Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zusammenbruch des Finanzsystems
Thorsten 28.09.2008, 06:46 In USA: plötzlich soll der Staat 700 Milliarden reinschieben, weil die Geldgewinnung durch Aktienan- und Verkauf kurzfristig nicht reibungslos arbeitet. Dabei wurden vorher schon Tausende Aktiennehmer um ihre Altersvorsorge geprellt.
In Deutschland wäre es noch verständlich, daß der Staat für die Renten der "kleinen Leute" einspringt - mit Verweis auf "Riester" und "Rürup", wer da nicht bei war, hat Pech gehabt. Daß der Staat auch Gebühren verlangt, die eine Riester-Rendite per annum übersteigen, sei hier diskret verschwiegen und den Rechenkünsten der Annehmer staatlichen Angebots überlassen.
In beiden Fällen sprechen wir nicht von erwirtschaftetem Gut, sondern von imaginärem Geld -
- aber wie soll ich jetzt handeln? Meine paar Kröten in den Sparstrumpf stecken oder gleich ausgeben?
"Investieren" klingt ja angesichts der Finanzkorruption wie ein Verlustgeschäft.
Thorsten 30.09.2008, 00:11 Dieses Thema ist wohl nicht "abgehoben" genug, um beantworten zu werden. Schade, ich hatte wenigstens die übliche Schelte des raffgierigen Kapitalismus erwartet. Jetzt, beim offensichtlichen Zusammenbruch der imaginären Wall-Street-Gewinnoptimierung, ist Schweigen im Walde.
Dieses Thema ist wohl nicht "abgehoben" genug, um beantwortet zu werden. Schade, ich hatte wenigstens die übliche Schelte des raffgierigen Kapitalismus erwartet. Jetzt, beim offensichtlichen Zusammenbruch der imaginären Wall-Street-Gewinnoptimierung, ist Schweigen im Walde.
Hallo Thorsten,
habe neulich bei "Pelzig unterhält sich" reingeschaut.
Pelzig stellte die Frage, was denn Sozialismus und Kapitalismus unterscheide.
Antwort (sinngemäss):
Im Sozialismus wird zuerst verstaatlicht, dann folgt der Bankrott.
Im Kapitalismus kommt zuerst der Bankrott und dann wird verstaatlicht.
Gruss
Hartmut
In USA: plötzlich soll der Staat 700 Milliarden reinschieben,
weil die Geldgewinnung durch Aktienan- und Verkauf kurzfristig nicht reibungslos arbeitet.
[...]
Dieses Thema ist wohl nicht "abgehoben" genug, um beantworten zu werden.
Schade, ich hatte wenigstens die übliche Schelte des raffgierigen Kapitalismus erwartet.
Jetzt, beim offensichtlichen Zusammenbruch der imaginären Wall-Street-Gewinnoptimierung,
ist Schweigen im Walde.
Thorsten, what else should we do ?
In der Fernseh-Diskussionssendung Club-2 des ORF haben gestern einige Leute vom Fach recht klug gesprochen,
neben Bankstern und einer ATTAC-Dame auch der ehemalige (sozialistische) Finanzminister Ferdinand Lacina
und der amerikanische Nobelpreisträger Joseph Stiglitz,
aber ob das etwas nützt, das steht wieder auf einem anderen Blatt.
Bemerkenswert erscheinen mir vor allem jene Aussagen von Stiglitz und Lacina, aus denen zu entnehmen war,
dass die Verwerfungen und Fehlentwicklungen keineswegs unvorhergesehen gekommen sind, sondern von den
Verantwortlichen (Politiker unter Einfluss von Lobbyismus-Drogen) bewusst in Kauf genommen wurden.
Deshalb sind auch Hoffnungen, dass jetzt wenigstens die richtigen Lehren aus dem Debakel gezogen werden,
nicht gerade realistisch.
Da ziehen extrem hartgesottene Burschen im Hintergrund die Fäden.
Erst wenn diesen Leuten der Arsch auf Grundeis geht (revolutionäre Erschießungskommandos im Anmarsch,
Guillotine in der Empfangshalle, o.ä.), sind wirksame Reglementierungen zu erwarten.
Das musste auch einmal in aller Klarheit gesagt werden.
lilith51 02.10.2008, 09:14 [...]
Bemerkenswert erscheinen mir vor allem jene Aussagen von Stiglitz und Lacina, aus denen zu entnehmen war,
dass die Verwerfungen und Fehlentwicklungen keineswegs unvorhergesehen gekommen sind, sondern von den
Verantwortlichen (Politiker unter Einfluss von Lobbyismus-Drogen) bewusst in Kauf genommen wurden.
[...]
Das musste auch einmal in aller Klarheit gesagt werden.
Hallo Neugier!
Da bin ich aber froh, dass ich mit meiner Meinung über diese ganze Scheiße nicht allein bin.
Ich finde, das passt auch zu Hartmuts vorangegangenem Beitrag. Da wäre allerdings ein nicht unwesentlicher Unterschied aus meiner Sicht. Wo vorher verstaatlicht war, da hatten alle Menschen in einem Staat Anteil am vorhandenen Wohlstand. Jetzt, in der aktuellen Finanzkrise, fressen die Geldsäcke nicht nur das Vermögen, das sie wie ein Spielgeld herumverspekuliert hatten, sie kriegen auch noch als Nachtisch Steuergeld nachgeworfen, das der Allgemeinheit sehr schmerzlich fehlen wird.
Aber anscheinend gibts ja immer wieder genug Geld, wenn es auch für so manche Zwecke sinnvoller eingesetzt werden könnte. Der Finanzmarkt ist ja sicherlich deswegen so kompliziert strukturiert, damit die gewöhnlichen Sterblichen nicht durchschauen, was mit dem ihnen vorenthaltenen Geld eigentlich wirklich passiert.
Was mich am meisten wütend macht: Niemand wird zur Verantwortung gezogen werden, weil ja niemand persönlich irgendwas falsch gemacht hat. :wut1:
:blume1:
Hier ein, wie ich finde, guter, ausgewogener Artikel zum Thema:
http://www.welt.de/wirtschaft/article2513946/Die-ploetzliche-Rueckkehr-der-Planwirtschaft.html
LG, pispezi :zauberer2
Was mich am meisten wütend macht:
Niemand wird zur Verantwortung gezogen werden, weil ja [angeblich; Anm. Neugier]
niemand persönlich irgendwas falsch gemacht hat.
Gerade in der Empörung über dieses Faktum sehe ich noch eine gewisse Chance,
dass doch noch zielführende Änderungen am Reglement vorgenommen werden.
Diese Empörung beschränkt sich ja keineswegs auf die "üblichen Verdächtigen",
auf die notorischen Ritter des Neidkomplex-Ordens,
sondern ist in nahezu allen Gesellschaftsschichten anzutreffen.
Man muss diesen "Verantwortlichen" ja nicht unbedingt gleich im ersten Schritt eine Guillotine
in die Empfangshalle stellen.
Der erste Schritt könnte ja auch eine Rückforderung ihrer weit überhöhten Gagen und Erfolgsprämien sein.
Die exorbitant hohen Gagen der Damen und Herren "Verantwortlichen" wurden ja mit der großen Verantwortung
gerechtfertigt, die sie für den Erfolg des Unternehmens zu tragen haben.
Wenn sich jetzt herausstellt, dass der Erfolg nur vorgetäuscht war, dass ihre Geschäftsführung in Wahrheit einen
unübersehbar großen Schaden verursacht hat, dann ist eine Rückvergütung der zu Unrecht bezogenen Gagen wohl
selbstverständlich.
In jenen Fällen, in denen sich diese Einsicht nicht einstellt, könnte als nächste Eskalationsstufe dann die Pfändung
des gesamten Vermögens dieser Herrschaften in Aussicht gestellt werden.
Erst wenn auch das nicht zur Einsicht in die Notwendigkeit einer grundlegenden Änderung des Reglements führt,
dann könnten im dritten Schritt diese Herrschaften dem Urteil des Volkszornes überlassen werden.
Und wenn die Volksseele erst einmal überkocht und der Zorn über die unfassbare Präpotenz dieser "Verantwortlichen"
nahezu alle Gesellschaftsschichten erfasst,
dann haben erfahrungsgemäß die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit ausgedient,
dann wird dem zur leeren Worthülse degradierten Begriff "Verantwortung" sein ursprünglicher Inhalt
mit Guillotinen und Erschießungskommandos wieder zurückgegeben.
Wenn das nicht gar so grauslich wäre, würde ich wetten,
dass spätestens nach der Enthauptung des zehnten skrupellosen Finanzmafioso die Bereitschaft deutlich zunimmt,
ein Reglement zu akzeptieren, das eine wirksame Verhinderung solcher krimineller Machenschaften erlaubt.
Sowas getraue ich mir in dieser Klarheit aber garnicht zu sagen.
Wir sehen jetzt, dass Geld im Grunde in rauen Mengen da ist, dass es nur einen dringenden Grund braucht, wie die Finanzkrise, militärische Interventionen, „humanitäre Hilfe“ oder Terrorbekämpfung, dass gigantische Summen bereitgestellt werden. Es ist schlicht und einfach nicht mehr zu leugnen, dass massenhaft Geld da ist. Es kommt nur auf eine entsprechende Dringlichkeitslage an. Nun, was ist dringend?, ist es tatsächlich nur unsere Angst vorm Verlust unseres Wohlstandes und die Angst vor bösen Männern mit Knarre und Bärten?
Deutschland: Nach dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) würde eine Erhöhung des Sozialhilfesatzes (vlg. SGBII) auf die allgemein empfohlenen 420 Euro ca, 10 Mrd. kosten. Peer Steinbrück, Finanzminister (SPD), lehnte das letztes Jahr ab, da er die Haushaltskonsolidierung gefährdet sah.
Inzwischen stützt er die West LB, SachsenLB, BayernLB, die HSH, die IKB, die Hypo Real Estate... und die, die wir noch erleben werden. Wenn ich etwa grob zusammenzähle, liegen wir bis heute schon einiges über 30 Mrd., ich hoffe, wir bleiben unter 100.
Wir müssen m.E. ein bisschen aufpassen, dass wir die Dringlichkeit der Armutsmilderung ebenso erkennen, wie die der Rettung unserer Anlagegelder. Das allgemeine Ungerechtigkeitsempfinden, die Angst der Bevölkerung in die Stütze abzurutschen, der allgemeine Linksruck, die offensichtlich erbärmliche finanzielle Lage am unteren Rand unserer Gesellschaft... sollten deutlich machen, dass es sich hier nicht um lediglich ein Kommunikationsproblem handelt, sondern um eine echte Schieflage. Hoffentlich dämmert das langsam mal, ich habe keine Lust, die Mauer um mein Häuschen jedes Jahr einen weiteren Meter aufzustocken. Ich bin mir nicht im Klaren, ob die Verantwortlichen wirklich merken, dass diesem Trend ebenso mit ein paar Milliarden entgegen gesteuert werden kann. Was soll noch passieren, dass man das als dringend anerkennt, soll Oskar Lafontaine (Linkspartei) tatsächlich erst Kanzler werden? Dann kann ich die Mauern gleich in Kuppelform über mir zusammenführen. Was mir dann noch meine Geldanlagen nutzen, das frag ich mich langsam mal.
Das Klima ist einfach schlecht geworden und ich finde das Klima genauso lebenswichtig, wie Geld. Daher meine Anregung, neben dem Bankenschutz auch in den sozialen Klimaschutz zu investieren.
Bernd
Windreiter 02.10.2008, 21:20 Wir sehen jetzt, dass Geld im Grunde in rauen Mengen da ist...
Das kann man auch anders interpretieren. Es könnte nämlich auch einfach nur zuviel Geld im Umlauf sein und es sich bei der Finanzkrise nicht um eine Immobilien-, sondern um eine Geldblase handeln. Nur fünf Prozent des im Umlauf befindlichen Kapitals sind gedeckt. Es bestehen demnach fünfundneunzig Prozent des Marktes aus Versprechen. Darin besteht die große Angst der Banken... das morgen alle Kunden das Versprechen (des Geldes) eingelöst bekommen haben wollen. Das ist eine gigantische 'Reise nach Jerusalem'... solange die Musik spielt, fällt es nicht auf, dass nicht für jeden ein Stuhl vorhanden ist...
Wir müssen m.E. ein bisschen aufpassen, dass wir die Dringlichkeit der Armutsmilderung ebenso erkennen, wie die der Rettung unserer Anlagegelder. Das allgemeine Ungerechtigkeitsempfinden, die Angst der Bevölkerung in die Stütze abzurutschen, der allgemeine Linksruck, die offensichtlich erbärmliche finanzielle Lage am unteren Rand unserer Gesellschaft... sollten deutlich machen, dass es sich hier nicht um lediglich ein Kommunikationsproblem handelt, sondern um eine echte Schieflage. Hoffentlich dämmert das langsam mal, ich habe keine Lust, die Mauer um mein Häuschen jedes Jahr einen weiteren Meter aufzustocken. Ich bin mir nicht im Klaren, ob die Verantwortlichen wirklich merken, dass diesem Trend ebenso mit ein paar Milliarden entgegen gesteuert werden kann. Was soll noch passieren, dass man das als dringend anerkennt, soll Oskar Lafontaine (Linkspartei) tatsächlich erst Kanzler werden? Dann kann ich die Mauern gleich in Kuppelform über mir zusammenführen. Was mir dann noch meine Geldanlagen nutzen, das frag ich mich langsam mal.
Das Klima ist einfach schlecht geworden und ich finde das Klima genauso lebenswichtig, wie Geld. Daher meine Anregung, neben dem Bankenschutz auch in den sozialen Klimaschutz zu investieren.
Bernd
Hi Bernd,
"sozialer Klimaschutz" ist gut formuleirt.
Aber auch zuweit rechts sollte politisch nicht gerutscht werden.
Ich denke, das Dilemma sollte vor allem auch auf politischer Ebene insoferne angegangen werden, dass nicht alle auslagern und dass hier Gegenströmungen einsetzen sollten - ist eh schon sehr spät aber trotzdem.
Dann finde ich weiters, dass wir in Europa viel zu viele Restriktionen für den Einzelnen haben - das Leben in südlichen Ländern ist bunter und für den Einzelnen evtl. mit mehr Möglichkeiten verbunden. Bitte mich zu korrrigieren, wenn ich das evtl. zu "verschnörkelt" sehe.
Aber was ich meine ist: dem Einzelnen muss die Möglichkeit leichter gemacht werden, etwas dazu zuverdienen dürfen. Dies gilt ganz besonders für Arbeitslose, Langzeitarbeitslose etc. Es bringt einer Wirtschaft doch überhaupt gar nichts, wenn nur alles in Normen erstarrt ist und jemand der sowieso schon berufliche Probleme hat noch mehr bekommt.
Regelungen schön und gut, aber Luft zum Atmen sollte schon auch noch gegeben sein.
Wie genau dies man machen könnte habe ich ntürlich keine Ahnung, aber so wie auch im Bildungsbereich man Anregungen von anderen Ländern aufnehmen könnte, tut und vielleicht mal tun wird, müsste es auch in anderen Bereichen möglich sein.
Eine gute Wirtschaft braucht das Geld im Fluss. Zuviele Arbeitslose hindern diesen Geldfluss. Auslagerungen von Arbeitsplätzen ebenfalls. Wirtschaft ist halt ein Kreislauf mit vielen Variablen, die eigentlich mehr durchdacht werden sollten.
Hoffe ich konnte mich halbwegs gut ausdrücken bei diesem schwierigen und komplexen Problem.
lb Gr sartchi
...man o man, habe jetzt nicht alles gelesen, nur so viel, das ausschweifende Jammern ums mangelnde Geld klingt so paradox und aberwitzig im völlig übersättigten Mitteleuropa. Mir ist laufend schlecht von dem vollgepfropft sein, bin in der Lage die meisten Dinge die ich brauche und die mich befriedigen selbst zu Kreieren und zu Gestalten, da tut eine Zurückhaltung von außen im Angebot an Waren und Dingen mal gut, leider nur ein Traum. Wenn man nicht ständig auf der Hut ist und zur Seite springt wird man von der Flut der Finanzkraft erschlagen die von oben herniederprasselt.
Was juckt eine Finanzkrise in Amerika den bewusst lebenden Menschen in Europa der sein Seelenheil nicht an der Börse sucht, sondern in der Fähigkeit Krisen zu bewältigen, sowohl persönlich als auch gesellschaftlich.
Ich begrüße den Zusammenbruch des Finanzsystems und die daraus resultierenden Grabenkämpfe, mir wurde da mal eine Stärke zugesprochen.
Es ist jedoch klug darauf zu Achten, dass sich die Geschichte bei einer Weltwirtschaftskrise nicht wiederholt und so ein gehirnkranker Retter auftaucht dem alle gehorchen und Millionen Menschen sterben mit diesem ewigen Leid der Vernichtung. Andererseits, gegen die Bevölkerungsexplosion auf der Erde wäre es ein Gewinn, die Überlebenden hätten mehr Platz.
Dem Finanzsystem traue ich nicht das Geringste zu wenn es um das Bewältigen des Lebens mit allen Facetten durch die Sinne angeht.
gruß fluuu
...man o man, habe jetzt nicht alles gelesen, nur so viel, das ausschweifende Jammern ums mangelnde Geld klingt so paradox und aberwitzig im völlig übersättigten Mitteleuropa. Mir ist laufend schlecht von dem vollgepfropft sein, bin in der Lage die meisten Dinge die ich brauche und die mich befriedigen selbst zu Kreieren und zu Gestalten, da tut eine Zurückhaltung von außen im Angebot an Waren und Dingen mal gut, leider nur ein Traum. Wenn man nicht ständig auf der Hut ist und zur Seite springt wird man von der Flut der Finanzkraft erschlagen die von oben herniederprasselt.
Was juckt eine Finanzkrise in Amerika den bewusst lebenden Menschen in Europa der sein Seelenheil nicht an der Börse sucht, sondern in der Fähigkeit Krisen zu bewältigen, sowohl persönlich als auch gesellschaftlich.
Ich begrüße den Zusammenbruch des Finanzsystems und die daraus resultierenden Grabenkämpfe, mir wurde da mal eine Stärke zugesprochen.
Es ist jedoch klug darauf zu Achten, dass sich die Geschichte bei einer Weltwirtschaftskrise nicht wiederholt und so ein gehirnkranker Retter auftaucht dem alle gehorchen und Millionen Menschen sterben mit diesem ewigen Leid der Vernichtung. Andererseits, gegen die Bevölkerungsexplosion auf der Erde wäre es ein Gewinn, die Überlebenden hätten mehr Platz.
Dem Finanzsystem traue ich nicht das Geringste zu wenn es um das Bewältigen des Lebens mit allen Facetten durch die Sinne angeht.
gruß fluuu
Hi fluuu,
das ist auch sehr "Parolengezeter" was du da schreibst.
Denn diejenigen, die u.U. darunter am meisten leiden, machen die Masse aus, denn diese waren versichert. Sprich: hofften, dass sie als Pensionisten etwas zum Leben haben.
Das ist so eine Sache: Parolen hinauszuwerfen oder sich der Tatsache widmen.
Selbstverständlich: die Banken und damit die ganzen "Neuerschaffungen" der Geldgeschäfte des letzten Jahrzehntes waren eher Luftgeschäfte. Dass diese mal platzen war ja zu erwarten. Und ich begrüße dies auch.
Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist diejenige, wie ich oben anführte. Und das sind eher die Kleinanleger.
Alles hat ja zumeist zwei Seiten.
lb Gr sartchi
Thorsten 05.10.2008, 01:33 Da ziehen extrem hartgesottene Burschen im Hintergrund die Fäden.
Erst wenn diesen Leuten der Arsch auf Grundeis geht (revolutionäre Erschießungskommandos im Anmarsch,
Guillotine in der Empfangshalle, o.ä.), sind wirksame Reglementierungen zu erwarten.
Aha, die Stadtguerilla kann sich ja schon mal verbessern *loool*
Thorsten 05.10.2008, 01:49 Der erste Schritt könnte ja auch eine Rückforderung ihrer weit überhöhten Gagen und Erfolgsprämien sein.
Die exorbitant hohen Gagen der Damen und Herren "Verantwortlichen" wurden ja mit der großen Verantwortung
gerechtfertigt, die sie für den Erfolg des Unternehmens zu tragen haben.
In den Untergrund gehe ich aber erst, wenn klar ist, daß diese rückforderungsfähigen Bezüge annähernd dem Börsenwertverlust der betreffenden Firmen entsprechen. Denn bis dahin ist der Anleger selber schuld.
Und nicht um "Manager" abzuschießen, sondern Finanzhazardeure, jene Spielsüchtigen, aufgrund derer die Börse sich keusch und pietätvoll schließen müßte.
:clown3:
Hi fluuu,
das ist auch sehr "Parolengezeter" was du da schreibst.
Denn diejenigen, die u.U. darunter am meisten leiden, machen die Masse aus, denn diese waren versichert. Sprich: hofften, dass sie als Pensionisten etwas zum Leben haben.
Das ist so eine Sache: Parolen hinauszuwerfen oder sich der Tatsache widmen.
lb Gr sartchi
Nichts gegen Parolengezeter, das dringt ins Bewusstsein um den Medien etwas entgegenzusetzen.
Ansonsten sind es die Kleinanleger die voller Angst und Abhängigkeit darauf Hoffen, dass sich ihr Geld auf Grund von kapitalistischen Spekulationen vermehrt und sie so ihr Rentendasein unabhängig von der Gemeinschaft finanzieren können und das mit so viel Geld wie möglich. Diese vielen Kleinanleger mit ihrer Angst sind es die das unmenschliche Finanzsystem aufrecht erhalten und zwangsläufig ins Chaos führen denn jeder will so viel Geld wie es nur irgend geht rausholen. Wo soll das alles herkommen? Drucken?
Es gibt eine gesetzliche Rente und wenn sie nicht reicht weitere Zuschüsse, das wäre Vertrauen in die Gemeinschaft für die man sein Leben lang arbeitet, das ist relativ sicher. Arbeitet man um an der Börse zu Spekulieren, das geht an der Gemeinschaft vorbei, ist es fast wie Lotto Spielen, man kann ganz viel Geld machen aber man kann noch viel, viel mehr verlieren.
Abhängig vom Staat ist meiner Ansicht nach mehr oder weniger jeder Bürger um eine Identifikation zu haben aber abhängig von Börsenspekulationen bedeutet sich dem Geld zu Fügen, gerade als Kleinanleger.
Parolen haben etwas mit Überzeugung zu Tun, wenn sie humanistisch sind völlig o.k., ansonsten was sind denn die Tatsachen? Geboren werden, das Leben gestalten in der Gemeinschaft und sterben, das ist Tatsache, oder?
gruß fluuu
Aha, die Stadtguerilla kann sich ja schon mal verbessern *loool*
Ich nehme einmal an, das "verbessern" bezieht sich auf die seinerzeitige überaus stümperhafte Vorgangsweise
der Royal Air Force (oder hat "verbessern" eine mir unbekannte idiomatische Bedeutung ?).
Da wäre in der Tat einiges besser zu machen.
In den Untergrund gehe ich aber erst, wenn klar ist,
daß diese rückforderungsfähigen Bezüge annähernd dem Börsenwertverlust der betreffenden Firmen entsprechen.
Denn bis dahin ist der Anleger selber schuld.
Und nicht um "Manager" abzuschießen, sondern Finanzhazardeure,
jene Spielsüchtigen, aufgrund derer die Börse sich keusch und pietätvoll schließen müßte.
Zunächst wäre dazu ergänzend anzumerken, dass im Zuge dieser Turbulenzen einige Finanzinstitute
um einen Pappenstiel einem anderen Institut einverleibt wurden. Das ist zumindest eine weitere unerwünschte
Konzentration, die obendrein auch noch verdammt stark nach krimineller Monopoly-Manipulation riecht.
Bei den angedachten Rückforderungen sollte man sich nicht der Illusion hingeben,
dass dadurch der gesamte Schaden wiedergutgemacht werden kann, dagegen spricht die Hebelwirkung.
Vielmehr sollten die Rückforderungen ein Versuch sein, dem Begriff "Verantwortung" wieder einen Inhalt zu geben,
ohne dass dazu die eingemotteten Guillotinen ausgepackt und frisch geölt werden müssen.
Von den Managern wären primär die Herrschaften aus der Finanzwirtschaft ins Visier zu nehmen,
obwohl durchaus auch in der Realwirtschaft etliche grauen Eminenzen wie schwarze Schafe wirken
(siehe Enron, Telecom, Mannesmann, etc.).
Der Beitrag #7sollte allerdings nicht als Aufruf zum überstürzten Sturm auf die Bastillen missverstanden werden.
Das musste auch einmal in aller Klarheit gesagt werden.
Ich mach den Vorschlag, dass wir hier im Forum eine Genossenschaft bilden, zusammenschmeißen und uns eine Bank kaufen, die sind im Moment preisgesenkt. Damit könnten wir unsere humanistischen und übergehenden* Gedanken auch ins Geschäftsleben einbringen. Das Krokodilchen bietet 20 Jahre Studien und Schulen und Praxis im Insolvenzrecht, Kaufmännerei, Beteiligungsrecht, Steuerrecht, dreier eigener Unternehmungen und Investitionsrechnung an...hoffentlich schreckt das nicht ab, im Land der Schauspielerqualifikationen und fordernder Schwätzer. Ich bräuchte für meinen Anteil lediglich einen klitzekleinen Kredit, hihi. Ich verkauf sogar mein Fahrrad...möglicherweise riskier ich da mehr als die Bänker, denen ihr bislang vertraut habt. Also, überlegts euch. Wir könnten die Welt friedlicher machen, mit unserer Sri-Tao-Bank (STB).
Interessanter Weise fand ich grad einen Film im MDR von einem Banker, der höhere Ideale als nur Profit hatte, der menschliche Züge hatte und sehr vertrauensvoll handelte. Das nenne ich mal Manipulation. Nein, sie gibt es nicht. Und auch nicht im Gebührenfinanzierten Fernsehen. Wie im MDR. Zahle Gebühren für ein Fernsehn, mein Freund, was dich damit dann manipulieren soll. Dankeschön, dass du mich einschätzen kannst, lieber Hilfsredakteur. Das einzige was du von Geist weist, wird wohl irgend ne wirre Gestalt unter einem Bettlaken sein, vielen Dank.
Warren Bernhead (Investmentguru Bereich Tuttlingen, Unterdorf)
Thorsten 07.10.2008, 02:04 Der Beitrag #7sollte allerdings nicht als Aufruf zum überstürzten Sturm auf die Bastillen missverstanden werden.
Ja, so ist das. Wenn es ernst wird, springen eben alle ab. Eben dachte ich noch, daß wenigstens Du, Neugier, McCains Ernst teilen würdest: "Krise? Wo ist denn da eine Krise?" Die Bastille ist ja schon längst gefallen, also?
Und der nonchalante Mr. McCain hat recht: was der Wall Street gerade passiert, ist in der Spekulationswirtschaft als Normalfall anzunehmen. Ergo müßten alle Geldverdiener dieser Welt auf die Straße gehen, um 1. der Wertspekulation ein Ende zu bereiten und um 2. zu verhindern, daß der Staat irgendwelche Banken, die sich verrechnet haben, als Banken noch weiter aufrecht hält.
Von den Managern wären primär die Herrschaften aus der Finanzwirtschaft ins Visier zu nehmen,
obwohl durchaus auch in der Realwirtschaft etliche grauen Eminenzen wie schwarze Schafe wirken
(siehe Enron, Telecom, Mannesmann, etc.).
Danke für die Vorschläge! Du weißt genau, wer stets den diskretesten und nobelsten Vorschlag zur Lösung dieser Probleme machte - heute muß aber (für D wenigstens) eine (von mir doch hoch geschätzte) Frau Zypries das bewältigen, der Demokratie halber - und die steht auf verlorenem Posten, solange sie nur in differerierenden Rechtsfragen moderierend obwalten kann. Scherz beiseite - es wird am Ende tatsächlich Aufgabe des Justizministeriums sein, bestimmte Dinge zu verbieten. Manger handeln für gewöhnlich im gesetzlich gegebenen Rahmen.
Sag ich mal und grüße
Thorsten
Windreiter 08.10.2008, 12:03 Thomas Reis - Kapital und Banken
4DwGtokgVDc
Je mehr ich von diesem System weiß, desto weniger verstehe ich, daß es so lange gut gegangen ist.
Geld verdirbt scheinbar nicht nur den Charakter, sondern auch den Verstand.
Die einen verkaufen Pakete ohne Inhalt und die anderen kaufen diese, ohne darüber nachzudenken, daß bei so hoher Rendite möglicherweise ein Haken dabei sein könnte.
Aber die Gier vernebelt das Gehirn.
Genau so wie die Angst die geliebten Talerlein wieder zu verlieren. Drum verkaufen sie wie verrückt die Aktien, damit die Börsen endgültig zusammen brechen.
Und die Krot' fressen wir (wie man bei uns so treffend sagt), die nichts mit dieser "Hochfinanz" zu tun haben.
10 % Zocken - 90 % zahlen die Spielschulden.
Tolles System - dieser Kapitalismus......
lg.eule
Phelim Brady 10.10.2008, 11:43 Die einen verkaufen Pakete ohne Inhalt und die anderen kaufen diese, ohne darüber nachzudenken, daß bei so hoher Rendite möglicherweise ein Haken dabei sein könnte.
Fein erkannt :) Der Köder der am Haken hängt muß nur appetitlich genug sein, dann schluckt ihn auch der vorsichtigste Fisch.
Tolles System - dieser Kapitalismus......
lg.eule
Hallo,
ja so ist das System, die Gier ist der Motor des Ganzen.
Nur ist dieses System gerade dominierend auf der Welt und es gibt keine Alternative. Da liegt es nahe, dass es sich selbst hin und wieder in eine Krise bringt und die Gier mit den absurdesten Dingen gefüttert wird.
Materielle Ressourcen sind begrenzt, nicht unendlich zur Verfügung, da lässt sich die Gier auch nicht unendlich befriedigen, es braucht einen gewaltsamen Crash um Einhalt zu gebieten.
Die Sucht nach Geld ist sehr verbreitet und ein wesentlicher Bestandteil des Systems, das Versprechen auf Wohlstand und viel Geld hat bisher jeden Wähler gnädig stimmen lassen und die Angst etwas materielles zu Verlieren beschäftigt rund um die Uhr, so bleibt alles am Gängelband und funktioniert auch mit Krisen hin und wieder.
Gier und Sucht hat kein festes Ziel, es muss immer mehr und noch mehr sein, erst der Untergang, der völlige Zusammenbruch kann das stoppen und eine Veränderung bewirken. So ist eine Krise mit vielen Verlusten und schmerzlichen Hinterfragungen verbunden aber es besteht die Chance eines besseren Neubeginns. Hoffen wir weiter...
gruß fluuu
lilith51 10.10.2008, 11:58 Hallo,
ja so ist das System, die Gier ist der Motor des Ganzen.
Nur ist dieses System gerade dominierend auf der Welt und es gibt keine Alternative. Da liegt es nahe, dass es sich selbst hin und wieder in eine Krise bringt und die Gier mit den absurdesten Dingen gefüttert wird.
Materielle Ressourcen sind begrenzt, nicht unendlich zur Verfügung, da lässt sich die Gier auch nicht unendlich befriedigen, es braucht einen gewaltsamen Crash um Einhalt zu gebieten.
Die Sucht nach Geld ist sehr verbreitet und ein wesentlicher Bestandteil des Systems, das Versprechen auf Wohlstand und viel Geld hat bisher jeden Wähler gnädig stimmen lassen und die Angst etwas materielles zu Verlieren beschäftigt rund um die Uhr, so bleibt alles am Gängelband und funktioniert auch mit Krisen hin und wieder.
Gier und Sucht hat kein festes Ziel, es muss immer mehr und noch mehr sein, erst der Untergang, der völlige Zusammenbruch kann das stoppen und eine Veränderung bewirken. So ist eine Krise mit vielen Verlusten und schmerzlichen Hinterfragungen verbunden aber es besteht die Chance eines besseren Neubeginns. Hoffen wir weiter...
gruß fluuu
Hallo Fluuu!
Das hört sich an, als wäre Gier ein Naturgesetz. Das ist es jedoch keineswegs. Wer Kleinkindern zusieht, der kann deutlich erkennen, dass Mitgefühl und Mit-anderen-Teilen die natürlichen Verhaltensweisen sind. Wettbewerb und Konkurrenz sind anerzogene Eigenschaften und werden den Kindern von unserem Bildungssystem ziemlich brutal eingebleut. Und das so gründlich, dass wir oft glauben, es wäre angeboren. Irrtümlicherweise schreibt man ja das auch dieser Sichtweise vom Überleben des Stärksten zu. Was ja auch nur eine Fehlinterpretation ist.
:blume1:
Hallo Fluuu!
Das hört sich an, als wäre Gier ein Naturgesetz. Das ist es jedoch keineswegs. Wer Kleinkindern zusieht, der kann deutlich erkennen, dass Mitgefühl und Mit-anderen-Teilen die natürlichen Verhaltensweisen sind. Wettbewerb und Konkurrenz sind anerzogene Eigenschaften und werden den Kindern von unserem Bildungssystem ziemlich brutal eingebleut. Und das so gründlich, dass wir oft glauben, es wäre angeboren. Irrtümlicherweise schreibt man ja das auch dieser Sichtweise vom Überleben des Stärksten zu. Was ja auch nur eine Fehlinterpretation ist.
:blume1:
Liebe Lilith,
bin ausnahmsweise mal nicht ganz der gleichen Meinung. Was du schreibst, finde ich insofern richtig, dass Mitgefühl und miteinander teilen wollen/können ganz sicher ein wichtiger (angeborener?) Wesenszug ist, da wir als Menschen ja auch ganz stark von einander abhängig sind. Das würde schlicht nicht funktionieren, wenn jeder nur für sich schauen würde.
Allerdings meine ich, dass Egoismus ebenso Bestandteil jedes Menschen ist, bloss dass sich der nicht unbedingt zeigen muss, wenn genug Ressourcen für alle da sind. Wenn ich selbst satt bin, fällt es mir leichter zu teilen.
Ich sehe das Problem, dass zum Teil künstlich eine Konkurrenzsituation geschaffen wird, die im Grunde gar nicht nötig wäre. Dadurch merken wir nicht mehr, dass wir eigentlich längst schon satt sind.
Und ja, ich denke, dies passiert auch im Bildungssystem. Jedoch nicht ausschliesslich.
Liebe Grüsse
Ela
Thorsten 12.10.2008, 00:53 Wer Kleinkindern zusieht, der kann deutlich erkennen, dass Mitgefühl und Mit-anderen-Teilen die natürlichen Verhaltensweisen sind. Wettbewerb und Konkurrenz sind anerzogene Eigenschaften und werden den Kindern von unserem Bildungssystem ziemlich brutal eingebleut.
Das mitfühlende Kleinkind, das zeig mir mal! Noch die friedliebendsten Eltern werden sich mit der Tatsache auseinandersetzen müssen, daß das ältere Geschwister Mordangriffe gegen das jüngere fährt. Anders hab ich das jedenfalls nicht erlebt, lilith, als daß zwischen Kindern in der Familie zunächst mal allerbrutalste Konkurrenz und wüster Konflikt erprobt wird. Damit man "draußen", außerhalb der Familie, gewappnet ist! Mutti und Vati ermutigen einen noch dazu, und nehmen Stellung für das eine und gegen das andere Geschwister.
Aber das tut hier doch gar nicht viel zur Sache. Das Finanzsystem bricht, wenn überhaupt, nur deswegen zusammen, weil zuviele Beteiligte glaubten, mit geliehenem Geld ihren Wohlstand vermehren zu können. Guckst Du, wer alles auf Pump gelebt hat:
Und Peng! Kein Wunder, daß das System des gewinnbringenden Verkaufs (oder Verleihs *lol*) geliehenen Geldes immer mal wieder seine Grenzen erreicht.
Gruß, herzlich, auch an Ela, T.
Hallo allerseits!
Bin neu hier und möchte euch an meiner Ansicht auch teilhaben lassen =)
Ich glaube, dass das System Wirtschaft einfach schon so lange exisitiert, dass der großteil der Menschheit einfach vergessen hat wozu das überhaupt gut ist. Eigentlich geht es ja darum, dass nicht jeder sein eigenes Feld, seinen eigenen Gemüsegarten usw. hat, sondern die einen Autos produzieren die anderen Fernseher usw.. Das ganze wird dann in einen großen Pool geworfen und jeder kann sich daran Anteilsmäßig etwas herausnehmen. Das erhöht die Produktivität und somit auch den allgemeinen Wohlstand, wenn mehr da ist kann auch mehr verteilt werden.
Natürlich ist das dann im Detail um einiges komplizierter, da ja nicht jeder einfach machenkann worauf er lust hat - was bringt es wenn jeder 2 Autos hat aber nur 1 schlechts Buch. Da hat sich die Marktwirtschaft als gutes System erwiesen das zu Regeln.
Der Finanzmarkt ist sogesehen momentan reine Perversion und vielleicht der Versuch einer undurchschaubaren Sklaverei, da man im Endeffekt andere Menschen für sich arbeiten lässt ohne etwas zurückzugeben. (Damit meine ich jetzt mal konkret die riesigen InvestmentBanken die eh grad alle Pleite gingen) - jedoch hab ich leider keine befriedigende lösung der Kreditvergabe
Wenn man also sein wirtschaftliches Handeln mehr dem Grundgedanken annähert als verblendet nach hohen Gewinnen zu streben würde es uns allen besser gehen..
Meine Ich zumindest ;) lasse mich aber gerne eines besseren belehren
lg
Alkolix
Hallo an @!
Mich würde interessieren warum das System zusammen gebrochen ist. Die Gier, die ungedeckten Kreditblasen usw. waren natürlicher Verursacher.
Meine Frage geht dahin, wieso hat die amerikanische Notenbank die Leitzinsen so drastisch gesenkt und warum wurde nicht auch Lehmann mit Staatskrediten "gerettet?" Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Ich bin ein Schelm und und in mir stieg der Verdacht auf, ob es nicht vielleicht daran liegen könnte, daß Lehmann hauptsächlich den europäischen Banken die wertlosen Papiere "angehängt" hat?
Hat der Amerikaner (politisch gesehen) vielleicht seinen "guten Freund und Verbündeten" gelinkt?
War es ein (hoffentlich mißglückter) Versuch Europa wirtschaftlich in die Knie zu zwingen?
Wurde der Euro durch seine Stärke eine Bedrohung für den Dollar?
Sah Amerika (wirtschaftlich gesehen) seine Macht durch Europa gefährdet?
Das waren meine ersten Gedanken, als Amerika Lehmann in die Pleite gehen ließ und danach sofort ein "Rettungspaket" beschloß.
Als ich mir die Folgen solchen Handelns für das amerikanische Volk bewußt machte, kam mir dieser Gedanke absurd vor.
Doch gestern stellte bei Anne Will ein ev.Bischof genau dieselbe Frage.
Natürlich wurde darauf nicht eingegangen. Schade.
Und weil die "Experten" keine Antwort darauf gaben, frage ich Euch:
"Haben die Amerikaner den Crash, aus Angst die "Weltherrschaft" zu verlieren, inszeniert?"
Liebe Grüße Eule
Hallo Fluuu!
Das hört sich an, als wäre Gier ein Naturgesetz. Das ist es jedoch keineswegs. Wer Kleinkindern zusieht, der kann deutlich erkennen, dass Mitgefühl und Mit-anderen-Teilen die natürlichen Verhaltensweisen sind. Wettbewerb und Konkurrenz sind anerzogene Eigenschaften und werden den Kindern von unserem Bildungssystem ziemlich brutal eingebleut. Und das so gründlich, dass wir oft glauben, es wäre angeboren. Irrtümlicherweise schreibt man ja das auch dieser Sichtweise vom Überleben des Stärksten zu. Was ja auch nur eine Fehlinterpretation ist.
:blume1:
Hallo lilith51 und alle,
da habe ich mich einseitig ausgedrückt, nein, die Gier ist dem Menschen nicht angeboren, sie ist nicht Naturgesetz, die hat er sich auf Grund von einseitigem Überfluss selbst beigebracht. Es ist einfach bequem sich mit dem zu Befriedigen was massenhaft da ist oder die größte Wirkung verspricht, dann braucht man sich um das was rar ist nicht zu Bemühen oder dem Seltenen besondere Konzentration Schenken, Bequemlichkeit ist angeboren, das spart Energie.
Für Bänker ist Geld der bequemste und wirkungsvollste Stoff um Befriedigung zu Erlangen und sie entwickeln eine Gier danach. Sie erfinden Geschäfte die immer höhere Prämien abwerfen, werden immer riskanter und gieriger, vergeben Kredite mit höchsten Zinssätzen, verleihen das Geld an welche die genauso gierig sind und immer mehr materiellen Wohlstand wollen und zum Schluss kann keiner mehr zurückzahlen und es endet in der Kriese.
Es wurden Bilder gezeigt wie in Amerika ehemalige Villenbesitzer mit Zelten auf der Straße leben weil sie alles verloren haben auf Grund der Gier Dinge besitzen zu wollen die sie sich nur auf Pump leisten konnten und nicht mehr zurückzahlen. Das wahren wohl so viele, dass es die Banken in die Knie zwinkte. Es ist unsere Gier nach noch mehr materiellem Wohlstand ohne Gegenwert, nach unendlicher Bequemlichkeit. Das dabei natürlich die feine Empfindung im Zwischenmenschlichen völlig auf der Strecke bleibt ist nur nebenbei erwähnt.
Ein Blick in die Statistik der ärztlich registrierten seelischen Erkrankungen gibt da Aufschluss. Es bleibt also zu Hoffen, dass diese Finanzkrise etwas in den Köpfen und im Gemüt der Menschen ganz allgemein so verändert, besonders in denen die in den Machtzentralen sitzen (Aufsichtsräte, Banken, Versicherungen), dass das menschliche Empfinden noch nicht ganz von der materiellen Gier platt gemacht ist.
Hier passt der von mir schon vor längerer Zeit entwickelte Satz eines künstlerischen Fotografen:
"Reich an ideellen Wahrnehmungen und bescheiden bei materiellen Ressourcen, das ist Glück."
gruß fluuu
Also nun mal mit der Ruhe, könnte man zu dem Thread-Titel sagen:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_normalste_rezession_aller_zeiten/
LG, pispezi :zauberer2
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