Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mimmi
Es war noch nicht sehr warm, eher ein typisches Aprilwetter. Mimmi konnte den Frühling nicht abwarten und wollte zu ihm hinaus. Sie zog sich warm genug an und fuhr mit dem Bus zu dem See. Ein ganzes Stückchen musste sie laufen, dabei bemerkte sie, dass die Bäume etwas grün werden und die Natur langsam aus dem Winterschlaf erwacht ist . Sie sucht sich ein schönes Plätzchen. An einer Weide, die schräg über das Wasser wächst findet sie ihn. Sie setzt sich auf den Baumstamm und schaut auf das Wasser. Mimmi fängt an zu träumen:
Und weil es so kalt war, wacht Mimmi nie mehr auf ...
lacuna777 03.04.2003, 19:29 Sie träumte, daß sie mit einem wunderschönen, langen Kleid auf diesem Baumstamm liegt. Neben ihr grast ihr Pferd, daß sie nach einem langen Ritt ausruhen ließ. Sie sah in den Himmel hinauf und hörte die sanften Wasserbewegungen, die durch silberfarben glänzende Schwäne herbeigerufen wurden. Der Himmel ward tiefblau, und von weitem konnte man ein herannahendes Pferd hören.......
lacuna777 04.04.2003, 15:18 ....dachte, man soll die geschichte fortsetzen, war aber nicht so gemeint oder???:confused: grübel
....dachte, man soll die geschichte fortsetzen, war aber nicht so gemeint oder???
(Text von lacuna)
ja, sicher. Danke für Deine schöne Fortsetzung von gestern.
(Heute ist mir nur etwas extrem anderes eingefallen, weil ich traurig war, weil jemand Mimmi hat sterben lassen)
lG
Original geschrieben von Leuchtturmwärter
....dachte, man soll die geschichte fortsetzen, war aber nicht so gemeint oder???
(Text von lacuna)
ja, sicher. Danke für Deine schöne Fortsetzung von gestern.
(Heute ist mir nur etwas extrem anderes eingefallen, weil ich traurig war, weil jemand Mimmi hat sterben lassen)
lG :D
Du hast es alzo getan?
Du hast den Beitrag nicht ignoriert ... selber schuld.
Ich kann Dich aber beruhigen, Deine Schlußfolgerung, Mimi würde sterben ist etwas eigenwillig.
Sie stirbt nicht, sie sinkt nur in einen laaaangen, traumlosen Schlaf. :)
lacuna777 05.04.2003, 10:48 Original geschrieben von Alzii
:D
Sie stirbt nicht, sie sinkt nur in einen laaaangen, traumlosen Schlaf. :)
MHHHHHH!Grübel! Dann müßte man sie theoretisch wachküssen? Das überlaß ich dann Dir Alzi:D
Zuerst erschien in der Ferne ein hoher, purpurroter Hut, der auf einem Braunen allmählich näher kam. Jetzt erkannte man auch den zugehörigen jungen Mann und die gebogene Hahnenfeder welche seine wundersame Kopfbedeckung schmückte. Sie strebten zum Ufer des Sees, genau zu dem Baumstamm, an dem Mimi eingeschlafen war. Hinter ihnen trabte willig ein Muli, das er am Zügel führte, und das mit allerlei Tand bepackt war.
Sein klarer Bariton sang das uralte Lied von der Fischerstochter:
"Einst ging ich am Strande der Donau entlang - oho oh olalala ...
Ein schlafendes Mädchen am Ufer ich fand - oho oh olalala ...
Sie hatte die Beine weit von sich gestreckt - oho oh olalala ...
Ihr schneeweißer Busen war halb nur bedeckt - oho oh olalala ...
Ich machte mich über die Schlafende her - oho oh olalala ...
Da hört sie das Rauschen der Donau nicht mehr - oho oh olalala ..."
Smeraldo stieg ab und ließ die beiden Tiere grasen.
Er liebte diese Jahreszeit, die Tag für Tag wärmer werdende Sonne, den Dunst des Atems, die ergrünende Natur, die Schwäne auf dem See und den scharfen Geruch seiner Reittiere. Smeraldo ging einige Schritte in Richtung Weide, die in ihrer Trauer die noch unbelaubten Äste tief ins eisige Wasser hing. Es tat gut, die Anstrengungen des Rittes aus den Gliedern zu vertreiben.
Unter der Weide, auf einem Baumstamm nahm er ein Bündel wahr. Neugierig und vorsichtig begab er sich näher und erkannte eine junge Frau, die sich schlafend von den Strahlen der Sonne wärmen ließ.
Ich habe es nicht gewagt, Mimi aufzuwecken, sie hatte einen so zufriedenen Zug um den Mund, und sie ist wunderschön ... :D
Jetzt seid Ihr am Zug.
In der Ferne auf dem Wasser schwimmt ein Erpel mit einem grün- violett schimmernden Hals. Der Erpel erhebt sich übermütig ein wenig aus dem Wasser, schlägt seine Flügel und macht ziemlich laute Geräusche dabei. Zwei Schwäne ziehen ihre Bahnen auf dem See und es entstehen dabei Wellen. Hier fühlt Mimmi sich wohl, sie wird langsam müde und schläft ein.
Plötzlich sind Geräusche zu hören. Sie hört, dass etwas abgerupft und gefressen wird und ein leichtes Schnauben, Mimmi weiss dass es Geräusche vom Pferd sind, weil sie den Geruch wahrnimmt. Es ist ein schöner Geruch, sie öffnet ein wenig die Augen und sieht einen Muli mit dunklem Fell und hell umrandete Augen und einem hellen Mäuli. Er grast. Das andere Pferd ist grösser, es hat mittelbraunes Fell und einen dunkelbraunen Schweif und braune Mähne. Auch dieses Pferd grast und abwechselnd schnauben beide leise und zufrieden.
Mimmi freut sich über den Anblick, sie ist aber noch nicht richtig wach und etwas benommen von ihrem Schlaf. Sie spürt, dass ein Mensch in ihrer Nähe ist, Mimmi wird ganz starr, sie sieht in ein freundliches Männergesicht, der Mann hat braune und warme Augen, er schaut sie an. Mimmi fürchtet sich nicht und ihr Herz fängt an zu klopfen...
lacuna777 06.04.2003, 20:13 "wer bist du?" sprach sie in einer etwas vernebelten Sprache. "Hast du mir beim Schlafen zugesehen?" Sie schaute den neben ihr im Gras sitzenden jungen Mann mit den schönen braunen, warmen Augen an und bemerkte dabei, wie ihr Gesicht vor Scham etwas errötete.
"Wer bin ich?", antwortete der Schöne, "tja, was meinst Du denn, wer ich sein soll?". Er schaute etwas überheblich und selbstbewußt zu Mimi. Er hatte einen Grashalm im Mund und kaute grinsend auf ihm herum.
Mimi faßte sich ins Gesicht, damit der Schöne ihre Röte nicht entdecken konnte. "Das frage ich Dich! Du hast mich erschreckt". Jetzt erst bemerkte Mimi den purpurroten Hut auf seinem Haupte und fing laut zu lachen an.....
"Also, junger Mann, nenne mir Deinen Namen!"
"Ich heisse Smeraldo, jetzt sage mir Deinen!"
"Ich heisse Mimmi!"
Sie gefiel Smeraldo. "Schöne Mimmi, ich möchte Dich küssen!"
Mimmi's Herz fing wieder an zu klopfen, sie konnte nichts sagen, weil sie verlegen war.
"Jeden Wunsch werde ich Dir erfüllen, was darf ich tun, um Dich zu küssen?"
In dem Augenblick lief das alte Mütterchen am Wegesrand entlang, es musste sich immer sehr mit dem Brennholz plagen. Das Holz war schwer und der Weg war weit.
"Smeraldo, bring das Mütterchen mit ihrem Gepäck nach Hause!"
"Darf ich Dich dann küssen?"
Mimmi konnte nicht in Smeraldo's schöne Augen sehen, so schüchtern war sie.
Smeraldo packte seine Sachen zusammen, griff die Zügel seiner Pferde und ging dem Mütterchen auf dem Weg entgegen.
"Mütterchen, wo wohnst Du, ich bringe Dich nach Hause!" Der Muli sollte nichts mehr tragen, weil er schon etwas älter war, also
packte Smeraldo das Holz in die Satteltaschen seines Pferdes, nun konnte er nicht mehr auf ihm sitzen. Also ging er zu Fuss neben dem Mütterchen den Weg entlang. Er konnte nicht wissen, dass das Mütterchen etliche Kilometer weiter weg wohnte.
Mimmi hatte sich sehr aufgeregt, sie wusste nicht was sie jetzt tun sollte...
Als der junge Mann den Grund ihrer Fröhlichkeit erkannte, fiel er spontan in ihr Gelächter ein, und Mimi bewunderte seine regelmäßigen, strahlenden Zähne und seine freundlich blitzenden Augen. Sie hatte das angenehme Gefühl, ihr Gegenüber schon lange zu kennen.
Mit einem Griff nahm er die ungewöhnliche Kopfbedeckung ab, und reichte ihr den Hut:
"Ich bin bei einer fahrenden Schauspielertruppe und der gehört zu meiner Rolle. Möchtest du ihn aufsetzten?"
Mimi griff danach, wobei sie seine Hand leicht berührte. Ein angenehmer Schauer lief von ihrem Hinterkopf über Nacken und Schultern den Rücken hinunter, um sich zwischen ihren großen Zehen in langsamen Wellen zu beruhigen.
Die seltsame Requisite verdeckte ihre Augen bis zur Nasenspitze. Mit ausgestreckten Armen tastete sie als blind Kuh vorwärts und machte einige unsichere Schritte, während sie vor Lachen nach Luft rang. Sie stieß gegen den jungen Mann, der sich ihr frech in den Weg gestellt hatte. Starke Arme hielten sie fest:
"Ich bin Esmeraldo."
Links von Esmeraldo ging das Mütterchen, rechts führte er seine zwei Pferde gleichzeitig. Er redete vieles durcheinander, was er sonst nie tat und das Mütterchen schaute zu ihm hoch und fragte ihn, ob er verliebt sei, worauf Esmeraldo nicht erwiderte und schwieg. Gleich waren sie am dichten Wald angekommen, der lange Weg, der noch vor ihnen lag, führte direkt zum Haus des Mütterchens.
Der Erpel und die Schwäne zogen sich in Richtung Böschung zurück, graue Wolken schoben sich am Himmel zusammen und nur noch mühsam kamen die Sonnenstrahlen hindurch. Es wurde kalt und Mimmi wollte nach Hause. Sie ging los, nach ein paar Schritten, noch nicht weit von der Weide entfernt, lag etwas im Sand. Es war ein Stückchen Lederband, wahrscheinlich hatte es sich gelöst als Esmeraldo die sperrigen Holzstückchen in die Satteltasche steckte. Mimmi nahm das Band und die grün- violette Feder, die fast danebenlag und umknotete das Bändchen um das Ende der Feder. In der Mitte war die Feder eingeknotet und die Enden des Bändchens band Mimmi um einen unteren Ast der Weide, zu der sie wieder zurückging. Die Feder zeigte wie ein Pfeil nach unten. Mit einem Stöckchen ritzte sie ein "M" in den Sand und ein Pfeil in die Richtung in die sie gehen würde.
Nun überlegte sie nicht mehr lange und ging los. Sie lachte dabei und dachte an Esmeraldo...
lacuna777 07.04.2003, 20:52 Auf dem Nachhauseweg kam Mimi an einer Weggabelung vorbei. Sie war fest davon überzeugt, daß Esmeraldo sie suchen würde, wenn er von dem Mütterchen zurück zum See gekehrt sein wird.
Sie hatte aber nichts anders bei sich, als das Band und die Feder. Sie schaute die Feder an: "Nein, dich kann ich hier nicht hinhängen, du bist das Einzigste, was ich von Esmeraldo habe".
Sie riß sich ein Stück aus ihrem Unterkleid und hängte es an einem Busch, der direkt an der Weggabelung stand. "so, das kannst Du nicht übersehen", grinste sie und lief weiter auf dem Feldweg in Richtung ihres Hauses, wo sie zusammen mit ihren Eltern und ihren zwei Schwestern, die beide älter waren als sie, wohnte.
Nackt und bibbernd vor Kälte ... :D
lacuna777 07.04.2003, 21:50 ...net scho wieder:confused:
Das Lederbändchen mit der Feder hing um ihren Hals unter dem Kleid, Mimi hielt ihre Hand darauf, damit es nicht verlorenging.
Mittlerweile war es schon fast dunkel und es regnete ununerbrochen. Hoffentlich kommen Esmeraldo und die anderen unversehrt an.
Allmählich wurde es unheimlich auf dem Nachhauseweg, vor dem Weg raschelte etwas, Mimi begann sich zu fürchten und sie fror. Ihre Kleicung war nass. Als sie rechts neben sich in einem Gebüsch ein Augenpaar sah, gab sie einen kurzen Schrei von sich und fing an zu zittern. Ein Etwas flatterter dicht über ihren Kopf, Mimi wusste sie war in Gefahr.
Sei leise und fürchte Dich nicht, sagte sie sich immer wieder und geh' zügig voran. Vor ihren Füssen schien es leise zu rascheln, der Weg war kaum noch zu sehen, nur die Lichter in der Ferne.
Hörte sie hinter sich Schritte? Es kam immer dichter, sie wollte gerade Esmeraldo rufen, als sie Schritte im Zusammenhang mit einem Rollen und leichtem Quietschen wahrnahm. Nein, das konnte Esmeraldo nicht sein, dachte sie und fing voller Furcht an zu laufen bis plötzlich vor ihr eine Gestalt auftauchte. Die Gestalt hatte eine Laterne bei sich und Mimi konnte schon aus der Ferne sehen, dass der Mann ein düsteres Gesicht hat, der Mann ging auf sie zu, links und rechts konnte Mimi nicht ausweichen, da gerade an der Stelle des Weges die Böschung zu steil war. Als der Mann vor ihr noch deutlicher zu sehen war traute sich Mimi nicht an ihm vorbei, sie zitterte am ganzen Körper. Der Mann schaute sie an und ging auf sie zu, Mimi begann zu schreien, trat mit einem Fuss zu dicht an die Wegkante auf einen Stein, der Stein rutschte ab und Mimi stürzte die Böschung herunter...
"Meine Güte, junge Frau, springst Du öfter in dunkle Gräben?"
Ihr Körper fühlte sich an, als wäre er nackt, und dicht über ihr die verzerrte Fratze des Unholds. Mimi schrie aus Leibeskräften, sie schrie und schrie und hörte nicht auf zu schreien.
"Nana, jetzt ist es aber genug du kleines Mimöschen, niemand will dir etwas tun, du bist hier in Sicherheit."
Erst jetzt spürte sie den dumpfen, bohrenden Schmerz in ihrem Kopf. Reflexartig betastete sie den groben Verband.
"Gehirnerschütterung - vorausgesetzt du hast überhaupt eines" brummte der Alte.
Das dumpfe Pochen, die Müdigkeit und das gleichmäßige Schaukeln ließen sie wieder das Bewußtsein verlieren.
Als sie erwachte, war es bereits hell.
Ihr Schädel brummte, als hätte eine unsichtbare Hand die Borsten einer elektrischen Zahnbürste durch die Nase in ihr Gehirn geschoben und rotieren lassen.
Sie lag auf einer futonartigen Matte unter einer leichten, aber angenehm wärmenden Daunendecke. Über ihr ein heller, nach oben gewölbter Stoffhimmel. Ihre Kleider hingen in feiner Ordnung an einer Querstange des seitlichen Aufbaus. Mimi richtete sich auf, um sich unter Stöhnen sofort wieder vorsichtig auf ihr Kopfkissen zurücksinken zu lassen.
Wo war sie, was war passiert, wer waren die Menschen, deren Stimmen durch die Stoffbahnen des Wagens zu ihr drangen? Und wann würden ihre Gehirnwindungen endlich sauber genug sein?
Nach kurzer Zeit ging es ihr wieder gut, die starken Schmerzen waren verschwunden. Sie zog ihre Sachen an und sah sich um. "Was machst Du denn da? Du sollst liegen bleiben!! Wann macht hier endlich mal jemand das, was ich sage?!!" schimpfte der Mann, der zu ihr in den Wagen kam.
"Wer bist Du denn?" "Brusares, und Du?" "Mimi. Was ist passiert?" "Gestern Abend hast Du Dir den Kopf aufgeschlagen. Man hat Dich aus der Böschung getragen." "Wo bin ich?" "In einem Wagen, wir sind eine fahrende Theatergruppe" "Ich muss nach Hause" "Morgen werden wir in Protus sein, übermorgen wird dort von uns eine Aufführung stattfinden. Von dort aus kannst Du mit dem Zug nach Hause fahren, es geht nicht anders, Du magst das Theater wohl nicht?" "Doch, sehr sogar!" "Warum wirst Du so blass?". Brusares hielt ihr ein Buch vor das Gesicht. "Liess mal vor!" "Des Lebens Pulse schlagen frisch lebendig, ätherische Dämmerung milde zu begrüßen; Du, Erde, warst auch..." "Stop, das genügt" "Kennst Du Esmeraldo?" "Ja, warum fragst Du? Der fährt ein paar Kilometer hinter uns. Was hat der denn schon wieder angestellt? Dem muss ich wohl mal wieder die Hammelbeine langziehen!" "Brusares, versprichst Du mir etwas?" "Was denn?" fragte er barsch. "Sag ihm bitte nichts von mir, es soll niemand wissen. Bitte!!" "Mal sehen, das weiss ich noch nicht, ich geh' jetzt wieder nach vorne und Du bleibst hier ruhig sitzen und bewegst Dich nicht so viel. Mimi machte was er sagte, sie suchte ihr Lederbändchen am Hals, es war noch da, ihr Herz fing wieder an zu klopfen und sie freute sich...
Sie drückte das lederbändchen an sich und dachte an seine strahlend weissen Zähne, an seinen Purpurroten Hut, an seine tiefblauen Augen, und daran als er das Mütterchen nach Hause gebracht hatte. Eine weile sass sie so da vertieft in ihren Tagträumen bis Brusares vor ihr stand und sich die Wunde an ihrem kopf nochmal ansah. Mimi fragte Brusares:"Sag Brusares, kannst du mir über Esmeraldo ein wenig erzählen? wie ist er so? Seit wann ist er bei der Theatergruppe? Wie lange kennst du ihn schon? und *sie lief ein wenig rot an* Hat er jemanden der sein leben mit ihm teilt? " Brusares wurde auf einmal hektisch und nervös, stammelte etwas davon er müsse kurz weg, und verschwand aus dem wagen. Verduzt liess er sie sitzen, verwirrt blickte sie bei der tür hinaus, um Brusares nachzusehen. Ihr wurde klar hier muss es ein Geheimnis geben....
Als Bruserus zurückkam erschrak er: "Wer sind sie?" "Na, Mimi". Sie lacht mal wieder albern und übermütig. "Ich habe mir andere Sachen angezogen und mir eine Perücke aufgesetzt und mich geschminkt. Gefalle ich Dir?" "Och, naja. Und was soll das werden wenn es fertig ist, Mimi?" "Nicht Mimi, ich heisse jetzt Lulu!! Du kennst keine Mimi, Bruserus, hörst Du?!!" "Mimi, wer ist Mimi?"
Mi...Lulu lachte wieder. "Bruserus, bei der Aufführung in Protus möchte ich gerne mitwirken. Ich kann ein wenig tanzen und spielen. Sag' bitte ja!" "Mi...Lulu, das kann ich nicht alleine entscheiden, da muss ich erst die anderen fragen"...
Bruserus kam zum Wagen zurück und bekam wieder einen Riesenschreck. Mimi lag am Boden, weinte, zitterte und hatte einen ganz heissen Kopf. "Nein, Mimi, Du bist keine Lulu, was machst Du nur für Sachen, Du empfindliches Ding. Du solltest Dich doch ausruhen! So, lege Dich jetzt auf die Matte!" Sie rührte sich nicht. "Dann hole ich Esmeraldo". Mimi stand auf und legte sich auf die Matte. Als Bruserus sie auszog, schrie sie: "Nein, nicht das Lederbändchen, das bleibt bei mir!" "Ist ja schon gut, das ist ja was mit Dir!". Bruserus wusch ihr das von der Schminke verwischte und verweinte Gesicht und erzählte ihr nicht, dass er den anderen alles von ihr berichtet hatte. Er legte die Decke auf sie und eine zweite daneben, gab ihr eine Medizin und ging hinaus. Als er zurückkam, sagte er "Baro, Hopp" und ein Hund sprang in den Wagen und legte sich sofort auf die Decke und leckte Mimi das Gesicht ab. Sie lachte ein wenig, streichelte den Hund, der sich dann bei ihr einkuschelte. "Bruserus, Du musst mir nichts von Esmeraldo erzählen. Vielleicht erzählt er es mir ja von selber falls ich ihn mal wiedersehen sollte (ihre blauen Augen leuchteten kurz). Es braucht keine Frau, falls er eine hat, auf mich eifersüchtig sein, ich will ihn niemandem wegnehmen." "ist ja gut, Mimi, reg' Dich nicht auf, sieh zu, dass Du wieder gesund wirst!" sagte Bruserus und ging nach vorne...
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