Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : gott und der "jüngste tag"


instanton
20.05.2003, 12:42
hallo

wie geht ein modern denkender mensch, der sehr wohl christlich (katholisch?)ist , an diese frage heran. natürlich wird uns von seiten der kirche vorgesagt an was wir zu glauben hätte. wir alle aber wissen auch , dass das was uns gesagt wird (mit unterelegung durch die bibel) nicht gaz so übernehmen dürfen. nämlich ist die bibel sehr in parabeln ,bildern usw. abgefasst, und manche aussagen , dürften anders zu verstehen sein.

beispiel: adam und eva. gott hat nicht einfach 2 menschen in die welt gesetzt .... nein. aus der evolutionstheorie heraus, wissen wir dass sich alles erst entwickeln musste. mit ziemlicher sicherheit wissen wir dass das anders auch nicht denkbar/möglich wäre. ADAM heißt im hebräischem "mensch" und Eva ist sein counterpart.
so wie das uns in der bibel dargelegt wird, deutet nur auf das DAMALIGE wissen und von damaligem denken geprägte auffassungen . der baum der erkenntnis und die damit verbundenen "Strafen gottes " kann wohl auch niemand ernst nehmen. ein ÀLL mächtiger gott, (was gott ist , ist anander stelle dieses forums beschrieben) wird kaum die nachfolger 2er sündigenden menschen (adam und eva), welche millionen von jahren später leben , dafür büßen lassen ?!

ich denke dasss ist für jeden ziemlich einleuchtend

was aber , meint die bibel mit dem letzten gericht?? werden die mensche nach guten und bösen TATEn gerichtet? wie verhält sich das mit den umständen, die seine pewrson formen. gott ist allwissend, er ist das schlechthin GUTE ("böses " entsteht durch mangel a guten, ahctung , ich meine keine klassische verteilung von gut und böse!!), wie "richtet " er?

was haltet ihr von vorstellungen der "hölle " ???

liebe grüße von instanton

walter
20.05.2003, 14:14
Original geschrieben von instanton
so wie das uns in der bibel dargelegt wird, deutet nur auf das DAMALIGE wissen und von damaligem denken geprägte auffassungen.

Warum sollte das beim jüngsten Tag anders sein?

Gysi
20.05.2003, 14:35
Original geschrieben von instanton
was haltet ihr von vorstellungen der "hölle " ???
Irreal.

Rudi
20.05.2003, 20:11
Original geschrieben von instanton
an was wir zu glauben hätte. wir alle aber wissen auch , dass das was uns gesagt wird (mit unterelegung durch die bibel) nicht gaz so übernehmen dürfen. nämlich ist die bibel sehr in parabeln ,bildern usw. abgefasst, und manche aussagen , dürften anders zu verstehen sein. Darüber habe ich im Jesus-Thread (der leider so gut wie tot ist momentan, aber guck ruhig mal rein!!!) geschrieben.

Original geschrieben von instanton
beispiel: adam und eva. gott hat nicht einfach 2 menschen in die welt gesetzt .... nein. aus der evolutionstheorie heraus, wissen wir dass sich alles erst entwickeln musste. mit ziemlicher sicherheit wissen wir dass das anders auch nicht denkbar/möglich wäre. ADAM heißt im hebräischem "mensch" und Eva ist sein counterpart. . Du suchst Indizien, aber klammerst Dich noch zu sehr an die überlieferten Texte. Die Lösung? LOSLASSEN!!! Es sind alles nur Metaphern, die Menschen vor unserer Zeit weiterhelfen konnten, Moral/ Lebenswillen/ Kultur/ usw. zu entwickeln. DAMALIGES! sagst Du selbst...


Original geschrieben von instanton
baum der erkenntnis und die damit verbundenen "Strafen gottes " kann wohl auch niemand ernst nehmen. ein ÀLL mächtiger gott, (was gott ist , ist anander stelle dieses forums beschrieben) wird kaum... Vergiß es einfach, WIR SIND GOTT!!! GOTT (als Metapher) ist ein unendlicher Ozean und wir sind Wassertropfen darin. Nichts mit Bestrafung, außer Du willst Dich selbst bestrafen! Das tust Du dann in Deiner jetzigen Existenz mit Schuldgefühlen, Drogen, Exzessen und was auch immer! Ist doch schlimm genug, warum solltest Du dann noch ein Fegefeuer nötig habe??? (Stimmst Du mir zu Gysi?)

Gysi
20.05.2003, 21:27
Original geschrieben von Rudhi
dann in Deiner jetzigen Existenz mit Schuldgefühlen, Drogen, Exzessen und was auch immer! Ist doch schlimm genug, warum solltest Du dann noch ein Fegefeuer nötig habe??? (Stimmst Du mir zu Gysi?) Hammm. Ein Fegefeuer erspart im Winter die Ölrechnung. :D

Alzii
21.05.2003, 03:30
Zugegeben, er hat viel Mist gebaut!

Krankheiten, Naturkatastrophen, ....
Der Anfänger hat es auch noch hinbekommen, daß leidfähige Wesen sich gegenseitig umbringen müssen, um zu überleben.
Dann hat er im Zorn mal kurz alles Leben ausradiert (ganz ehrlich, würdet Ihr das tun?),
und hat den Menschen beim Rauswurf aus dem Paradies noch schnell alles Leid an den Hals gehext.

Ich bin ja nicht so rachsüchtig, wie der blutige Anfänger, aber eine kleine Lektion hat er mE schon verdient.
Beim „jüngsten“ Gericht würde ich den Tollpatsch dazu verurteilen, 2 Jahre als Torwart beim 1.FC Nürnberg abzuleisten.
Vielleicht nutzt es dem Verein ja etwas und sie steigen wieder auf und werden im Jahr darauf deutscher Meister! (Null Gegentore, das wäre es!)

Gysi
21.05.2003, 08:02
Original geschrieben von Alzii
Beim „jüngsten“ Gericht würde ich den Tollpatsch dazu verurteilen, 2 Jahre als Torwart beim 1.FC Nürnberg abzuleisten.
Die Rolle Rainer Callmunds einnehmen zu müssen, wäre auch keine schlechte Strafe....:D

Gysi

majanna
21.05.2003, 13:55
Wenn Du schon noch irgendwie an der Vorstellung Hölle als Metapher für die unendliche Strafe festhalten möchtest, Instanton, dann such sie in Dir.
Wir sind endliche Wesen und sind deshalb dazu verdammt, Himmel und Hölle - absolutes Glück und absolute Qual - in uns zu suchen.
Wobei die Umkehr beider Begriffe für mich, so gesehen, durchaus denkbar ist.

Stell Dir vor, Du müsstest Deinen Freund ununterbrochen küssen? Wäre das Himmel oder Hölle für Dich?

Gysi
21.05.2003, 14:01
Original geschrieben von majanna
Stell Dir vor, Du müsstest Deinen Freund ununterbrochen küssen? Wäre das Himmel oder Hölle für Dich? Bääh! HÖLLE!

majanna
21.05.2003, 14:48
Ein bisschen mehr Ernst, lieber Gisbert! Ich komme sonst gleich nach Bremen und fange mit dem Küssen an........:D :D

Gysi
21.05.2003, 14:55
Original geschrieben von majanna
Ein bisschen mehr Ernst, lieber Gisbert! Ich komme sonst gleich nach Bremen und fange mit dem Küssen an........:D :D Bei dir könnte sich ja die Möglichkeit ergeben, dass mir das gefällt. Und dann kannst DU dich nicht mehr retten...:D

instanton
21.05.2003, 20:33
hallo ihr da!

dann komm ich auch noch nach bremen und vielleicht helf ich dem einen oder der anderen .... unheimlich witzig, v.a. bei erwachsenen.... kinder kinder, ....

was ich sagen wollt. rudi du hast natürlich recht, ich komm mit mit deiner aussage, das mein ich auch, doch dann gibt es wieder so punkte... jedem menschen ist ein schicksal doch in irgendeiner form vorbestimmt... warum lebt frau ..soundso in zimbabwe und hungert bis in den grausamen tod?????????? warum wurde gerad sie (sie als individuum , nicht nach purem zufall!!!!!!!!!) dort in diese situation geboren??? was passiert nach ihrem irdischen leben... ist für alle alles gleich?
ICH MEINE NICHT die Guten kommen in den himmel und so weiter.. ich frag mich nur, es muss doch einen ganz individuellen plan geben für jeden einzelnen ?!

naja, witzi witzi probiert mir jemand mal ne ernst antwort zu geben??

greetings from instanton

Haiku
21.05.2003, 20:38
wenn das ganze ernst gemeint ist (von Gott und von uns) dann ist deine Seele ein offenes Buch - jeder kann sehen, was du geleistet hast und was nicht - jeder kann SEIN Urteil sehen!

Da seine Gnade grenzenlos ist, mach ruhig wieter, sie ist dir gewiß!

instanton
21.05.2003, 20:39
hello rudi

wo ist denn dein Jesus- thread- find ich nirgends

so , bitte keine blöden kommentare alzheimer, der ich alzheimer selber NICHT habe!!!!!!!!

tschüss insti

instanton
21.05.2003, 20:42
hallo
jo , haiku

das versteh icvh nicht ganz mit dem offenen buch.

instanton

Gysi
21.05.2003, 21:01
Original geschrieben von instanton
ICH MEINE NICHT die Guten kommen in den himmel und so weiter.. Ich auch nicht.
ich frag mich nur, es muss doch einen ganz individuellen plan geben für jeden einzelnen ?!
Wie ist deine Antwort auf deine Frage? Meine: Nein, muss es nicht. Mir scheint, dass es einen großen Plan der Evolution gibt. Nicht von einem Gott gegeben, schlichtweg aus seiner Existenz heraus, als Naturgesetz. Die individuellen Pläne schmieden die Individuen selbst. Das Schicksal der Geburt und des Beginns ist, aus unseren dummen Augen gesehen, ein Zufallsprodukt.

Gysi

walter
22.05.2003, 10:08
Original geschrieben von instanton
ich frag mich nur, es muss doch einen ganz individuellen plan geben für jeden einzelnen ?!

Warum muss es den geben?

Was ist denn so schlimm daran nicht fremdgesteuert zu sein?

majanna
22.05.2003, 17:03
Hallo, Insti!

Ich dachte, ich hätte Dir auf Deine Frage nach Himmel und Hölle eine ernste Antwort gegeben.
Beide Zustände tragen wir in uns.


Noch ernster ist es, was Dir Gisbert zur Vorherbestimmtheit(Prädestination) gesagt hat.

Wir sind Geschöpfe der Evolution. Gleichzeitig leben wir als Menschen aber auf dem Erdball unter den verschiedensten Bedingungen.

Diese Bedingungen bestimmen dann unser individuelles Menschsein.
Lebst Du in einer bürgerlichen Familie auf der nördlichen industrialisierten Halbkugel oder in einem Land der 3. Welt als vierte Tochter eines Landarbeiters?

Als Menschen ,als Produkte der Evolution sind wir alle gleich - als Mensch in seiner eigenen Individuation sind wir verschieden. Das ist aber nicht a priori - als von "oben" kommend vorherbestimmt, sondern a posteriori durch die gesellschaftlichen Realitäten, in denen der Einzelne lebt.

Rudi
22.05.2003, 19:56
Original geschrieben von instanton
jedem menschen ist ein schicksal doch in irgendeiner form vorbestimmt... warum lebt frau ..soundso in zimbabwe und hungert bis in den grausamen tod?????????? warum wurde gerad sie (sie als individuum , nicht nach purem zufall!!!!!!!!!) dort in diese situation geboren??? was passiert nach ihrem irdischen leben... ist für alle alles gleich?

ich frag mich nur, es muss doch einen ganz individuellen plan geben für jeden einzelnen ?!

Hallo Instanton, ich finde auch, zum Blödeln haben wir jetzt so viele tolle Threads im Formulierlust-Bereich geschaffen. Die Fragen, die Du stellst, beschäftigen mich schon eine ganze Weile... und ich habe inzwischen zumindest eine - zugegeben: sehr spekulative - Idee, in welche Richtung eine überzeugende Antwort gehen müsste. Hoffe also, ich kann Dir weiterhelfen...

Also, als erstes: ich stimme nicht zu, daß Dein "Schicksal" vorbestimmt ist. Du hast einen freien Willen und kannst Dein Leben ändern! (Zu den Hungernden in Afrika komme ich gleich!) Nehmen wir mal an, Du hast in Deinem Leben eine bestimmte Lebensaufgabe, bestimmte Lektionen zu absolvieren. Du hast Dir Deine Eltern und den Ort, wo Du zur Welt kommen willst (sogar Dein Geschlecht und geschlechtliche Neigung) selbst ausgesucht. Weil eben diese Bedingungen für deine persönliche Entwicklung
optimal sind. Ob Du den Weg des geringen Widerstandes gehst oder leiden und kämpfen musst, das brauchst Du für Deine Entwicklung.!Auch lieblose Eltern prägen Dich. Und jetzt kommt eine tollkühne Behauptung: wenn Deine gewählten Eltern nachträglich die falschen für Dich gewesen wären, hättest
Du Dich rechtzeitig verabschiedet (D.h.: Totgeburt, plötzlicher
Kindstod...)

Soweit okay? (Die Ideen stammen übrigens aus Esoterik-Büchern von Kurt Tepperwein und Louise L. Hay, die vor allem die Ursachen für Krankheiten und Leiden entschlüsseln und in einen metaphysischen Kontext bringen wollen.)

Du wächst an Deinen Aufgaben. Jetzt stellt sich die Frage, warum jemand mit einer angeborenen Behinderung zur Welt kommt. Tepperwein sieht darin nur einen Sinn, wenn man von einer Reinkarnation ausgeht. Und auch die Idee, wir hätten gerade dieses Leben, diese Lebensaufgaben gewählt, würde den
Reinkarnationsgedanken naheliegend erscheinen lassen. Wenn Du Deine Lektionen in diesem Leben nicht bewältigt hast, mußt Du wiederkehren. Freiwillig! Du brauchst das! Die Frage, die ich noch nicht beantworten kann: warum müssen Menschen fast unmenschliches Leiden ertragen und elendig sterben? Auf jeden Fall sind die Verursacher der Leiden in diesem Leben ebenfalls gescheitert... vielleicht warst Du einer von Ihnen im vorigen
Leben und nicht einsichtig, so daß Du auf diese Weise "Leidensfähigkeit" eingeprügelt kriegst?

Rudhi

P.S.: "Jesus" findest Du unter "Die Philosophen"

Rudi
22.05.2003, 19:58
Original geschrieben von Haiku
wenn das ganze ernst gemeint ist (von Gott und von uns) dann ist deine Seele ein offenes Buch - jeder kann sehen, was du geleistet hast und was nicht - jeder kann SEIN Urteil sehen!

Da seine Gnade grenzenlos ist, mach ruhig wieter, sie ist dir gewiß! Nicht die "Seele" ist ein offenes Buch, sondern Dein Körper als Spiegelbild der Seele, Haiku. Und nicht "Gott" ist grenzenlos gnädig, sondern die Schöpfung, in deren Sinne wir wirken. Wenn Du "Gott" ins Spiel bringst, sage bitte auch, was Du darunter verstehst! Das ist nicht persönlich gegen Dich gemeint, sondern einfach eine notwendige Spielregel, um nicht
aneinander vorbei zu reden. Okay?

Haiku
22.05.2003, 20:28
schwierig

ich wollte jedenfalls NICHT blödeln!

Im Sinne der Fragestellung ist Gott der Schöpfer und am jüngsten Tag ist die Schöpfung zu ihrem gottgewollten Ende gekommen! Und wir sind längst tot, also ein Teil dieses Ergebnisses (in diesem Sinn ein offenes Buch)! Und "sein" Urteil ist inwieweit wir zum Ergebnis etwas beigetragen haben!
In diesem Sinne stimme ich dir zu, das der Sinn des Lebens darin besteht, unsere Entwicklung voranzubringen (wohin müssen WIR mit unserem freien Willen selbst bestimmen, kann also auch in die falsche Richtung gehen).

Schöpfer ist für mich synonym mit Evolution, mit der Entwicklung "des göttlichen Funkens" des Lebens, das uns ausmacht, uns vom Stein unterscheidet!

Zu deiner These der Wiedergeburt:
dem stehe ich (noch) skeptisch gegenüber! Bei Rudolf Steiner ist der Behinderte (GEhinderte) ebenfalls Ergebnis einer Wiedergeburt, eben die Seele findet den entsprechenden Körper!
Dem kann ich nicht folgen! Leid und Unrecht sind Folgen unseres freien Willens, nicht mehr und nicht weniger! Auch ohne Wiedergeburt ist das schlüssig: der Weg der Evolution, der Entwicklung unseres Geistes wirde von uns selbst eingeschlagen, von jedem einzelnen (das ist der Plan) und fortgeführt! Jeder einzelne hat insofern die Verantwortung für die gesamte Schöpfung/Evolution!

Jan Amos
23.05.2003, 00:37
Meine Sichtweise ist so:
Der jüngste Tag, ist der Tag an dem wir sterben und unser ältester Tag, ist der unserer Geburt.
Natürlich alles auf unsere jetzige Inkarnation bezogen, da wir nur hier in der Zeitlichkeit sind. Die andere Dimension ist die Ewigkeit, aus der wir kamen und in die wir wieder gehen werden. Dort kann es keinen jüngsten Tag geben, denn Ewigkeit heißt ohne Anfang und ohne Ende. Sollte es anders sein, dann ist mein christlicher Glaube ein Irrglaube.

Bei unserem Sterben werden wir vor uns selbst – wir sind unser eigener Richter, da in uns Gottes Funke steckt - Rechenschaft darüber ablegen, ob wir nun unseren selbst gestellten Aufgaben nachgekommen sind oder nicht. Müssen wir feststellen, dass wir das Klassenziel nicht erreicht haben, gehen wir freiwillig oder zwangsweise - je nach persönlichem Phlegma - zurück um die Lektionen zu wiederholen.

Der jüngste Tag der christlichen Lehre dürfte dann derjenige sein, an dem es uns gelungen ist die materielle Welt entgültig überwunden zu haben.

MfG
Jan Amos

Gysi
24.05.2003, 13:45
Original geschrieben von Jan Amos
Der jüngste Tag der christlichen Lehre dürfte dann derjenige sein, an dem es uns gelungen ist die materielle Welt entgültig überwunden zu haben.
Du verbindest einen Teil der christlichen Lehre mit der Reinkarnation des Buddhismus, interessant. Aber dir ist klar, dass du dir deine eigene christliche Lehre schaffst?
Ist ja nichts Verkehrtes.
Nur weiß ich nicht, wie
a) die Reinkarnationstheorie und
b) die christlichen Dogmen
zu BEGRÜNDEN sind.

Gysi

Alzii
24.05.2003, 15:08
An alle, die denken, hier wird "geblödelt"

Wer "blödelt" denn hier?

Die, welche ernsthaft glauben, eine Macht, die das ganze hier verbockt hat, habe auch noch das Recht, seinen Opfern dafür eins reinzuwürgen?

Also, wenn das nicht "Blödsinn" ist, dann gibt es keinen.

Jedes Kind und jeder Erwachsene würde mehr "Güte" zeigen, als dieser allmächtige und rachsüchtige Bock.

Jan Amos
24.05.2003, 19:13
Hallo Gysi.

Zunächst christliche Lehre heißt nicht automatisch katholische oder evangelische Auslegung, sondern es gibt viele Facetten von christlichen Anschauungen ob konfessionsgebunden oder nicht.

Natürlich ist mir klar, dass meine Auslegung der christlichen Lehre nicht mit Rom übereinstimmt, aber das stört mich nicht, denn die römische Lehre stimmt ja auch nicht mit der Lehre der frühen Christen überein, und da ich das Dogma ablehne, d.h. nur das zu glauben habe was Rom zulässt, bin ich so frei und lese die Bibel eben anders als die Glaubenshüter der Amtskirche.

Ich bin mit dem Buddhismus und den übrigen indischen Lehren nicht so gut vertraut, aber soviel ich weiß, wird dort auch die Seelenwanderung mit einbezogen, d.h. dass des Menschen Seele auch in einem Tier wiedergeboren werden kann und besonders Rinder und eine bestimmte Affenart können die Reinkarnationen von Menschen sein. Da diese Vorstellung nicht in mein Weltbild passt lehne ich sie ab.


Die Geschichte der Religionen zeigt uns, dass die Reinkarnation zu den ältesten Lehren gehört und auch heute wird sie bei vielen Völkern als untrennbarer und logischer Teil ihrer Lehren betrachtet. Die großen Philosophen Griechenlands und viele andere lehrten sie, wodurch sie auch seit langem im Westen bekannt ist.
Diese Lehre wurde aber von den kirchlichen Instanzen so lange wie möglich als häretisch unterbunden und darauf verwiesen, dass es nur eine wahre Lehre gibt und zwar die, welche durch das Dogma bezeugt ist.

Um 325 n. Chr. beim Konzil von Nicäa unter Kaiser Konstantin dem Großen wurde aus machtpolitischen Gründen, nur noch das als wahr zugelassen, was auch heute noch offiziell als NT gelehrt wird. Entfernt wurde so die Lehre von der Reinkarnation und der vegetarischen Lebensweise, beides waren Bestandteile der frühchristlichen Zeit.

Um ihre Machtposition in der röm.-kath. Konfession zu halten, haben die Mittler zwischen Gott und dem Menschen immer versucht, die Dinge so zu wenden, dass die Gläubigen mit der Aussicht auf ewige Verdammnis und die Höllenstrafen eingeschüchtert wurden.

Wenn alle Menschen mit dem Gesetz von Reinkarnation und Karma gründlich vertraut wären, wüßten sie, dass ein jeder sich selbst bestraft oder belohnt, und Verantwortungsbewußtsein würde an die Stelle von Einschüchterung treten.


Hand in Hand mit der Lehre von der Wiederverkörperung ( Reinkarnation ), geht auch das Wissen um das Karma-Gesetz, das besagt, dass jede einzelne Seele immer wieder in verschiedenen Körpern geboren wird und in die materielle Welt zurückkehrt, um hier viele Leben zu verbringen bis es ihr gelingt, die materielle Ebene zu überwinden, um ganz ins göttliche Licht zurückzukehren.
In den östlichen Religionen nennt man dies das Rad von Geburt und Tod. Diese beiden Gesetzmäßigkeiten sind so eng miteinander verflochten, dass man sie nicht trennen kann; das eine wirkt jeweils auf das andere ein.

Auch Jesus erklärte das Karma-Gesetz auf einfachste Art, indem er sagte: „Was der Mensch sät, das wird er ernten“.
Ebenso exakt wirkt das Karma-Gesetz im menschlichen Leben. Wenn jemand Liebe, Freundlichkeit, Wohlwollen und Gerechtigkeit übt, wird er sie auch wieder empfangen. Wenn aber sein Denken und Tun aus Zorn, Haß, Selbstsucht, Betrug oder verletzen Anderer besteht, wird er das Opfer entsprechender Behandlung, die ihm das Karma-Gesetz durch die Mitwirkung Anderer auferlegt.

Und obwohl es bisher keinen Beweis dafür gibt, dass die geistige Welt ebenso Gesetzen unterworfen ist wie die Materie, lehren die östlichen Meister, dass wir davon überzeugt sein können, dass dem doch so ist.

MfG Jan Amos

Gysi
24.05.2003, 19:37
Original geschrieben von Jan Amos
Natürlich ist mir klar, dass meine Auslegung der christlichen Lehre nicht mit Rom übereinstimmt, aber das stört mich nicht, denn die römische Lehre stimmt ja auch nicht mit der Lehre der frühen Christen überein, und da ich das Dogma ablehne, d.h. nur das zu glauben habe was Rom zulässt, bin ich so frei und lese die Bibel eben anders als die Glaubenshüter der Amtskirche. Das tue ich auch. Als Atheist.
Hast du keine Dogmen? Glaubst du nicht an die Wiederauferstehung und den Schulderlass?
Stimmst du mit den Ur-Christen überein? Die waren aber in verschiedene Lager zerteilt.


Die Geschichte der Religionen zeigt uns, dass die Reinkarnation zu den ältesten Lehren gehört und auch heute wird sie bei vielen Völkern als untrennbarer und logischer Teil ihrer Lehren betrachtet. Die großen Philosophen Griechenlands und viele andere lehrten sie, wodurch sie auch seit langem im Westen bekannt ist.
Das ist aber keine BEGRÜNDUNG der Reinkarnationstheorie, um die ich gebeten habe.
Um ihre Machtposition in der röm.-kath. Konfession zu halten, haben die Mittler zwischen Gott und dem Menschen immer versucht, die Dinge so zu wenden, dass die Gläubigen mit der Aussicht auf ewige Verdammnis und die Höllenstrafen eingeschüchtert wurden. Ja, schlimm. Der Paulinismus hat das Christentum zu einer ANGSTreligion gemacht.

Auch Jesus erklärte das Karma-Gesetz auf einfachste Art, indem er sagte: „Was der Mensch sät, das wird er ernten“.
Das ist aber noch keine Reinkarnationstheorie...

Gysi

Rudi
26.05.2003, 18:53
Hallo allerseits, habe festgestellt, es laufen wieder gleichzeitige Threads, trotzdem nur an dieser Stelle...

@jan.amos: Religionen sind Krücken, die wir irgendwann abwerfen können! (Als Fußkranker brauchst Du vielleicht mal ne Krücke, somit - Gysi - hatten und haben Religionen immer einen Sinn!!!). Sinn einer endgültigen Überwindung der materiellen Welt sehe ich dagegen nicht, da wir nur in körperlicher Form der Schöpfung dienen können! Übrigens ist das Jenseits nicht zwangsläufig durch die Religion bedingt. Ich denke eher in Richtung "Archetypen", das immaterielle Erbe, welches im Unbewußten liegt. Und eben dieses "Unbewußte" ist exakt der Zustand, bei dem es weder Raum noch Zeit gibt: GOTT! Wir ahnen langsam etwas, aber richtig erfassen können wir es
noch nicht. Deine Ausführungen zum Thema "Karma" erscheinen mir EIN wichtiger Schlüssel bei der Erkenntnissuche.

@konfuzi: "Gott = Reine Energie auf höchster Schwingungsstufe = reines, allumfassendes Bewusstsein". Und welche Rolle spielt dann das Unbewußte für Dich, Konfuzi? Und: wenn Gott eine "reine Energieform", also Materie darstellt: dann muss er einen Anfang haben, einen Schöpfer!? (Für mich ist Gott übrigens exakt das Gegenteil von Bewußtsein! Nur das erscheint mir
logisch.)

@gysi: Jeder Religionsstifter hat sich seine eigene Lehre geschaffen, weil er mit den bestehenden Religionen nicht zufrieden war. Heute geht es nicht um Neugründung der Religion, sondern um Schaffung einer höheren Bewußtseinsstufe! Diese beinhaltet selbstverständlich auch religiöse Erkenntnisse: das "Staunen" werden wir uns nicht abgewöhnen müssen. Gerade die "Sinnlichkeitskomponente" macht doch den Reiz im Leben aus. Die Überwindung aller Reize als höchster Sinn? Das ist ganz im Sinne des Buddha. Dagegen würde ich als einzige Begründung für die Reinkarnationstheorie sehen, daß alles andere keinen Sinn zu ergeben scheint, sofern wir nicht
von einem Schöpfergott, sondern der Schöpfung, die wir alle sind,
ausgehen... und daraus folgt:

@Alzii: "dieser allmächtige und rachsüchtige Bock"... bist Du selbst!

Gysi
26.05.2003, 19:12
Original geschrieben von Rudhi
(Für mich ist Gott übrigens exakt das Gegenteil von Bewußtsein! Nur das erscheint mir
logisch.) !!!

@gysi: Jeder Religionsstifter hat sich seine eigene Lehre geschaffen, weil er mit den bestehenden Religionen nicht zufrieden war. Heute geht es nicht um Neugründung der Religion, sondern um Schaffung einer höheren Bewußtseinsstufe! Wissenschaft.
Diese beinhaltet selbstverständlich auch religiöse Erkenntnisse: das "Staunen" werden wir uns nicht abgewöhnen müssen. Wenn wir über etwas Staunen, müssen wir heute aber nicht sagen: Wir stauen über Gott.
Gerade die "Sinnlichkeitskomponente" macht doch den Reiz im Leben aus. Der Glaube (an Gott) ist über-sinnlich!

Gysi

Alzii
26.05.2003, 21:43
Original geschrieben von Rudhi
@Alzii: "dieser allmächtige und rachsüchtige Bock"... bist Du selbst!

Wenn ich allmächtig wäre, dann hätte ich sicher nicht, wie der Gott des AT, aus einer miesen Laune heraus alles Leben auf der Erde ersäuft.
Ich hätten den Menschen nicht aus Neid aus dem Paradies vertrieben und ihm nicht das ganze Leid aufgeladen.

Dieser Gott des AT wird nmM als rachsüchtiger Neidhammel dargestellt.

Und wenn ich das getan hätte und für diesen ganzen Mist (Tod, Krankheit, Katastrophen, Schmerz, töten müssen um zu leben, ...) verantwortlich wäre, dann würde ich das sofort ändern und am "jüngsten Tag" meine Geschöpfe für das gelittene Leid und meinen Zorn um Verzeihung bitten, anstatt mich als Richter über sie aufzuspielen.

Der Glaube der Christen ist unerschütterlich, sie glauben an ein "jüngstes Gericht", an die Junfrauengeburt, daß sich Oblaten in Fleisch verwandeln und Tote leibhaftig auferstehen.

Rudi
26.05.2003, 21:57
Original geschrieben von Alzii Wenn ich allmächtig wäre, dann hätte ich sicher nicht, wie der Gott des AT, aus einer miesen Laune heraus alles Leben auf der Erde ersäuft. Das sind Metaphern, nix reales!

Original geschrieben von Alzii Ich hätten den Menschen nicht aus Neid aus dem Paradies vertrieben und ihm nicht das ganze Leid aufgeladen. Neid? Miese Launen? Das traust Du "Gott" (der Schöpfung) zu? Man spricht ja von den Launen der Schöpfung *grübel*... aber ich halte die Schöpfung an sich für uneingeschränkt - naja: positiv? wohlwollend?

Original geschrieben von Alzii Und wenn ich das getan hätte und für diesen ganzen Mist (Tod, Krankheit, Katastrophen, Schmerz, töten müssen um zu leben, ...) verantwortlich wäre, dann würde ich das sofort ändern und am "jüngsten Tag" meine Geschöpfe für das gelittene Leid und meinen Zorn um Verzeihung bitten, anstatt mich als Richter über sie aufzuspielen. Wer sagt denn, daß Tod, Krankheit, Schmerz, (angebliche) Katastrophen grundsätzlich etwas Negatives darstellen müssen? Was wäre, wenn eine Krankheit einen Sinn hätte? Braucht der Mensch nicht manchmal einen Wink mit dem Zaunpfahl?

Rudhi

Rudi
26.05.2003, 22:04
Original geschrieben von Gisbert Zalich
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Diese beinhaltet selbstverständlich auch religiöse Erkenntnisse: das "Staunen" werden wir uns nicht abgewöhnen müssen.
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Wenn wir über etwas Staunen, müssen wir heute aber nicht sagen: Wir stauen über Gott. Wir staunen über die Ausmaße der Schöpfung über scheinbar unendliches Wissen und Nichtwissen, über die scheinbare Unberechenbarkeit alles Lebendigen - und, daß doch hinter allem ein tiefer Sinn steckt, den wir so langsam zu entschlüsseln beginnen... *staun*

Original geschrieben von Gisbert Zalich

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Gerade die "Sinnlichkeitskomponente" macht doch den Reiz im Leben aus.
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Der Glaube (an Gott) ist über-sinnlich!

Gysi Der Glaube an einen "Plan", der hinter der Schöpfung steht, ist über-sinnlich.

Alzii
26.05.2003, 22:22
Das steht alles so in der biblischen Sprüchesammlung, welcher die Christen eine gewisse Relevanz zubilligen, Rudhi.

Woher nimmst Du Dein Gottesbild, wenn nicht aus der Bibel?

Natürlich könnte das alles irgendeinen "Sinn" haben.
Man könnte wohl auch in Massenmorde und Folterungen irgendeinen "Sinn" hineinlegen ("Rettung der Seele", das "Wohl" der Menschheit).

Ein Gott, der seine Geschöpfe quält bis aufs Blut, ist für mich ein Sadist.
Und die Anhänger dieses Gottes sind mE ebenfalls Sadisten, wie die Geschichte gezeigt hat.

Wie im Kleinen - so im Großen, wie Oben - so Unten.
Wie die Gläubigen, so ihr Gott.

Ich kann mit einem Sadistengott nichts anfangen, egal welcher hypothetische "Sinn" in solchen Grausamkeiten gesehen wird.

Gysi
27.05.2003, 08:12
Rudhi: Diese beinhaltet selbstverständlich auch religiöse Erkenntnisse: das "Staunen" werden wir uns nicht abgewöhnen müssen.
Original geschrieben von Rudhi
Wir staunen über die Ausmaße der Schöpfung über scheinbar unendliches Wissen und Nichtwissen, über die scheinbare Unberechenbarkeit alles Lebendigen - und, daß doch hinter allem ein tiefer Sinn steckt, den wir so langsam zu entschlüsseln beginnen... *staun*

Widersprechen sich die Kategorien "Religiösität" und "Erkenntnis" nicht?
Ist "Staunen" ein religiöser Reflex?

Gysi

Gysi
27.05.2003, 08:26
Original geschrieben von Alzii
Ein Gott, der seine Geschöpfe quält bis aufs Blut, ist für mich ein Sadist.
Und die Anhänger dieses Gottes sind mE ebenfalls Sadisten, wie die Geschichte gezeigt hat.
Der "Gott" ist ein Feld, auf das die Anhänger dieses Gottes ihren Sadismus verschoben haben.
Du hast einen anderen Gottesbegriff: Du sagst ja, es gäbe Millionen Götter. Mit allen anderen Atheisten sage ich: Zero, es gibt keinen.

Das Leben hat für uns Menschen auch ohne die Existenz Gottes einen Sinn. Auch hier geht es um die Begriffsinterpretation. Was ist SINN? Würdest du sagen, dass der Evolution ein Plan zugrunde liegt? Dass das Prinzip der Anpassung und Auslese bestimmte Ziele beinhaltet? Diesem Ziel, diesen Zielen, zu folgen ist mE. der Lebenssinn. Den SINN fixiert die Zukunft für das Tun in der Gegenwart. Der Sinn der Menschen ist der Frieden, das Einswerden, die Liebe, die Erkenntnis, das Überwinden von Angst, das Glücklichsein.

Gysi

instanton
27.05.2003, 12:27
@ alzii. eh alzheimer , dass du arzt bist, galubt dir höchstens die henne im hühnerstall, wer soll denn ien bock sein???

@ jan amos. ich stimme fast völlig mit dir überein. interessant dasss du dir dein weltbild 2zusammenstückselst".. versteh mich nicht falsch. ich berufe mich auch aufs uchristentum.. die kirchnväter desMA haben vieles nach ihrem gutdünken(machtfrage. hast du am So 25.0503 auf 3 SAT die doku zur inquisition gesehen? verdeutlicht das sehr1)

übrigens, es ergibt sich tatsächlihc eine konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher philosophie, leider weiß ich auch nicht genau über hinduismus oder bddhismus bescheid , aber die veden vermitteln etwas über das bewusstesein was in der quantenphysik fast ident wiedergegeben werden kann!!!

außerdem wie man sich gott vorstelt lässt sich verschiedentlich in den christl glauben integrieren, auch was auferstehung bedeutet.


@rudhi, versteh dich allmählich immer mehr

gruß von instanton

instanton
27.05.2003, 12:31
eh alzii
du sagst ein foternder gott äre für dich ein sadist, du glubst aber auch wörtlich was im AT der bibel steht-- logisch??ß

dann wäre er nämlich auch kein gott, was definierst du eigenclich als gott?

insti

Alzii
27.05.2003, 15:32
Ich kann Dich beruhigen, instanton, ich halte die Geschichten der biblischen Sprüchesammlung für genau so wahrscheinlich wie die Sage vom Kaiser Barbarossa, der im Kyffhäuser sitzt.
Im Schlaf wächst sein roter Bart durch den Tisch.

Irgendwann wird er erwachen und die Herrschaft über sein altes Reich antreten.

Es gibt Bärte, es gibt Kaiser, es gibt Tische und es gibt den Kyffhäuser.


Christen glauben, was in der biblischen Sprüchesammlung geschrieben steht, denn nur dort wird dieser "Jesus von Nazareth" überhaupt erwähnt.
Ohne diese Sprüchesammlung gäbe es kein Christentum.

Die Bibel ist eines der blutrünstigsten Bücher, die ich kenne.
Vom Genozit, über Menschenopfer, Kindermassenmord, Brudermord aus Neid, Inzest, Hurerei, Lüge, Betrug, und Väter, die ihre Töchter prostituieren, ist alles vorhanden.

Und auf all diese Gräueltaten blickt der Christengott wohlwollend herab.

Kein Wunder, daß die Katholen diese Blutspur in der Menschheitsgeschichte hinterlassen.

Rudi
27.05.2003, 18:27
Original geschrieben von Gisbert Zalich
Widersprechen sich die Kategorien "Religiösität" und "Erkenntnis" nicht? Ist "Staunen" ein religiöser Reflex? Gysi

@gysi: Ist die "Ahnung" keine Vorform des Wissens? Kann man ihr deshalb nicht einen gewissen Erkenntnischarakter zubilligen? Spring mal über Deinen Schatten, Gysi!

@alzii: Sadistengott!

I. Woher ich mein "Gottesbild" nehme? Wir reden hier zwar über "Gott", könnten das Wort auch ganz weglassen und von der Schöpfung sprechen. Diese ist für mich ent-personalisiert, aber gleichermaßen bedeutend, daß sie auf der Stufe angesiedelt ist, wo andere GOTT sehen. Die Schöpfung (Synonoym für einen entpersonalisierten "Gott") braucht den Menschen als Werkzeug, "Gott" (als "Prinzip" oder "Quelle, die unsere Energie speist" - d.h. das "Unbewußte" ) kann sich gar nicht einmischen, verhält sich aber kompensatorisch. Das merkst Du am besten in Deinen Träumen...

II. Menschliche Verfehlungen sind kein Argument gegen die Schöpfung. Grausamkeit und damit verbundene Empathieunfähigkeit muß für uns eine Herausforderung sein, der wir etwas entgegensetzen können: frag Gandhi oder Jesus! Ich rede nicht von "irgendeinem" (zwanghaft konstruierten) Sinn,
sondern von absoluten Sinnelementen wie z.B.: "Der Sinn der Menschen ist der Frieden, das Einswerden, die Liebe, die Erkenntnis, das Überwinden von Angst, das Glücklichsein." (Gysi)

Rudi
27.05.2003, 18:35
Original geschrieben von instanton
die veden vermitteln etwas über das bewusstesein was in der quantenphysik fast ident wiedergegeben werden kann!!! ... und woher hast Du diese Information? Würde ich gerne mehr drüber hören!

@rudhi, versteh dich allmählich immer mehr Das freut mich, irgendwie habe ich seit den Anfängen (Dezember 2002) vielleicht sogar ein bißchen vom Löffel der Erkenntnis gefressen. Die wichtigste Erkenntnis war vielleicht für mich: es gibt kein "Schicksal", Du hast alles in Deiner Hand... es sei denn, Du verhältst Dich wie ein störrischer Esel. Dann eskalieren Deine Probleme allerdings... einverstanden? Oder was meintest Du?

P.S.: Woher kommen plötzlich Deine vielen Rechtschreibfehler? Sitzt da irgendein Djinn hinter Dir und piesackt Dich?

Gysi
27.05.2003, 18:49
Original geschrieben von Rudhi
@gysi: Ist die "Ahnung" keine Vorform des Wissens? Kann man ihr deshalb nicht einen gewissen Erkenntnischarakter zubilligen? Spring mal über Deinen Schatten, Gysi!
Ich kann meinen Schatten nicht überspringen, und ich will es auch nicht. Mein "Gott" IST doch die Realität!
Aber mal im Ernst: Warum nennst du "Ahnung" nicht einfach "Ahnung" - statt sie mit "Religiösität" zu verbinden? Der Begriff ist dermaßen verbraucht, missbraucht und verhunzt - verschaff den Begriffen Definitionen, und beuge dich den herrschenden Definitionen - die eines Dialoges würdig sind! Nicht, dass wir uns missverstehen: Du bist ein GUTER Dialogiker! Aber wenn die Religion ins Spiel kommt, dann schwindet deine Definitionskraft ein wenig. Respektiere die Schatten und spring nicht einfach über sie...;)

Gysi

Alzii
27.05.2003, 19:27
Original geschrieben von Rudhi
I. Woher ich mein "Gottesbild" nehme? Wir reden hier zwar über "Gott", könnten das Wort auch ganz weglassen und von der Schöpfung sprechen. Diese ist für mich ent-personalisiert, aber gleichermaßen bedeutend, daß sie auf der Stufe angesiedelt ist, wo andere GOTT sehen.

Bis hierher argumentierst Du nmAuffassung deistisch

>>>>>>>>>> Die Schöpfung (Synonoym für einen entpersonalisierten "Gott") braucht den Menschen als Werkzeug, "Gott" (als "Prinzip" oder "Quelle, die unsere Energie speist" - d.h. das "Unbewußte" ) kann sich gar nicht einmischen, verhält sich aber kompensatorisch. Das merkst Du am besten in Deinen Träumen... <<<<<<<

Komisch, ich habe noch nie von einem Gott geträumt, wohl aber von Drachen ...

Rudhi:
>>>> Menschliche Verfehlungen sind kein Argument gegen die Schöpfung. <<<<<

Also sind Krankheit, Naturkatastrophen und "töten um leben zu können" "menschliche Verfehlungen" ??? -

... ja ja das preßt man am Besten den Säuglingen ins Hirn, die sind geistig arm und wie die Kinder ...

Jan Amos
28.05.2003, 21:45
Antwort an Gisbert Zalich zum Eintrag vom 24.05.03/20:37

Guten Abend Gisbert Zalich!

>>> „Hast du keine Dogmen?“<<<

Nicht im Sinne der röm.kath. Kirche, wenn, dann eher im Sinne der ev. Kirche. Da es sich bei den Dogmen um menschlich bedingte Aussagen handelt, sind sie grundsätzlich überholbar und veränderlich.


>>>Glaubst du nicht an die Wiederauferstehung und den Schulderlass?<<<

Eine Auferstehung des Fleisches ist in meiner Religionsauffassung nicht enthalten, da ich davon überzeugt bin, dass wenn ich die Materie überwunden habe, ich keinen grobstofflichen Körper mehr besitze und Fleisch ist nun mal grobe Materie.

Zum Schuldenerlaß: der mag möglich sein, aber darauf spekuliere ich nicht, obwohl es eine angenehme Zugabe wäre. Ich wiederhole meine Ansicht: „Was der Mensch sät, das wird er ernten“; und diese Ernte heißt: „Karma“. Negatives Karma wird in der stofflichen Welt eingefahren und positieves sowohl in der stofflichen, als auch in der geistigen Welt.


>>> Stimmst du mit den Ur-Christen überein? Die waren aber in verschiedene Lager zerteilt.<<<

Es stimmt, dass es sowohl die Kirche in Kleinasien, als auch in Ägypten gab und weitere wichtige christl. Gemeinden.
Kaiser Konstantin der Große, versuchte mit der Anerkennung des Christentums im röm. Reich, seine Macht zu festigen und auszuweiten, was ihm letztendlich auch gelang. Dafür ruft er als Nichtchrist – denn er hat sich sozusagen als Rückversicherung, erst 337 auf dem Sterbebett taufen lassen – im Jahre 325 das erste Kirchenkonzil zu Nicäa ein und führt auch den Vorsitz über die christl. Bischöfe.
Die Lehre des Arius von Alexandria wurde verdammt und somit der Weg nach Rom freigemacht.

Das ist ein wesentlicher Grund, weshalb ich für die ursprünglichen Lehren zugänglicher bin.

(Anmerkung: Man stelle sich vor - in die Jetztzeit umgesetzt - G. W. Bush, ruft um seine Macht weiter zu festigen, ein christl. Konzil nach Texas ein und führt selbstverständlich auch den Vorsitz, um dann nur das gelten zu lassen, was seine Glaubensbrüder (-Sekte-) für richtig halten. Der nächste Religionskrieg wäre vorprogrammiert.)


>>> Das ist aber keine BEGRÜNDUNG der Reinkarnationstheorie, um die ich gebeten habe. - und -
Das ist aber noch keine Reinkarnationstheorie...<<<

Hierzu möchte ich später Stellung nehmen!

MfG
Jan Amos

Jan Amos
28.05.2003, 21:50
Antwort an instanton zum Eintrag vom 27.05.03/13:27

Guten Abend Instanton!

>>> interessant dasss du dir dein weltbild zusammenstückselst"..<<<

Mir wurde zwar als Kind beigebracht, dass ich nur das zu glauben habe was mir meine kath. Religionslehrer vermitteln, und dass alles andere Irrlehre sei, aber ich konnte mich zum Glück davon emanzipieren und habe die mir angelegten Scheuklappen weggeworfen, um nach weiteren Quellen Ausschau zuhalten.


Die Doku-Sendung auf 3sat zur Inquisition habe ich nicht gesehen, aber ich bin davon überzeugt, dass ich in einer früheren Inkarnation auch darunter gelitten habe, wofür ich, außer meinem Gefühl (Unterbewusstsein?) keine Beweise habe.

MfG
Jan Amos

Rudi
29.05.2003, 08:44
@alzii

"Komisch, ich habe noch nie von einem Gott geträumt, wohl aber von Drachen" (Alzii) Okay, Alzii... Du hattest einen schlechten Traum, aber abgesehen von Deiner Schwiegermutter träumst Du: Archetypen, Urbildern der
Menschheitsgeschichte. Und Situationen, die Dir Dein Fehlverhalten in verschiedenen Variationen aufzeigen. Dazu nochmals der Buchtipp, den Manni empfohlen hatte. Die Gewissheit, da beeinflußt mich eine "jenseitige" Macht (das Unbewußte) und will mir mit meinen Träumen helfen ist kein Aberglaube. Für Dich?

Dine übliche Polemik finde ich mal wieder total daneben? WAS SOLL DAS? Wer sich hinter sowas versteckt,der ist für mich "arm im Geist"... vielleicht schaffst Du es ja doch noch, den letzten Beitrag als sinnvolle Frage an mich zu formulieren? Ohne Rhetorik! Die beherrschen wir beide, müssen es nicht mehr raushängen lassen. (Oder wie ich: in Literaturzeitschriften, wo es passend ist!!!)

P.S.: Ich war auch mal so zynisch und verbissen wie Du. Deshalb reagiere ich darauf so aggressiv! Rhetorik ist unkommunikativ, läßt keine Antworten zu: außer rhetorische Gegenfragen, die wiederum... blabla...)


@gysi

Gysi, Du lehnst jede Form von Religiösität ab. Ich nicht. Ich halte nur die Religion an sich für überholt. Und ICH wäre sehr gern wie Lucky Luke, der schneller schießt als sein Schatten! (D.h.: seine Grenzen auch mal überwinden möchte...) Es gibt auch intuitive Erkenntnisse... wenn Du den Schatten siehst, ahnst (!) aber die Richtung, in die er sich bewegt... dann kannst Du den Schatten überwinden. Wie Olli Kahn beim Elfmeter!

Rudhi

(P.S.: Was willst Du genau definiert haben? Und wie findest Du Alziis eben nochmals angesprochene Polemik und Rhetorik? Denkst Du, es kommt auf seine Weise hier überhaupt ein Dialog zustande oder geht es dabei nur um die "Tödliche Pointe", das Auftrumpfen an sich, sonst nix???)

Gysi
29.05.2003, 09:03
Original geschrieben von Jan Amos
Eine Auferstehung des Fleisches ist in meiner Religionsauffassung nicht enthalten, da ich davon überzeugt bin, dass wenn ich die Materie überwunden habe, ich keinen grobstofflichen Körper mehr besitze und Fleisch ist nun mal grobe Materie. Ich meinte, ob du an die Wiederauferstehung des Jesus nach seinem (angeblichen) Kreuztod glaubst?

Gysi (PS.: Nenn mich Gisi. Oder Gisbert. Nicht: Gisbert Zalich. Müsste ich dich ja: Herr Jan Amos nennen...;) )

Gysi
29.05.2003, 09:17
Original geschrieben von Rudhi
Gysi, Du lehnst jede Form von Religiösität ab. Ich nicht. Ich halte nur die Religion an sich für überholt.
Ich lehne nicht die Ahnung ab, die Intuition, den Glauben, der aus einer nahliegenden Spekulation entspringt. Das sind Gefühle, die dich auf den richtigen Weg leiten (können). Ich bin nur schwer dafür, die Dinge beim Namen zu nennen.
(P.S.: Was willst Du genau definiert haben? Und wie findest Du Alziis eben nochmals angesprochene Polemik und Rhetorik? Denkst Du, es kommt auf seine Weise hier überhaupt ein Dialog zustande oder geht es dabei nur um die "Tödliche Pointe", das Auftrumpfen an sich, sonst nix???) Rhetorik ist ok. Aber wenn aus ihr keine ARGUMENTE herauszusaugen sind, besser noch: man stellt sie in den Vordergrund...:D, dann hat der Dialogpartner eben keine Argumente mehr. Man muss woll davon ausgehen...

Gysi

Alzii
29.05.2003, 10:59
Rudhi:
Du hattest einen schlechten Traum, aber abgesehen von Deiner Schwiegermutter träumst Du: Archetypen, Urbildern der Menschheitsgeschichte.

Worauf ich dabei hinaus will - wenn irgend ein Gott für den Menschen irgendwie wichtig wäre (wie zum Beispiel der Drache als uraltes Symbol), dann würde man von einem Gott als Archetypen träumen.
Ich kann mich jedoch an keinen diesbezüglichen Traum erinnern und ein Gott gehört auch nicht zu den Archetypen, soweit ich weiß.


Menschliches Leid (Krankheit, Schmerz, Verlust, Katastrophen, die Notwendigkeit zu töten um zu leben) existiert, ganz unabhängig von menschlichen Verfehlungen und Buddha Siddharta lehrte, Leben sei leidbehaftet.

>>>>>>>>>> Dine übliche Polemik finde ich mal wieder total daneben? WAS SOLL DAS? <<<<<<<

Für die einen ist es "Polemik" (wissenschaftlicher oder literarischer Meinungsstreit, kommt aus dem Griechischen "o polemos" der Krieg, "polemikos" kriegerisch), wenn man die Dinge ungeschminkt beim Namen nennt.
Es ist nicht mein Stil, es jedem recht machen zu wollen. Der verbale Schmusekurs mag ja in manchen Fällen durchaus angemessen und angenehm sein, aber in einem Philoforum muß man damit rechnen, daß Weltbilder kritisch und auch streitbar hinterfragt werden.



Jan Amos:
Kaiser Konstantin der Große, versuchte mit der Anerkennung des Christentums im röm. Reich, seine Macht zu festigen und auszuweiten, was ihm letztendlich auch gelang. Dafür ruft er als Nichtchrist - denn er hat sich sozusagen als Rückversicherung, erst 337 auf dem Sterbebett taufen lassen -...

Das hat nmM mit "Rückversicherung nichts zu tun.
Wer sich im NT ein wenig auskennt, der weiß, daß mit der christlichen Taufe alle Sünden vergeben sind.
Da liegt es doch auf der Hand, sich erst am Ende seines Lebens taufen zu lassen oder?
Das war damals ganz normal, hat aber die Macht der Oberpopen untergraben, da sündlose Menschen ohne Angst vor dem "Jenseits" (und der Hölle) sind.

Erst durch die Einführung der Säuglingszwangstaufe gelang es der Katholika und anderen orthodoxen Christen, die Menschen nach ihrem Glauben wieder sündig in den Tod gehen zu lassen (und aus der Frohbotschaft wurde - voila - eine Drohbotschaft).

Und falls sich jetzt wieder jemand an der Deutlichkeit meiner Worte stören sollte, der möge bedenken, was der Klerus mit dieser "List" der Säuglingszwangstaufe unter den Gläubigen angerichtet hat - Jahrtausende lang zitterten und bibberten sie in Furcht vor Hölle und Vögelfeuer, weil es den Oberen nicht in den Kram gepaßt hat, daß die Menschen am Lebensende durch die Taufe vor Gott vollkommen entsündet sind.

Jan Amos
29.05.2003, 21:32
Hier nun die Fortsetzung meiner Antwort.

Guten Abend Gisbert,

Zitat: >>> Das ist aber keine BEGRÜNDUNG der Reinkarnationstheorie, um die ich gebeten habe. - und - Das ist aber noch keine Reinkarnationstheorie...<<<


Indem ich immer wieder das Schicksal meiner Mitmenschen in meinem Bekanntenkreis beobachte, frage ich mich oft, was mag Dem- oder Derjenigen, dem/der gerade ein schwerer Unfall widerfahren ist oder von einem sonstigen Schicksalsschlag getroffen wurde, für ein Karma haben, dass sie/er so ausgebremst wurde. Kann es sein, dass es gerade jetzt notwendig war, um vielleicht das bisherige Leben zu überdenken?

Oder, so frage ich mich oft, warum wurde ich diesmal in eine Zeit und Gesellschaft hineingeboren, die, obwohl vom 2. Weltkrieg betroffen und durch dessen Ausgang ich zwar meine angestammte Heimat verloren habe, aber mir andererseits die Chance zuteil wurde, nicht dem vorgezeichneten Weg – als Bauer mit dem Pflug meinen Acker zu bestellen – sondern, um in einer völlig anderen Gesellschaft als Vertriebener, einen wesentlich weiteren Horizont zu erfahren.

Oder, warum geht es mir um vieles besser als vielen anderen Zeitgenossen, wenn es mir andererseits zumindest äußerlich betrachtet, schlechter geht als wiederum vielen anderen. Da ich aber nur von außen urteilen kann und niemals das Schicksal meiner Mitmenschen voll erfassen werde, bleibt auch dies alles Spekulation.

So bleibt mir letztendlich nichts anderes übrig, als mit Hilfe von einschlägiger Literatur dem genannten Thema näher zu kommen, um meine Spekulationen so fortzusetzen, aber eine verbindliche, das heißt dogmatische oder wissenschaftlich fundierte Antwort, kann ich Dir, lieber Gisbert, nicht geben.

Noch kurz ein Wort zur frühen christlichen Kirche. Offensichtlich haben die gnostischen Christen an die Reinkarnation geglaubt, da sie die Präexistenz der Seele lehrten und die Wiedergeburten mit dem kosmischen Gesetz von Ursache und Wirkung erklärten.

MfG
Jan Amos

Jan Amos
29.05.2003, 21:41
Hallo Gisbert,

so förmlich war es von mir natürlich nicht gemeint, aber mit Herr, wo wir hier das brüderliche DU gebrauchen, wollte ich natürlich nicht angesprochen werden.
--------

>>> Ich meinte, ob du an die Wiederauferstehung des Jesus nach seinem (angeblichen) Kreuztod glaubst?<<<


Dieses stellt sich für mich nicht als Glaubensfrage dar, da ich die Bibel in erster Linie als ein Weisheitsbuch betrachte.
Was für die kath. Christen mit dem Dogma belegt wurde, damit sie es glauben können (müssen!), stellt für mich kein Problem dar, da ich nicht alles wörtlich nehme, sondern sinngemäß, wenn ich auch gelegentlich die Bibel wörtlich zitiere.

Die Auferstehung Jesu sehe ich so, dass, wenn es Jesus an dem das Prinzip „Christus-Heilsbringer“ befestigt wurde, tatsächlich gegeben hat, dann erschien er seinen Jüngern nicht im grobstofflichen Leib, sondern er hat sich mittels des Astralleibes feinstofflich manifestiert.

MfG
Jan Amos

Gysi
29.05.2003, 22:05
Original geschrieben von Jan Amos
da sie die Präexistenz der Seele lehrten und die Wiedergeburten mit dem kosmischen Gesetz von Ursache und Wirkung erklärten.
In einem Zeit-Raum ist das Gesetz von Ursache und Wirkung eindeutig existent! Unsere seelischen Wirkungen setzen sich, nach unserem Tod, in anderen Menschen fort. Wie Kommen die Menschen aber auf die Wiedergeburt? Ich glaube an einen Ewigkeitsanteil in jedem Existenzsubjekt - also in jedem Menschen, jedem Tier und jeder Pflanze. (siehe den Thread: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Logische Begründung) Aber unsere Psychodynamik bricht mit unserem Tod ab und setzt sich in den Überlebenden fort.

Gysi

Gysi
29.05.2003, 22:11
Original geschrieben von Jan Amos
Die Auferstehung Jesu sehe ich so, dass, wenn es Jesus an dem das Prinzip „Christus-Heilsbringer“ befestigt wurde, tatsächlich gegeben hat, dann erschien er seinen Jüngern nicht im grobstofflichen Leib, sondern er hat sich mittels des Astralleibes feinstofflich manifestiert.
??? Wie meinst du das?
Holger Kersten hatte mal eine für mich überzeugende Antwort geliefert: Jesus ist nicht am Kreuz gestorben, er hatte die Kreuzigung überlebt. Deswegen war er zwei Tage nach der Kreuzigung noch zu sichten. Die Bibel widerspricht dieser Sichtweise nicht.

Gysi

Rudi
30.05.2003, 15:29
Original geschrieben von Alzii
Menschliches Leid (Krankheit, Schmerz, Verlust, Katastrophen, die Notwendigkeit zu töten um zu leben) existiert, ganz unabhängig von menschlichen Verfehlungen und Buddha Siddharta lehrte, Leben sei leidbehaftet. Glaubst Du, Alzii!!!

Deine Krankheiten sind für Dich vermutlich zufällig passierte
Unglücksfälle (Und "Glück gehabt", bedeutet daß: Du mußtest nichts dafür tun? Du wolltest ja Rhetorik...).

Da wir hier nicht weiterkommen, will ich Dir ein Buch nennen, daß meinen Sinneswandel vom "Glücksspieler" zum bewußter Lebenden und Handelnden vermutlich ausgelöst hat: Das Buch "Sex II" von Sibylle Berg. Nach Lektüre dieses Buches hast Du 2 Möglichkeiten: Dich (... oder zuvor noch ein paar liebe Mitmenschen!) auf grausame Weise umzubringen ODER einfach glücklich zu sein! Es gibt wohl kein Buch, daß so viele sinnlose Grausamkeiten und Ungerechtigkeit zwischen 2 Buchdeckeln
packt. Hieronymus Bosch war ein Heilsbringer im Kontrast zu Berg! Ich habe den Roman zuerst für widerlich und pervers gehalten: diese nicht mehr zu steigernde Anhäufung von Abscheulichkeiten, die am Schluß selbst jeglichen Voyeurismus abtöten.

Bei allem Medienhype war immer noch eine Steigerung
möglich, Berg hat ein Buch geschrieben, das überhaupt keine Sinnkomponente mehr enthält! Glück ist in den beschriebenen Lebens- und Leidensschicksalen ("Schicksal" meine ich zynisch-ironisch!) nicht existent. Und für die Sinnfrage, "Was ist Glück?" konnte ich zu jedem Unglück einen Gegenentwurf finden. Über 100 Gegen-Beispiele habe ich zusammengekriegt... aber am
wichtigsten: man muß etwas für sein Glück tun! Grundlos passiert Dir kein Glücksfall. Deinen Weg bestimmst Du selber, selbst vermeintlich Unglücksfälle können sinnstiftend sein. Ohne meine schwere Krankheit 1995 hätte ich meine jetzigen Freunde nicht kennengelernt, mein Leben nicht verändert. Und mein Rückenleiden seit letzten Herbst ist wieder ein Anzeichen für notwendige Veränderungen für mich. Ansonsten kann eine
Leidensgeschichte auch eskalieren. Und in dem Ekel-Buch findet sich tatsächlich wohl kaum ein Mensch mit einer gesunden Lebenseinstellung, weder Opfer noch Täter (die später allesamt auch Opfer werden), gibt uns das nicht zu denken???

Rudhi

P.S.: Bitte trotzdem um weniger Polemik, zumindest, falls Dir mal die Argumente ausgehen, mußt Du nicht weiter draufkloppen! Das hat m.E. nichts mit kritischer Hinterfragung zu tun, es nervt einfach.

Ich weiß selbst noch nicht (nicht mehr), was "Gott" für mich ist. Deshalb lassen wir ihn/es mal stehen. Die lockerere Einstellung von Jan Amos gefällt mir: ich glaube, Gysi und Du seid in einigen Dingen zu festgelegt. "Beißt" Ihr Euch manchmal fest, anstatt über den Umweg: Gewissheiten (statt Wahrheiten) und wilde
Spekulationen (statt Logik) vielleicht auch zum Ziel zu kommen?
Loslassen!!! Das ist die Lösung!!!

Alzii
30.05.2003, 16:28
Warum werden manche Menschen bei Diskussionen schnell persönlich, und fangen an, "ad hominem" zu diskutieren?

Rudi
30.05.2003, 18:24
Original geschrieben von Alzii
Warum werden manche Menschen bei Diskussionen schnell persönlich, und fangen an, "ad hominem" zu diskutieren? War das jetz wieder ne rhetorische Frage? Wer wirft denn hier seinen Mitstreitern vor, arm im Geiste zu sein? Und bitte keine lateinischen Vokabeln. Ich spreche deutsch, english, francais e un po italiano. Wörterbücher nehm ich nicht, jedenfalls nicht für ne TOTE SPRACHE!!!

Gysi
30.05.2003, 18:49
Original geschrieben von Rudhi
Loslassen!!! Das ist die Lösung!!! :confused: :confused: :confused: Von irrealen, neurotisch verzerrten Leidenschaften. Aber niemals von der Realität!

Gysi

Alzii
30.05.2003, 19:57
Original geschrieben von Rudhi
Wer wirft denn hier seinen Mitstreitern vor, arm im Geiste zu sein?

Ich bestimmt nicht, sonst würde ich wohl hier nicht posten, Rudhi.

Das war wortwörtlich die Bergpredigt
Matthäus 5, 3: >>> Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich. <<<

(Rudhi im Himmel *lol*)

"Ad hominem" heißt "an den Menschen (gerichtet)" und bedeutet "persönlich werden".

Rudi
30.05.2003, 20:08
Original geschrieben von Alzii

(Rudhi im Himmel *lol*)

"Ad hominem" heißt "an den Menschen (gerichtet)" und bedeutet "persönlich werden". Zu richten über die Überlebenden... oder so ähnlich, eigentlich sollte mein 300ster Beitrach was total intelligentes und einmaliges sein!?

Ich verabscheue mich.. aus diesem Thread!!!

Tarra
15.07.2008, 19:24
um auf die Frage zurück zu kommen...

Beim jüngsten Gericht... da wird nicht an sich geurteilt nach Gut und böse... sondern... einfach...
ob du an Jesus Christus geglaubt hast.... ob du mit ihm dein Leben geführt hast oder ihn eben verachtest hast...
Danach wird man gerichtet...

Und da wird im Buch des Lebens geschaut, ob dein Name darin steht... Steht er, wirst du ins Himmelreich gelassen...
Wenn nicht, dann nicht...

Miriam
16.07.2008, 07:44
Tarra du nervst - und nicht nur bei diesem Thema!

Könntest du bitte aufhören mit dem Ausgraben von längst abgeschloßenen Themen?

Miriam

Tarra
16.07.2008, 09:43
Ich finde dieses Thema nun mal seeeeeehr wichtig...

sibel
16.07.2008, 09:45
Tarra du nervst - und nicht nur bei diesem Thema!

Könntest du bitte aufhören mit dem Ausgraben von längst abgeschloßenen Themen?

Miriam

Ich fürchtete schon im Stillen,ich sei die Einzige,die sich genervt fühlt...:)

Miriam
16.07.2008, 09:50
Ich fürchtete schon im Stillen,ich sei die Einzige,die sich genervt fühlt...:)

Sibelchen, es war ja noch nicht der jüngste Tag gekommen...:reden: