein will, muß erklären.
Mir ist etwas ähnliches passiert, allerdings sehe ich den Umgang mit Spielzeugwaffen wohl etwas lockerer, kann es aber auch nicht leiden, wenn jemand auf mich anlegt. Es waren vier Jungen (6-8 Jahre?), die im Spiel auf mich zielten. Ich habe sie gefragt, ob das echte Waffen wären. In dem sich entwickelnden Gespräch konnte ich ihnen die Gründe zeigen, warum man nach meiner Meinung nicht auf Menschen anlegen sollte. Mit hängenden Köpfen sind sie davongetrollt und haben nicht mehr auf Menschen gezielt - naja - bis zur nächsten Ecke ;) :D
Natürlich sollte man Kindern ihre Grenzen zeigen, das brauchen sie sogar für eine normale Sozialisation, aber geduldig und liebevoll und nicht durch Gewalt.
Original geschrieben von Daggi
Für mich sind Mißhandlungen nie gleich Schläge ...
Schläge sind Mißhandlung, es ist Körperverletzung und Folter.
Allerdings gibt es viel mehr Möglichkeiten der Mißhandlung - da scheinen der menschlichen Perversion keine Grenzen gesetzt.
Ich hätte mir oft gewünscht in meiner Kindheit, ich hätte mal einen auf den Hintern bekommen (böse Zungen behaupten heute noch, dass mir das gefehlt hat :D ) ... Diese Gleichgültigkeit war für mich immer die größte Qual ... keine Liebe geben können ... Ablehnung ... sich über mich und meine Bedürfnisse lustig machen ... Nur Hass um mich rum ...
Lieblosigkeit ist auch eine Form der Kindesmißhandlung. Allerdings kommt das bei Kindern, die geprügelt werden, in den meisten Fällen noch dazu.
Wenn Du Dir wünschst, daß man Dich als Kind geprügelt hätte, dann weiß Du offensichtlich nicht, wovon Du redest.
Es gibt viele Arten von Folter und Psychoterror ... man kann Menschen auf vielerlei Weise verletzen ...
Eben,
bei einer Mißhandlung muß es nicht notwendig auch zu körperlicher Gewalt kommen. Körperliche Gewalt ist oft ein zusätzliches Mittel, um Kindern das Kreuz zu brechen.
Original geschrieben von Alzii
Schläge sind Mißhandlung, es ist Körperverletzung und Folter.
Allerdings gibt es viel mehr Möglichkeiten der Mißhandlung - da scheinen der menschlichen Perversion keine Grenzen gesetzt.
Ja genau - und wenn man sich mal aufmerksam umsieht, scheint es ziemlich menschlich zu sein !
Bevor ich selbst Mutter geworden bin, hatte ich ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie Eltern zu sein haben. Ich habe gelernt, dass das in der Praxis gar nicht durchführbar ist. Weil wir eben Menschen sind ...
... und auch Kinder sind Menschen, die ein eigenes Schicksal haben. Wenn ich mir vorstelle, dass ich heute bin, was ich bin, eben weil ich eine solche Kindheit hatte, dann kommt sowas wie Dankbarkeit in mir auf. Und wenn ich mir dann noch vorstelle, dass meine Eltern sich bereit erklärt haben, mir dieses Schicksal zu bieten und das es sie innerlich gequält hat, wenn auch unbewußt, dann bin ich noch dankbarer ...
Und ich bin heute in der Lage ihr Leiden zu sehen ...
Sähen und Ernten ...
Lieblosigkeit ist auch eine Form der Kindesmißhandlung. Allerdings kommt das bei Kindern, die geprügelt werden, in den meisten Fällen noch dazu.
Ja - ich bin ja schon still ... :(
Wenn Du Dir wünschst, daß man Dich als Kind geprügelt hätte, dann weiß Du offensichtlich nicht, wovon Du redest.
Nein - das weiß ich zum Glück nicht. Mir hat es schon so gereicht ...
PS: Kinder, mit denen alles ausdiskutiert wird, sind völlig überfordert ... jedenfalls, wenn sie noch klein sind ...
Das ist eine Friede-Freude-Eierkuchen-Wunschvorstellung ...
Kinder können viel besser Emotionen nachvollziehen, weil sie sie selbst fühlen ... Hilflosigkeit, Abhängigkeit, Ohnmacht, Fremdbestimmung ... daraus resultiert Wut, Hass, Zerstörungswut ...
... und das ist total normal ... alles andere ist Illusion !
@daggi:
Genau so, wie du es formulierst, erlebe ich es heute zuhauf in meinem Umfeld. Kinder, die vergeblich ihre Eltern zu einer Regung provozieren wollen, und uns das auch bereitwillig erzählen. (Warum wohl gerade uns BRÜLLAFFEN?) Sie fühlen sich unwohl , weil sie keine akzeptablen Grenzen bekommen.
Weiter: Mittlerweile bin ich in einem Alter, in dem ich altersspezifische Erkenntnisse erlangen darf: Ich kenne immer mehr Paare, die immer Wert darauf gelegt haben, dass kein böses Wort über ihre Lippen kommt. Seit neuestem streiten die sich um das Besuchsrecht für ihren Hund.
Verbal kann ich sicherlich genau so Gewalt ausüben, wie durch Schläge. Mein Prinzip dabei war und ist:
Lieber mal eher zu einem kleinen Hammer greifen, ehe der grosse nötig wird.
JohKo
Original geschrieben von Daggi
Ja genau - und wenn man sich mal aufmerksam umsieht, scheint es ziemlich menschlich zu sein !
Wenn es menschlich ist, daß man andere Menschen mißhandelt, warum ist es dann verboten?
Warum werden bei uns praktisch nur noch wehrlose Kinder mißhandelt?
Oder Ehefrauen, die bereits als Kind mißhandelt wurden und es nicht wagen, sich mit rechtstaatlichen Mitteln dagegen zu wehren?
Warum gibt es dann Eltern, die ihre Kinder nicht mißhandeln?
Und wenn ich mir dann noch vorstelle, dass meine Eltern sich bereit erklärt haben, mir dieses Schicksal zu bieten und das es sie innerlich gequält hat, wenn auch unbewußt, dann bin ich noch dankbarer ...
Und ich bin heute in der Lage ihr Leiden zu sehen ...
Ein Kind muß nicht die Lasten der Eltern tragen, ein Kind ist dazu nicht stabil und erfahren genug, Eltern sollten ihre Last selbst tragen und nicht (unbewußt) auf andere abwälzen.
Dennoch fühlen sich viele Kinder für die Taten ihre Eltern verantwortlich ... :(
Wenn Dir Deine Eltern die Liebe vorenthalten haben, sehe ich keinen Grund, warum Du Dich dafür anscheinend noch vor Dankbarkeit überschlägst.
PS: Kinder, mit denen alles ausdiskutiert wird, sind völlig überfordert ... jedenfalls, wenn sie noch klein sind ...
Das ist eine Friede-Freude-Eierkuchen-Wunschvorstellung ...
Mein obiges Beispiel zeigt ganz klar, daß man mit Kindern vernünftig reden kann und muß.
Alles andere ist in meinen Augen die Unfähigkeit der Eltern ihre Handlungen einem Kind oder einem Erwachsenen zu erklären.
Entweder wollen die Eltern beim Kind etwas durchsetzen, das haltlos und nicht zu begründen ist, dann frage ich mich, warum will man das dann durchsetzten?
Oder die Eltern haben gute Gründe für ihr Verhalten - wo ist dann das Problem, diese guten Gründe einem Kind nahe zu bringen?
Wer glaubt, ein Kind würde dadurch überfordert, hat einfach eine falsche Vorstellung von Kindern - ich kann mich noch genau daran erinnern, wie mich Verbote ohne Begründung genervt haben.
Es ist sehr bequem, den Kindern pauschal das Verständnis abzusprechen, um nichts erklären zu müssen.
Dabei sind nach meiner Erfahrung Kinder sehr einsichtig, wenn man ihnen die Gründe erklärt, warum man etwas tut und das andere läßt.
Ich frage mich langsam, ob es zwei verschiedene Gattungen von Kindern gibt. Diejenige Spezies, denen ein "Blödmann" weiter hilft, die gerne einmal den Hintern versohlt hätten, die keine Erklärungen begreifen und denen es nicht schadet, wenn man sie verachtet und nicht ernst nimmt und die tiefe Dankbarkeit empfinden, wenn sie lieblos behandelt werden.
Und die andere Spezies Kinder, mit denen ich zusammen komme, die auf Erklärungen einsichtig reagieren, mit denen man sich unterhalten kann, wie mit Erwachsenen, denen Schläge weh tun, die unter Lieblosigkeit leiden und deren Würde genau so vom GG geschützt werden sollte, wie die Würde der Erwachsenen.
Kinder können viel besser Emotionen nachvollziehen, weil sie sie selbst fühlen ... Hilflosigkeit, Abhängigkeit, Ohnmacht, Fremdbestimmung ... daraus resultiert Wut, Hass, Zerstörungswut ...
Als ob das unumgängliche Naturgesetze wären.
Kinder können, wie Erwachsene auch, besser Erklärungen nachvollziehen, als die dunklen Motive irrationaler Verhaltensweisen zu erraten.
... und das ist total normal ... alles andere ist Illusion !
Original geschrieben von Alzii
Wenn es menschlich ist, daß man andere Menschen mißhandelt, warum ist es dann verboten?
Warum werden bei uns praktisch nur noch wehrlose Kinder mißhandelt?
Es liegt in der Natur des Menschen, seine negativen Erfahrung zu verarbeiten, indem er dieselbe Situation wieder als Täter herstellt.
Wir sind alle nicht "perfekt". Wir bringen schon Altlasten mit, aus der Kindheit. Und gerade die Generation vor unseren Eltern haben besondere Altlasten mitgebracht. Nämlich einen Krieg ... Hunger, Not, Angst, Schmerz und Tod ... in diese Zeit wurden z.B. auch meine Eltern hineingeboren ... in Angst, Armut ... Entbehrungen ... da blieb nicht viel Kindsein übrig ...
Es werden eben nicht "nur" Kinder gequält. Wie kommst Du darauf?
Verboten ist vieles ...
Warum gibt es dann Eltern, die ihre Kinder nicht mißhandeln?
Weil es hin und wieder welche mit Grips gibt ... die die Mechanismen durchschauen und es eben anders (besser?) machen ... Weil wir uns weiterentwickelt haben. Weil die Psychologie boumt. Weil es Thema ist - jetzt ... Weil überall darüber geredet wird. Weil wir heute überhaupt erst rausfinden, was die Bedürfnisse der Kinder sind usw.
Ein Kind muß nicht die Lasten der Eltern tragen, ein Kind ist dazu nicht stabil und erfahren genug, Eltern sollten ihre Last selbst tragen und nicht (unbewußt) auf andere abwälzen.
Dennoch fühlen sich viele Kinder für die Taten ihre Eltern verantwortlich ... :(
Viele oder alle ? Du hast vollkommen Recht. Im Idealfall sollten Kinder keine Last tragen, aber ich habe schon oft solche Kinder als Erwachsene erlebt. Ich meine diese, die keine Last tragen brauchten... Sie waren auch später noch mit jeder Last schlicht überfordert ...
Wenn Dir Deine Eltern die Liebe vorenthalten haben, sehe ich keinen Grund, warum Du Dich dafür anscheinend noch vor Dankbarkeit überschlägst.
Dann sieh noch mal genauer hin ...
Es gibt wie immer zwei Möglichkeiten ... Ich kann versuchen, mit dem zu leben, was ich bin oder die Schuld bis an mein Lebensende bei anderen suchen !
Außerdem hast du wohlweislich überlesen, dass ich schrieb, ich habe keinen Kontakt mehr zu meinem Vater und auch meine Mutter habe ich hinter mir gelassen und ich habe auch ausführlich beschrieben, dass das nicht in Dankbarkeit abgegangen ist. Die Zeit der Wut, des Hasses, der Ohnmacht habe ich wohl erlebt, aber irgendwann muss es doch mal gut sein. Du änderst doch nichts mehr an der Vergangenheit. Zerr sie vor Gericht, mach ihnen den Gar aus ... Was ändert sich dadurch? Meine Mutter ist jetzt ein armes Licht. Und ? Hat mir das geholfen ?
Nein ! Die Verletzungen bleiben in einem drin ... die kann man nur selbst heilen und heilen kannst DU nur, indem Du anfängst zu verstehen und zu verzeihen ... Alles andere ist SELBSTZERSTÖRUNG !!!
Mein obiges Beispiel zeigt ganz klar, daß man mit Kindern vernünftig reden kann und muß.
Alles andere ist in meinen Augen die Unfähigkeit der Eltern ihre Handlungen einem Kind oder einem Erwachsenen zu erklären.
Entweder wollen die Eltern beim Kind etwas durchsetzen, das haltlos und nicht zu begründen ist, dann frage ich mich, warum will man das dann durchsetzten?
Oder die Eltern haben gute Gründe für ihr Verhalten - wo ist dann das Problem, diese guten Gründe einem Kind nahe zu bringen?Wer glaubt, ein Kind würde dadurch überfordert, hat einfach eine falsche Vorstellung von Kindern - ich kann mich noch genau daran erinnern, wie mich Verbote ohne Begründung genervt haben.
Hüh und Hott ... was denn nun? Sind Kinder nun kleine Erwachsene oder sind sie nun Kinder !
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass handeln immer der bessere Weg ist...
Kindern geht es eben nicht immer nur um Vernunft, Verstanden werden usw. - sie wollen einfach Grenzen ... und die setzt Du nicht mit netten Reden !
Und was - bitte schön - hat denn dein o. Beispiel gezeigt. An der nächsten Ecke war alles beim alten. Dafür wäre mir meine Energie zu schade. Wenn ich etwas will, bzw. nicht will dann ziehe ich dass bei meinem Sohn auch konsequent durch, es sei denn es ist mir nicht so wichtig, dann bin ich eben halbherzig, aber immer ehrlich - so gut es geht .... und ich selbst. Das kann ein Kind nachvollziehen ...
Es ist sehr bequem, den Kindern pauschal das Verständnis abzusprechen, um nichts erklären zu müssen.
Dabei sind nach meiner Erfahrung Kinder sehr einsichtig, wenn man ihnen die Gründe erklärt, warum man etwas tut und das andere läßt.
Du hälst Kinder für dumm ? Kinder sehen genau, was Du tust, da hilft auch kein Wegerklären. Wenn ich mit den Nachbarn im Klinsch liege und mein Kind das nachmacht, kann ich ihm 10 Mal erklären, bei mir ist das was anderes ... verstehen wird das Kind das nie ... Du kannst Deinem Kind vorleben ... aber nichts wirklich erklären ... Mir kann man heute noch nichts erklären, was ich nicht selbst erkannt habe ! (wie du ja schon selbst bemerktest :D )
Ich frage mich langsam, ob es zwei verschiedene Gattungen von Kindern gibt. Diejenige Spezies, denen ein "Blödmann" weiter hilft, die gerne einmal den Hintern versohlt hätten, die keine Erklärungen begreifen und denen es nicht schadet, wenn man sie verachtet und nicht ernst nimmt und die tiefe Dankbarkeit empfinden, wenn sie lieblos behandelt werden.
Das ist die weit häufigere Spezies. Das sind nämlich die, die in der Kindheit mißhandelt worden sind.
Dann ist man für jede Aufmerksamkeit dankbar ! (Blödmann !!!)
Und die andere Spezies Kinder, mit denen ich zusammen komme, die auf Erklärungen einsichtig reagieren, mit denen man sich unterhalten kann, wie mit Erwachsenen, denen Schläge weh tun, die unter Lieblosigkeit leiden und deren Würde genau so vom GG geschützt werden sollte, wie die Würde der Erwachsenen.
Das ist die neue Generation, zu der hoffentlich auch mein Sohn gehören wird.
Als ob das unumgängliche Naturgesetze wären.
Kinder können, wie Erwachsene auch, besser Erklärungen nachvollziehen, als die dunklen Motive irrationaler Verhaltensweisen zu erraten.
... und das ist total normal ... alles andere ist Illusion !
Ja - da gebe ich Dir Recht ... aber am besten können sie Handlungen nachvollziehen, die Du ihnen vorlebst ... dazu kann auch Toleranz gehören, Verstehen und Verzeihen ...
Ich kann meinem Sohn natürlich auch meinen Hass vorleben. Ihm zeigen, wie ich meine Eltern und seinen Vater mit meinen alten Verletzungen verfolge. Ihm beibringen, das es nie ein Ende hat, keine Erlösung gibt ... Ihm suggerieren, dass ich selbst keine Wahl habe, außer ohnmächtiger Wut und selbstzerstörerischem Hass ...
So geht halt jeder seinen Weg !
lg daggi
Ich finde es schin mal gut, dass es ALZII dämmert, es könne Kinder mit verschiedenen Erwartungen geben - aus welchen Gründen auch immer.
Mißhandelt werden im übrigen nicht nur Kinder und Ehefrauen, sondern jeder Schwächere, wenn er in gewaltorientierte Gesellschaft gerät. Neulich machten die Medien erst publik, wie ein Fabrikbesitzer einen Arbeiter eingesperrt und letztlich totgeschlagen hat. Ähnliches sieht man auch bei anderen(erwachsenen)Sklaven, die mitten unter uns in illegalen Beschäftigungen gehalten werden. Man muß nur hinschauen. Gewalt ist Lebensalltag. Eine Gewalt negierende Erziehung taugt nur für eine gewaltfreie Welt - die aber künstlich geschaffen werden muss.
ALZII kann viel Theorie von sich geben. Ich würde gern wissen, welche persönlichen aktiven praktischen Erziehungserfahrungen sie hat, und welche Ergebnisse sie damit erzielt hat.
Johko
Original geschrieben von Daggi
Es liegt in der Natur des Menschen, seine negativen Erfahrung zu verarbeiten, indem er dieselbe Situation wieder als Täter herstellt.
Dann vergewaltigen als Kind vergewaltigte Frauen also zwanghaft ihre Söhne - ist es so?
Und mißhandelte Väter mißhandel zwangsläufig ihre Kinder ...
nein, daraus wird kein Schuh.
Es gibt Väter die selbst mißhandelt wurden und ihren Kinder (vielleicht gerade deshalb) gegenüber sehr liebevolle und gewaltlose Väter sind.
Original geschrieben von Daggi
Es werden eben nicht "nur" Kinder gequält. Wie kommst Du darauf?
So???
Dann sieh Dich doch um im Forum, und mach die Augen auf, wie viele als Kinder gequält wurden.
Und dann frage uns, wer es zuläßt, daß er auch noch als Erwachsener gequält wird.
Ich jedenfalls nicht!
Es werden noch heute sehr viele Kinder gequält, mit den abstrusesten Begründungen.
Ich kann das einfach nicht begreifen, hier treffe ich auf Ansichten, wie sie dem tiefsten Mittelalter und der kathoplischen Inquisition gut zu Gesicht gestanden hätten.
Noch immer werden Kinder nicht respektiert und noch immer werden Kinder ungestraft mißhandelt.
Dabei werden völlig haltlose "Begründungen" konstruiert, allein zu dem Zweck, das eigene Fehlverhalten zu legitimieren.
Und niemand hält es für nötig, die Kinder vor der Elternwillkür zu schützen.
Original geschrieben von Daggi
Hüh und Hott ... was denn nun? Sind Kinder nun kleine Erwachsene oder sind sie nun Kinder !
Hier ist nichts "hü und hott"!
Kinder begreifen Erklärungen sehr gut, weil sie Menschen sind mit einem gut ausgeprägten Begreifen, immerhin lernen sie in diesem Alter auch Sprachen sehr leicht.
Ihr Verstand muß die Kategorien erkennen, nach welchen die Sprache die Begriffe einteilt.
Kinder begreifen, wenn man ihnen etwas erklärt, das Einpauken hat keinen pädagogischen Wert, Erklärungen sind gefragt.
Welcher Größenwahn bringt eigentlich jemanden dazu, Kindern das Begreifen abzusprechen?
Ich habe als Kind genau so gut oder schlecht begriffen, wie ich es heute tue.
Als Kind waren mir Erklärungen lieber und als Erwachsener sind mir Erklärungen immer noch lieber.
Aber vielleicht gibt es ja Erwachsene, denen es lieber ist, irgendwelche "Anordnungen" in blindem Eifer zu befolgen, ohne selbst auch nur auf die Idee zu kommen, nachzudenken.
"Geh in den Krieg, töte Menschen" und sie gehen in den Krieg und werden zu Mördern.
Ein solches Verhalten wundert mich ehrlich gesagt in unserer christlich geprägten Gesellschaft überhaupt nicht. Der Klerus kann die blödsinnigsten und idiotischsten Thesen verbreiten, das schlucken die Leute vollkommen kritiklos.
Über solche Bürger freut sich auch jeder Herrscher, denn sie tun, was man ihnen anschafft, ohne nachzudenken.
Aber Kinder denken nach!
Nur geben sie es irgendwann einmal auf, wenn sie zu häufig mit offensichtlichem Schwachsinn indoktriniert werden.
Kindern geht es eben nicht immer nur um Vernunft, Verstanden werden usw. - sie wollen einfach Grenzen ... und die setzt Du nicht mit netten Reden !
Und das berechtigt zu unhinterfragbaren Befehlen und zur Kindesmißhandlung - ich glaub das einfach nicht, im Zeitalter der Raumfahrt solche Ansichten lesen zu müssen.
Und was - bitte schön - hat denn dein o. Beispiel gezeigt. An der nächsten Ecke war alles beim alten. Dafür wäre mir meine Energie zu schade.
Die Kinder haben meine Erklärung sehr wohl verstanden (sie bezog sich auf echte Waffen) und umgesetzt.
Natürlich haben sie später weiter gespielt - und das ist auch gut so, mir wäre es nicht recht gewesen, ihnen ihr Spiel verdorben zu haben.
Ich habe als Kind viel mit Spielzeugwaffen gespielt.
Und heute bin ich Pazifist - Spielzeugwaffen machen unsere Kinder nicht automatisch zu brutalen Mördern, das sollten auch hysterische Eltern begreifen können (die sich dann aber locker flockig für den Überfall auf Afghanistan aussprechen).
Allerdings schließen Erwachsene gerne die Augen vor der Wirkung echter Waffen und zeigen sich äußerst empört, wenn man die Dinge beim Namen nennt - Stichwort "abgerissene Kinderbeinchen".
Wenn man allerdings seine eigenen Lebenslügen den Kindern als "Wahrheit" zu verkaufen versucht, dann werden sie das durchschauen - warum dürfen echte Soldaten mit echten Waffen echten Kindern die Beine wegschießen, wenn Kinder nicht einmal mit völlig harmlosen Spielzeugwaffen umgehen dürfen?
Kindermund tut Wahrheit kund!
Aber lieber schlägt man sie windelweich, um keine ungeliebte Wahrheiten hören zu müssen und sich um Erklärungen herumdrücken zu können.
Original geschrieben von Daggi
Du hälst Kinder für dumm ?
Ganz im Gegenteil, wie kommst Du darauf?
Ach - so so ...
... klar, wenn man ihnen erklärt, daß Süßigkeiten schlecht sind für die Zähne, aber selbst ständig welche in sich hineinstopft, wird die beste Erklärung nichts nützen :D
Wer von Kindern mehr verlangt, als er selbst bereit ist zu tun, wird natürlich inkonsistent.
Und diese Lebenslügen durchschauen die Kinder natürlich mit der Zeit.
Da scheint es dann wohl doch sinnvoller, mit Prügeln und Mißhandlungen die Kinder zu "Gläubigen" zu "erziehen", die nichts mehr hinterfragen, als bei sich selbst anzufangen.
Original geschrieben von Daggi
Kinder sehen genau, was Du tust, da hilft auch kein Wegerklären. Wenn ich mit den Nachbarn im Klinsch liege und mein Kind das nachmacht, kann ich ihm 10 Mal erklären, bei mir ist das was anderes ... verstehen wird das Kind das nie ...
Sorry, aber ich würde einem Kind niemals das Märchen erzählen, daß man Konflikte nicht austragen soll. Du würdest diese Lüge einem Kind gerne eingänglich machen? Dann wundert mich allerdings nichts mehr.
Natürlich soll man einem Kind nicht das blaue vom Himmel herunter lügen, um ihm eine Märchenwelt vorzugaukeln, die es in der Praxis nicht gibt. Das durchschauen sie sehr schnell und es spricht für die Intelligenz der Kinder. Erwachsene lügen sich oft selbst in die Tasche und durchschauen diese Selbstverarschung oft ein Leben lang nicht.
Wenn Du Dich mit Deinem Nachbarn nicht vernünftig einigen kannst, dann erkläre dem Kind wenigstens, warum das so ist.
Und wenn es Dir Spaß macht, mit dem Nachbarn zu streiten, warum willst Du dem Kind dann diesen Spaß verbieten?
Mir kann man heute noch nichts erklären, was ich nicht selbst erkannt habe ! (wie du ja schon selbst bemerktest :D )
Eine Erklärung soll einem helfen, selbst etwas zu erkennen.
Wenn sie klar und einleuchtend ist, dann kann ich sie nachvollziehen und habe es dann selbst erkannt - mit Hilfe einer Erklärung. Das ist auch das Prinzip von Schüler und Lehrer, der Lehrer hat etwas erkannt und versucht, diesen Prozeß der Erkenntnis auf die Schüler zu übertragen. Dabei kommt es häufig vor, daß ein Lehrer auch von den Schülern lernt.
Original geschrieben von Daggi
Das ist die neue Generation, zu der hoffentlich auch mein Sohn gehören wird.
Das liegt ganz allein an Dir!
"Ich finde es schin mal gut, dass es ALZII dämmert, es könne Kinder mit verschiedenen Erwartungen geben - aus welchen Gründen auch immer."
Meine Aussage von vorhin relativiere ich nach der von Allgemeinplätzen strotzenden Fensterrede ALZII´S.
Es gibt auch verschieden geartete Eltern, die ich nicht zusammen in einen Topf werfen möchte, um sie dann so herauszuholen, wie ich es gerade brauche. Darunter sind sicher auch die von ALZII beschriebenen Scheinheiligen.
Sie (ich halte ihr Verhalten für weiblich und bitte ggfs. umKorrektur )wird einen Grund für ihr Engagement haben - vielleicht werden wir ihn sogar einmal erfahren. Dann kann ich meine Meinung ja weiter anpassen.
So erinnert mich das an plakative Ablass - Aktionen "für den Hunger der Welt" oder "für die Kinder", die ich einfach nur lächerlich finde:
In Cuxhaven veranstalten die Kirchen so einen Hungermarsch und hier in Otterndorf findet unter Mitwirkung des Kinderschutzbundes am Weltkindertag der Küstenmarathon "für die Interessen der Kinder " statt.
JohKo
Original geschrieben von Alzii
Dann vergewaltigen als Kind vergewaltigte Frauen also zwanghaft ihre Söhne - ist es so?
Und mißhandelte Väter mißhandel zwangsläufig ihre Kinder ...
nein, daraus wird kein Schuh.
Wenn es so offensichtlich laufen würde. Es gibt da ein Mädel. Sie ist als Kind von ihrem Bruder sexuell mißhandelt worden. Heute ist sie selbst Mutter eines kleinen, süßen Mädchens.
Als das Mädchen alt genug war, hat sie wieder Kontakt zu ihrem Bruder aufgenommen und ihm das Mädchen zeitweise in Obhut gegeben !
Ich habe damals, als man mir davon erzählt hat gesagt; das ist krank ! Ist es wohl, oder ?
Oder ist es der hilflose Versuch, aufmerksam zu machen ?
Ich weiß es nicht ... Ich verstehe es nicht. Ich liebe meinen Sohn und versuche ihn zu schützen, so gut es geht und ihm zu ersparen, was ich erlebt habe. Aber wenn ich meine ehrlichen Momente habe, sehe ich ganz klar, dass mir das in der ein oder anderen Weise überhaupt garnicht gelungen ist ... Wir geben immer ein Stück Schicksal an unsere Kinder weiter, ob wir das wollen oder nicht ...
Es gibt Väter die selbst mißhandelt wurden und ihren Kinder (vielleicht gerade deshalb) gegenüber sehr liebevolle und gewaltlose Väter sind.
Ja - die gibt es und ich hoffe, dass das der Großteil ist ... es gibt nicht den großen Topf - so wie Johko das ja auch schon schrieb. Es gibt solche und solche ... aber Tatsache ist ja nunmal, dass Du und ich von anderen Eltern großgezogen worden sind. Sie haben einfach übernommen, bzw. das ganze ins Gegenteil verkehrt, was auch nicht besser ist ... Meine Mutter fängt heute an, die Dinge zu überdenken, aber dazu mußte ich drastische Mittel anwenden. Erpressung, Schreien usw. ...
Dann sieh Dich doch um im Forum, und mach die Augen auf, wie viele als Kinder gequält wurden.
Und dann frage uns, wer es zuläßt, daß er auch noch als Erwachsener gequält wird.
Ich jedenfalls nicht!
Nein *lach* - das ist einer der Vorteile, die man dann hat. Man erkennt Machtspielchen schneller und auch die Hintergründe ... und man hat gelernt damit umzugehen. Man hat seine Grenzen gefunden, man kennt seine Bedürfnisse und man weiß, was sich gut und was sich schlecht anfühlt. Wo man bleiben und wo man gehen muß ...
Es werden noch heute sehr viele Kinder gequält, mit den abstrusesten Begründungen.
Ich kann das einfach nicht begreifen, hier treffe ich auf Ansichten, wie sie dem tiefsten Mittelalter und der kathoplischen Inquisition gut zu Gesicht gestanden hätten.
Noch immer werden Kinder nicht respektiert und noch immer werden Kinder ungestraft mißhandelt.
Dabei werden völlig haltlose "Begründungen" konstruiert, allein zu dem Zweck, das eigene Fehlverhalten zu legitimieren.
Und niemand hält es für nötig, die Kinder vor der Elternwillkür zu schützen.
Ja - da geb ich Dir Recht.
Aber für mich fängt Kindesmißhandlung auch schon viel früher an. Das Kind, das nur vor dem Fernseher sitzt, in seinem Zimmer, dass es nur verläßt um was zu essen, zu trinken oder auf den Klo zu gehen. Dann kommt die Oma und holt es da raus. Unternimmt jede Menge mit dem Kind. Jeden Tag was anderes. Es bekommt gekauft, alles was das Herz begehrt. Doch dann bekommt Oma Lust auf einen neuen Hund und verliert das Interesse an dem Kind. Also wieder ab zur Mama - ins Kinderzimmer vor den Fernseher ... ... und da bin ich ... ich sehe das, ich weiß das ... was soll ich tun ?
Das Baby, das rausgeschoben wird, im Kinderwagen und dann 2 Stunden schreit, ohne das wer kommt ... Was soll ich tun ?
Niemand würde sagen, dass das Kindermißhandlung ist. Das Kind hat ja alles, was es braucht ...
Hier ist nichts "hü und hott"!
Kinder begreifen Erklärungen sehr gut, weil sie Menschen sind mit einem gut ausgeprägten Begreifen, immerhin lernen sie in diesem Alter auch Sprachen sehr leicht.
Ihr Verstand muß die Kategorien erkennen, nach welchen die Sprache die Begriffe einteilt.
Kinder begreifen, wenn man ihnen etwas erklärt, das Einpauken hat keinen pädagogischen Wert, Erklärungen sind gefragt.
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, das sind genau die Kinder, die das eigene Denken irgendwann einstellen. Der Erwachsene weiß alles, ich bin dumm ... Kinder erkennen Zusammenhänge ganz von alleine. Je mehr ich erkläre, desto aggressiver wird mein Sohn.
Ich erkläre meine Stimmungen ... wenn ich nicht gut drauf bin oder meine Tage habe ... ich beantworte seine Fragen, wenn ich kann ... aber ich drücke ihm nicht mein Weltbild auf´s Auge ... er soll sich sein eigenes Bild machen. Er ist jetzt 5 1/2 und sieht Dinge, die mich immer wieder in Staunen setzen ...
Ein Freund von ihm spielt immer nur mit ihm, wenn der andere nicht da ist. Kommt der andere Freund dazu, wird mein Sohn gehänselt. Es ist mir schwer gefallen, nichts zu tun. Dann kam mein Sohn nach Hause und hat gesagt: Weißt Du Mama, ich glaube, der will nur vor seinem Freund nicht zugeben, dass er gerne mit mir spielt, weil ich kleiner bin und er sich schämt.
Als ich mal einen seiner KiGa-Kameraden kritisiert habe, hat er gesagt: Mama, der ist Waage, die sind nunmal so...
Wer erklärt da wem die Welt, hm ?
Ich halte Deine Einstellung für Erwachsenen-Arroganz ! Und die hat mich schon immer genervt, da kann ich mich noch gut dran erinnern ... !
................................................ es folgt Teil 2 .............
Welcher Größenwahn bringt eigentlich jemanden dazu, Kindern das Begreifen abzusprechen?
Ich habe als Kind genau so gut oder schlecht begriffen, wie ich es heute tue.
Als Kind waren mir Erklärungen lieber und als Erwachsener sind mir Erklärungen immer noch lieber.
Aber vielleicht gibt es ja Erwachsene, denen es lieber ist, irgendwelche "Anordnungen" in blindem Eifer zu befolgen, ohne selbst auch nur auf die Idee zu kommen, nachzudenken.
"Geh in den Krieg, töte Menschen" und sie gehen in den Krieg und werden zu Mördern.
Diese Menschen gibt es ... der Hauptteil der Menschheit besteht daraus. Ich bekomme immer wieder zu hören, wie weit mein Sohn schon ist und wie intelligent usw., aber mal hinschauen, warum das so ist und was bei uns anders läuft, tut keiner ... !
Im Gegenteil, immer wieder wird mir durch die Blume suggeriert, dass ich nicht genug "Mutter" bin ... :)
Und das berechtigt zu unhinterfragbaren Befehlen und zur Kindesmißhandlung - ich glaub das einfach nicht, im Zeitalter der Raumfahrt solche Ansichten lesen zu müssen.
Sag, wo hast Du das gelesen ? Nichts berechtigt irgendwen irgendjemand zu quälen. Aber was machen wir mit den ganzen Menschen. Alle an die Wand stellen ? Alle Eltern, die je ihr Kind mißhandelt haben, kastrieren ?
Es gibt Menschen, die sind einfach grausam, warum auch immer ... aber ich möchte nicht Richter spielen ... ich bin selbst nicht ohne Schuld ...
Und was machen die Kinder, die selbst mißhandelt worden sind. Wohin gehen sie mit ihrem Schmerz, mit ihren Verletzungen. Und wenn sie dann doch den Fehler machen, so wie die o.b. Mutter und ihr Kind selbst wieder Qualen aussetzen, aburteilen? Wegsperren?
Oder haben wir nicht doch irgendwo ein gemeinsames Schicksal, dass uns ermöglicht gegenseitig voneinander zu lernen, es besser zu machen, Verletzungen auszuheilen, in die Liebe zu finden?
Wenn man - wie mein Vater - als Kind nie Liebe erfahren hat, wie sie denn dann an das eigene Kind weitergeben. Es macht nicht plopp - und hoppla, da ist sie ... es ist eine Chance, eine Chance zu lernen und wo gehobelt wird, da fallen Späne. Leider hat er die Chance nicht ergriffen ...
Dafür tue ich das heute. Aber auch ich habe Fehler gemacht und mache Fehler. Aber ich lerne an und durch meinen Sohn und auch durch Dich jetzt, z.B. ...
Ich kann immer nur für mich sprechen. Ich kann Deine Verletzungen nur ahnen ... es ist eine andere Situation, aber eins bleibt sich gleich ... Du kannst es nicht mehr ändern !
Die Kinder haben meine Erklärung sehr wohl verstanden (sie bezog sich auf echte Waffen) und umgesetzt.
Natürlich haben sie später weiter gespielt - und das ist auch gut so, mir wäre es nicht recht gewesen, ihnen ihr Spiel verdorben zu haben.
Ich habe als Kind viel mit Spielzeugwaffen gespielt.
Und heute bin ich Pazifist - Spielzeugwaffen machen unsere Kinder nicht automatisch zu brutalen Mördern, das sollten auch hysterische Eltern begreifen können (die sich dann aber locker flockig für den Überfall auf Afghanistan aussprechen).
Gut - mein Sohn ist Hauptkommissar. Er ist so zur Welt gekommen, frag mich ... Ich bin absoluter Pazifist ... Doch irgendwann habe ich eingesehen, dass ein Hauptkommissar ohne Waffe wie ein Becher ohne Henkel ist. Also habe ich ihm welche gekauft. Als er dann anfing wie wild auf alles zu ballern, was sich bewegt, habe ich das selbe versucht wie Du und er hat mich angesehen, als wäre ich nicht ganz dicht und hat gesagt: Aber mama ... die sind doch nicht echt ... !
Und schon hatte ich wieder was gelernt ... !!!
Allerdings schließen Erwachsene gerne die Augen vor der Wirkung echter Waffen und zeigen sich äußerst empört, wenn man die Dinge beim Namen nennt - Stichwort "abgerissene Kinderbeinchen".
Wenn man allerdings seine eigenen Lebenslügen den Kindern als "Wahrheit" zu verkaufen versucht, dann werden sie das durchschauen - warum dürfen echte Soldaten mit echten Waffen echten Kindern die Beine wegschießen, wenn Kinder nicht einmal mit völlig harmlosen Spielzeugwaffen umgehen dürfen?
Siehst Du - und das braucht man denen genauso wenig wie mir zu erklären ... :D
Kindermund tut Wahrheit kund!
Aber lieber schlägt man sie windelweich, um keine ungeliebte Wahrheiten hören zu müssen und sich um Erklärungen herumdrücken zu können.
So oder anders ...
Als Frau kann ich Dir nur sagen, dass die meisten heute noch durch verbale Gewalt mundtot gemacht werden ... da regt sich kein Mensch drüber auf ...
Ganz im Gegenteil, wie kommst Du darauf?
Ach - so so ...
... klar, wenn man ihnen erklärt, daß Süßigkeiten schlecht sind für die Zähne, aber selbst ständig welche in sich hineinstopft, wird die beste Erklärung nichts nützen :D
:D
Wer von Kindern mehr verlangt, als er selbst bereit ist zu tun, wird natürlich inkonsistent. Und diese Lebenslügen durchschauen die Kinder natürlich mit der Zeit. Da scheint es dann wohl doch sinnvoller, mit Prügeln und Mißhandlungen die Kinder zu "Gläubigen" zu "erziehen", die nichts mehr hinterfragen, als bei sich selbst anzufangen.
So ist das ... aber häng Dich nicht immer so an der Prügel auf ... die meisten seelischen Krüppel, die heute rumlaufen, haben nie auch nur einen Schlag abbekommen ...
Sorry, aber ich würde einem Kind niemals das Märchen erzählen, daß man Konflikte nicht austragen soll. Du würdest diese Lüge einem Kind gerne eingänglich machen? Dann wundert mich allerdings nichts mehr.
Natürlich soll man einem Kind nicht das blaue vom Himmel herunter lügen, um ihm eine Märchenwelt vorzugaukeln, die es in der Praxis nicht gibt. Das durchschauen sie sehr schnell und es spricht für die Intelligenz der Kinder. Erwachsene lügen sich oft selbst in die Tasche und durchschauen diese Selbstverarschung oft ein Leben lang nicht.
Wenn Du Dich mit Deinem Nachbarn nicht vernünftig einigen kannst, dann erkläre dem Kind wenigstens, warum das so ist. Und wenn es Dir Spaß macht, mit dem Nachbarn zu streiten, warum willst Du dem Kind dann diesen Spaß verbieten?
Ganz einfach, weil mein Sohn sowieso schon ein ziemlich übersteigertes Ego besitzt (wo er das bloss her hat ?) ... Er rennt hier draußen rum und fragt alle aus und sagt jedem, wo und wie er hier parken darf, bzw. nicht ...
Aber Du hast Recht... ich habe mich schon zurückgenommen und bin der Meinung, er holt sich seine Abfuhren schon selber - genau wie ich ... ;) ...
Eine Erklärung soll einem helfen, selbst etwas zu erkennen.
Wenn sie klar und einleuchtend ist, dann kann ich sie nachvollziehen und habe es dann selbst erkannt - mit Hilfe einer Erklärung. Das ist auch das Prinzip von Schüler und Lehrer, der Lehrer hat etwas erkannt und versucht, diesen Prozeß der Erkenntnis auf die Schüler zu übertragen. Dabei kommt es häufig vor, daß ein Lehrer auch von den Schülern lernt.
Ja - :D ... das kommt vor - aber wohl nicht allzu häufig ... Wir sind uns viel zu ähnlich, als das Du mit dem Finger auf mich zeigen dürftest ... Ich habe immer wieder Probleme mit meinen Vorgesetzen, sie sagen, ich habe keinen Respekt vor Autoritätspersonen. Nur weil ich nicht kritiklos alles übernehme, was man mir vorsetzt und weil ich mich auch nicht mit Erklärungen zufrieden gebe, die ich nicht nachvollziehen kann, egal wie einleuchtend sie auch sein mögen ... Im Gegenteil, je einleuchtender, desto heller leuchtet die Warnlampe ... :D[/QUOTE]
original von Alzii
Dann sieh Dich doch um im Forum, und mach die Augen auf, wie viele als Kinder gequält wurden.
Und dann frage uns, wer es zuläßt, daß er auch noch als Erwachsener gequält wird.
Ich jedenfalls nicht!
original von Daggi
Nein *lach* - das ist einer der Vorteile, die man dann hat. Man erkennt Machtspielchen schneller und auch die Hintergründe ... und man hat gelernt damit umzugehen. Man hat seine Grenzen gefunden, man kennt seine Bedürfnisse und man weiß, was sich gut und was sich schlecht anfühlt. Wo man bleiben und wo man gehen muß ...
Kinder können sich nicht gegen Mißhandlung wehren, selbst wenn sie wollten, daher sind sie bei ihrem Schutz auf die Gemeinschaft angewiesen - und die Gemeinschaft läßt sie im Stich und schließt die Augen.
Erwachsene können sich jederzeit wehren.
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, das sind genau die Kinder, die das eigene Denken irgendwann einstellen. Der Erwachsene weiß alles, ich bin dumm ... Kinder erkennen Zusammenhänge ganz von alleine. Je mehr ich erkläre, desto aggressiver wird mein Sohn.
Dann läuft wohl etwas falsch.
Kinder lernen gerne und Kinder fragen gerne (fragen "Löcher" in den Bauch).
Sie nehmen Erklärungen gerne an, das sind meine Erfahrungen als Nachhilfelehrer und als Betreuer von Kindern im Bekanntenkreis.
Ich halte Deine Einstellung für Erwachsenen-Arroganz ! Und die hat mich schon immer genervt, da kann ich mich noch gut dran erinnern ... !
Dann nenne bitte Roß und Reiter - welche meiner Aussagen wirken auf Dich arrogant?
Nichts berechtigt irgendwen irgendjemand zu quälen.
Dann ist es ja gut ...
Und warum verhindern wir dann die Mißhandlungen nicht?
Aber was machen wir mit den ganzen Menschen. Alle an die Wand stellen ? Alle Eltern, die je ihr Kind mißhandelt haben, kastrieren ?
Warum diese Übertreibungen?
Ist das alles, was Dir dazu einfällt - Kastration und an die Wand stellen?
Mein Vorschlag: Beginn der Verjährungsfrist bei Kindesmißhandlung erst ab dem vollendeten 21. Lebensjahr des Opfers.
Sofortiger Entzug aller Kinder bei einer nachgewiesenen Mißhandlung.
Rigoroses Durchgreifen seitens der Justiz bei Kindesmißhandlung.
Kindesmißhandlung ist nicht nur Körperverletzung, sondern sie erfüllt die Kriterien einer Folter.
Kinderquäler sollten wie Folterknechte behandelt werden, denn Folterknechte sind sie und sie fügen ihren wehrlosen Opfern bleibende Schäden zu.
Es gibt Menschen, die sind einfach grausam, warum auch immer ... aber ich möchte nicht Richter spielen ... ich bin selbst nicht ohne Schuld ...
Es ehrt Dich daß Du Deine Fehler offen zugibst.
Aber warum suchst Du nicht professionelle Hilfe, anstatt Deinen Sohn zu schlagen?
Kinderquäler dürfen nicht straffrei davonkommen.
Es ist nötig, diese Menschen zu bestrafen - vielleicht hält das manche vor der Mißhandlung ab.
Immerhin schützt das Gesetz Erwachsene ziemlich gut vor körperliche Übergriffen.
Ein einziges Mal ist es mir passiert, daß ein stadtbekannter Schläger mit mir körperlichen Händel anfangen wollte.
Ich fragte ihn einfach nach seinem Namen, mit der Begründung, daß es so leichter wäre, ihn anzuzeigen - ich würde mich auch nicht wehren.
Er hat zwar noch länger gebrummelt, aber zum Zuschlagen fehlte ihm der Mut.
Genau so gilt es, den feigen Kinderquälern durch das Gesetz den "Schneid" (wie mutig - Kinder schlagen) abzukaufen.
Und wenn sie dann doch den Fehler machen, so wie die o.b. Mutter und ihr Kind selbst wieder Qualen aussetzen, aburteilen?
Wenn ihr Bruder das Kind nachweislich mißhandelt oder sexuell mißbraucht hat, dann geht er in den Knast - ganz einfach (die Knastis freuen sich auf Kinderschänder ...).
Ich kann Deine Verletzungen nur ahnen ... es ist eine andere Situation, aber eins bleibt sich gleich ... Du kannst es nicht mehr ändern !
Habe ich das jemals behauptet?
Und leider kann ich unter der gegenwärtigen gesetzlichen Praxis auch nichts gegen Kindesmißhandlungen tun.
Aber ich kann versuchen, daß die Gesetze dahingehend korrigiert werden, daß Kinderquälern die Kinder sofort entzogen werden und daß sie ihre Strafe bekommen.
Als Frau kann ich Dir nur sagen, dass die meisten heute noch durch verbale Gewalt mundtot gemacht werden ... da regt sich kein Mensch drüber auf ...
Gegen leeres Gelabere hilft häufig, wenn man den Raum verläßt oder sich die Ohren zuhält.
So ist das ... aber häng Dich nicht immer so an der Prügel auf ... die meisten seelischen Krüppel, die heute rumlaufen, haben nie auch nur einen Schlag abbekommen ...
Natürlich kann Lieblosigkeit auch zu Schäden führen, aber körperliche Mißhandlung ist nun einmal leichter nachzuweisen und abzustrafen, als Lieblosigkeit.
Wir sind uns viel zu ähnlich, als das Du mit dem Finger auf mich zeigen dürftest ...
Ich schlage Kinder nicht und ich nehme Kinder ernst.
Original geschrieben von johko
"Ich finde es schin mal gut, dass es ALZII dämmert, es könne Kinder mit verschiedenen Erwartungen geben - aus welchen Gründen auch immer."
Meine Aussage von vorhin relativiere ich nach der von Allgemeinplätzen strotzenden Fensterrede ALZII´S.
Es gibt auch verschieden geartete Eltern, die ich nicht zusammen in einen Topf werfen möchte, um sie dann so herauszuholen, wie ich es gerade brauche. Darunter sind sicher auch die von ALZII beschriebenen Scheinheiligen.
Sie (ich halte ihr Verhalten für weiblich und bitte ggfs. umKorrektur )wird einen Grund für ihr Engagement haben - vielleicht werden wir ihn sogar einmal erfahren. Dann kann ich meine Meinung ja weiter anpassen.
So erinnert mich das an plakative Ablass - Aktionen "für den Hunger der Welt" oder "für die Kinder", die ich einfach nur lächerlich finde:
In Cuxhaven veranstalten die Kirchen so einen Hungermarsch und hier in Otterndorf findet unter Mitwirkung des Kinderschutzbundes am Weltkindertag der Küstenmarathon "für die Interessen der Kinder " statt.
Sollten Dir irgendwann einmal Sachargumente einfallen, anstatt haltloser Verunglimpfungen, sag einfach Bescheid. ;)
Das ist soo nur verallgemeinernde Krawallmache! Schade um das Problem, aber dazu habe ich ja mich in meinem letzten Posting bereits geäussert und provozieren lasse ich mich davon nicht.
*Ignoriertastedrück*
*achselzuck*
Johko:mad:
Original geschrieben von johko
Das ist soo nur verallgemeinernde Krawallmache! Schade um das Problem, aber dazu habe ich ja mich in meinem letzten Posting bereits geäussert und provozieren lasse ich mich davon nicht.
*Ignoriertastedrück*
*achselzuck*
Johko:mad:
Das sieht jetzt nach versuchter Verunglimpfung Teil II aus.
@alzii
Es gibt so viele verschiedene Wege, Menschen zu prügeln ... wie Sandkörner am Strand !
Es tut mir so leid, was Dir geschehen ist ... ich kann verstehen, dass man dann nur noch den Wunsch hat, andere so zu verletzen wie man selbst verletzt wurde ...
Überall sind es die Menschen, die einem vertrauen und die man liebt !
Ich habe in meinem ersten Schreck gestern abend, meinem Sohn, der bei mir auf dem Schoß saß, davon erzählt, was Du geschrieben hast ... Er wußte nicht, was das ist. Ich habe es ihm erklärt und er ist hier rumgerannt und hat freudestrahlend gesungen: Ich bin mißhandelt ...
Wenn er das heute an den richtigen Stellen tut, hast Du was Du wolltest !
Seit ich denken kann, bin ich mit diesem Perfektionismus groß geworden. Keine Fehler darf man machen. Den Spruch: Man kann verzeihen, aber nicht vergessen, haben ich mit der Muttermilch eingeflößt bekommen.
Aber was rede ich ... Du kannst es nicht verstehen ... ich verstehe das !
Original geschrieben von Daggi
Es tut mir so leid, was Dir geschehen ist ...
Das braucht Dir nicht leid zu tun, so hat eben jeder sein Päckchen zu tragen ...
... ich kann verstehen, dass man dann nur noch den Wunsch hat, andere so zu verletzen wie man selbst verletzt wurde ...
Glaubst Du, daß ich andere verletzen will?
Ich schreibe das nicht, um zu verletzen, sondern ich schreibe, um die Menschen aufzurütteln, damit sie das Problem erkennen und nicht gleichgültig bleiben.
Ich habe in meinem ersten Schreck gestern abend, meinem Sohn, der bei mir auf dem Schoß saß, davon erzählt, was Du geschrieben hast ... Er wußte nicht, was das ist. Ich habe es ihm erklärt und er ist hier rumgerannt und hat freudestrahlend gesungen: Ich bin mißhandelt ...
Kannst Du das Problem in den Griff bekommen?
Psychologen unterliegen der Schweigepflicht
Wenn er das heute an den richtigen Stellen tut, hast Du was Du wolltest !
Das wird er nicht tun.
Aber es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn Du Dir professionelle Hilfe suchst. Ich denke, daß man einen anderen, gewaltfreien Umgang mit Kindern lernen kann.
Seit ich denken kann, bin ich mit diesem Perfektionismus groß geworden. Keine Fehler darf man machen. Den Spruch: Man kann verzeihen, aber nicht vergessen, haben ich mit der Muttermilch eingeflößt bekommen.
Aber was rede ich ... Du kannst es nicht verstehen ... ich verstehe das !
Vielleicht kannst Du ja etwas ändern. :)
@daggi: Ich finde, dass der Thread ziemlich vom eigentlichen Thema in Richtung Kindesmisshandlung abgedriftet ist - dazu gibt es andere Threads. Es geht mir (siehe Eingangsbeitrag) darum, dass der Poster über seine eigene (Kind-) Einstellung und Erfahrung zum 4. Gebot reflektiert.
Noch einmal meine These:
Es kann in manchen Fällen für einen besser sein, seine Eltern aus seinem Leben komplett, ohne Groll und Regreßansprüche zu streichen. Dass es relativ gut geht, habe ich erfahren, wenngleich erst ihr Tod mir die letzten 10 Prozent Freiheit gebracht hat. Zuvor hatte ich Grauen vor den Bestattungformalitäten usw. - aber das ging dann doch alles ohne mich vonstatten.
Gruss JohKo
Hi Johko ...
Es kann in manchen Fällen für einen besser sein, seine Eltern aus seinem Leben komplett, ohne Groll und Regreßansprüche zu streichen. Dass es relativ gut geht, habe ich erfahren, wenngleich erst ihr Tod mir die letzten 10 Prozent Freiheit gebracht hat. Zuvor hatte ich Grauen vor den Bestattungformalitäten usw. - aber das ging dann doch alles ohne mich vonstatten.
Ich kann das gut vergleichen. Mit meinem Vater hatte ich noch einmal kurz Kontakt, als seine Mutter starb, zu der er keinen Kontakt mehr hatte bis mein Sohn geboren wurde ...
Die alten Verletzungen brachen wieder auf. Ich sah, wie er wieder in alte Verhaltensweisen zurückfiel und habe den Kontakt dann mehr oder weniger abgebrochen. Er hat ein neues Leben, eine neue Familie ... ich bin Vergangenheit und höre da nicht mehr hin ... Ich bin in Frieden gegangen und es ist gut so. Sollte er mich noch einmal sehen wollen, wenn er stirbt, ist das okay ...
Mit meiner Mutter habe ich immer noch Kontakt, wenn auch nur oberflächlich und meinem Sohn zu Liebe. Er hängt sehr an seiner Oma und ich versuche neutral zu bleiben. Allerdings läßt das jetzt langsam nach, denn er hat jetzt andere Interessen ... und ich sehe die Probleme schon kommen. Es ist schwierig - da wir zusammen arbeiten und ich es schon unerträglich finde, weil sie einfach nicht loslassen kann. Auch die Kollegen leiden darunter, weil immer eine gewisse Spannung herrscht. Ich habe mir oft gewünscht, ich könnte sie auch so hinter mir lassen wie meinen Vater. Denn so verletzen wir uns ständig aufs neue ... und nichts kann heilen ...
Distanz ist wichtig, um abschließen zu können. Das ist das, was mir die Vergangenheit gezeigt hat.
lg daggi
Original geschrieben von Daggi
Mit meiner Mutter habe ich immer noch Kontakt, wenn auch nur oberflächlich und meinem Sohn zu Liebe. Er hängt sehr an seiner Oma und ich versuche neutral zu bleiben. Allerdings läßt das jetzt langsam nach, denn er hat jetzt andere Interessen ... und ich sehe die Probleme schon kommen. Es ist schwierig - da wir zusammen arbeiten und ich es schon unerträglich finde, weil sie einfach nicht loslassen kann.
Wie hältst Du das nur aus? :confused: :(
Verstehe ich das richtig? Du arbeitest mit deiner Mutter zusammen? Da hätten ja wohl beide ein Ablösungsproblem.
Ich hatte ja mit Antritt meines Berufes immer mindestens 250 km Abstand. Als Student waren es nur 150, aber da war ich in den letzten jahren auch nur alle 6 Wochen zu Hause.
Johko
Ja - das stimmt ...
Es gab da noch was zu klären, aber das ist jetzt erledigt ...
Aber ich denke ehrlich gesagt nicht, dass es so sehr auf die räumliche Distanz ankommt.
Ich habe sehr viel innere Distanz zu ihr aufgebaut ...
lg daggi
*augenbrauenhochzieh*
Duu musst es wissen!
Viel Kraft wünsche ich dir dafür!
Ich finde, dass du deinem Sohn auch eine grosse Last aufbürdest, wenn du "wegen ihm" bei seiner Oma ausgehalten hast.
Mich hätte es endgültig zerbrochen.
Meine Unabhängigkeit war mir schon als Student das wichtigste Ziel.
johko
Jan Amos 04.09.2003, 10:25 „Das manipulierte 4. Gebot“
Zitat Gysi aus dem Thema: „Überwachungsstaat“ vom 02.08.2003:
>>>“Es ist an allen öffentlichen Schulen verboten, das Elterngehorsamsgebot, das sich der Moses in einer frustigen Stunde aus den Finger saugte, zu lehren!“ „(Hach das wäre doch schön...)“
Hallo Gysi!
Ich glaube nicht, dass sich Moses dieses Gebot aus den Finger saugte. Eher halte ich es für möglich, dass er es bereits aus Ägypten mitgebracht hat.
Dort war es sicher ein Teil des Begriffes von Maat/maati und er hat es nur neu formuliert.
Allerdings, ob die uns gelehrte Version: „Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden“ die ursprüngliche ist, möchte ich bezweifeln, denn wie so vieles wurde von den Kirchenlehrern auch diese Aussage in ihrem Sinne manipuliert.
Heißt es doch in einem apogryphen Evangelium ganz anders, nämlich: „Du sollst den Vater im Himmel ehren, das geistige Prinzip und die Mutter Erde, von der du genommen bist, (also das stoffliche Prinzip), und wenn du mit beidem in Einklang lebst, wirst du ein langes und gesundes Leben auf Erden haben.“
Um die Menschen im Sinne der Religionsführer gefügig zu machen, wurde ihnen die uns gelehrte Version übermittelt und damit gleichzeitig erreicht, dass auch jeder Obrigkeit bedingungsloser Gehorsam geschuldet wurde. Das imaginäre Elternpaar, nämlich „Vater Staat und Mutter Kirche“, waren somit installiert und fester Bestandteil des 4. Gebotes.
Hier liegt m.E. „Die (Zerstörungskraft), ich möchte es lieber die „Manipulation“ des 4. Gebotes“ nennen, begründet.
Wie sagte doch der Fürst in früheren Zeiten zum Bischof: „Halte du das Volk dumm, ich halte es kurz!“
MfG
J. A.
Original geschrieben von johko
*augenbrauenhochzieh*
Duu musst es wissen!
Viel Kraft wünsche ich dir dafür!
Ich finde, dass du deinem Sohn auch eine grosse Last aufbürdest, wenn du "wegen ihm" bei seiner Oma ausgehalten hast.
Mich hätte es endgültig zerbrochen.
Meine Unabhängigkeit war mir schon als Student das wichtigste Ziel.
johko
Nein Johko ...
das hast Du falsch verstanden. Wir haben eben keine Familie ... nur meine Mutter und ich sind übrig ...
Meine Mutter hat mich sehr unterstützt und sie liebt ihren Enkel über alles. Sie spielt stundenlang mit ihm. Sie singen zusammen, kuscheln, er erzählt ihr wesentlich mehr als mir z.B. .... Bei ihr darf er Fernsehen und ich vermute mal, dass es so gut wie nichts gibt, dass er dort nicht haben kann oder darf. Er hängt sehr an seiner Oma und wenn sie sich mal ein paar Tage nicht sehen, dann ruft er doch immer an und wünscht ihr wenigstens eine gute Nacht.
Egal, was zwischen mir und meiner Mutter stattfindet .... mir gehen die Bedürfnisse meines Sohnes vor und deshalb halte ich mich da raus, fern ... Wir sehen uns meist nur auf der Arbeit und unser Job ist zu stressig, dass wir noch viel Zeit hätten uns zu unterhalten ... . Durch meine innere Distanz ist es auch für mich die meiste Zeit möglich, sie wie eine Kollegin zu behandeln, was ihr allerdings nicht immer gefällt :D
Zuhause sehen wir uns nur am Fenster, wenn ich meinen Sohn abhole. Wir haben uns so arrangiert und von aushalten kann nicht die Rede sein...
Ich habe es schon einmal irgendwo geschrieben. Ich bin nur erreichbar, wenn es mir nicht gut geht. Früher war es so, dass ich mit allem zu ihr gegangen bin und nicht verstanden habe, wie weh ich mir damit selber tue, weil sie für meine Schwächen nie Verständnis hatte ... heute habe ich meine Freunde oder ich mache meine Probleme mit mir selbst aus, denn im Endeffekt kann man sich doch nur immer selbst helfen ...
Ich opfere mich nicht für mein Kind.... Meine Devise ist immer: Wenn es mir gut geht, geht es auch den Menschen in meiner Nähe gut ... und ich versuche so gut ich kann, immer zu sehen, dass ich bekomme, was ich brauche. Es gelingt mir nicht immer, aber es wird immer besser ... :)
Es braucht halt seine Zeit, bis man sich selbst kennt ...
lg Dir
daggi
Original geschrieben von Jan Amos
„Das manipulierte 4. Gebot“
Allerdings, ob die uns gelehrte Version: „Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden“ die ursprüngliche ist, möchte ich bezweifeln, denn wie so vieles wurde von den Kirchenlehrern auch diese Aussage in ihrem Sinne manipuliert.
Heißt es doch in einem apogryphen Evangelium ganz anders, nämlich: „Du sollst den Vater im Himmel ehren, das geistige Prinzip und die Mutter Erde, von der du genommen bist, (also das stoffliche Prinzip), und wenn du mit beidem in Einklang lebst, wirst du ein langes und gesundes Leben auf Erden haben.“
Ja - es heißt ja auch ... erst wenn man die eigenen Eltern überwunden hat, findet man zu den wahren Eltern ... und zu sich selbst ...
Ich habe immer nur denjenigen Ehre/Respekt zukommen lassen, für die ich Ehre/Respekt empfunden habe ...
Jeder Mensch, der blind seinen Eltern und auch anderen Autoritätspersonen seinen Respekt erweist, ist sehr gut lenkbar und so praktisch für jeden Machthabenden ... und sehr bequem ...
lg daggi
@daggi:
Jau!
*hosemitderbeisszangeanzieh*:)
:D :D :D
Damit wäre aber die Hose unbequem ... ;)
glg Dir
d.
PS: Kannst Du mir eigentlich mal Deine Signatur übersetzen ? :)
@daggi: So in etwa:
Ein reger Geist im Einsatz gegen ein körperbestimmtes Leben.
Oder
Auf den Inhalt kommt es an, nicht auf die Ansicht!
JohKo
Verstanden ... :)
lg daggi
Guardian 16.11.2003, 22:29 stell Dir mal vor was in den Köpfen von Deinen Eltern abgehen muß. Versuch doch drüber zu stehen . Die können einem nur leid tun. Wünsch Ihnen einfach, daß sie sich noch ändern. Du hasts ja immerhin überlebt. Die seelischen Wunden kannst Du nur heilen, wenn Du nicht versuchst alles ungeschehen zu machen (was auch immer...)Wenn Du alles löschst, bleibt immer eine dunkle Wolke übrig, die Dich ewig begleitet...Von einem weit entfernten Standpunkt solche Dinge zu betrachten, kann helfen die Objektivität wiederzuerlangen und sich nicht nur als Opfer zu fühlen und auf ewig verletzt......Aber das braucht alles viel Zeit und Arbeit.
Gruß
Guardian:cool:
hola guardian ...
wenn du mich meinst, das thema ist überholt ...
ich befinde mich gerade wieder auf dem weg zurück in den trauten schoss der familie ... :D
aber du hast recht, mit einem gewissen abstand, wenn man selbst nicht mehr so emotional integriert ist, sieht man die dinge in einem anderen licht und man kann nachvollziehen, was wie und warum geschehen ist ...
ich wage gerade einen neuanfang ... mal sehen, was daraus wird ... jedenfalls ist es schön zu sehen, wie man sich weiterentwickelt und bestimmte verhaltensmuster abgelegt hat und sich somit völlig neue perspektiven auftun ...
lg an dich
mara
Original geschrieben von Guardian
stell Dir mal vor was in den Köpfen von Deinen Eltern abgehen muß."Die armen Alten"... Das ist genau das, was das Christentum aus dem AT in die Neuzeit transportiert hat: Alle Gefühle für die Eltern, alle Macht den Eltern, die Mutter ist durch die katholische Kirche sogar HEILIG gemacht!, kein Verständnis für die Kinder, keine Gefühle, sie haben zu parieren.
Es gibt Eltern, die zur Kindererziehung aus verschiedenen Gründen völlig unfähig sind. Und wenn die Kinder groß geworden in der Lage sind, über die Schäden und die Erlebnisse zu reden - dann werden sie betrachtet, als ob sie vom Teufel sind. DAS ist ein böses Erbe des 4. Gebotes! Vergiss nicht, dass die Gebote zu einer Zeit entstanden sind, als die Menschen in Bezug auf Kindererziehung von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten!
"Die armen Alten"... - UNMENSCHLICH, dieser Satz! Wir können mittlerweile für Tierrechte streiten. Weil wir entdeckten, dass auch Tiere Gefühle haben. Entdecken wir erst mal die Kinderrechte... Es wird wirklich Zeit, dass wir uns auf einen gesunden Kulturboden stellen. Das 4. Gebot zählt nicht zu einem guten Kulturboden dazu.
Gysi
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